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yun CineMaster


Anmeldedatum: 28.03.2008 Beiträge: 2262
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Verfasst am: Di Mai 18, 2010 13:40 Titel: Spike Lee |
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Spike Lee
(* 20. März 1957 in Atlanta, Georgia)
Profession: Regisseur, Schauspieler und Drehbuchautor
Spike Lee ist der "angry black man" des New Black Cinema und damit vielleicht auch der bekannteste, bedeutendste und einflussreichste afroamerikanische Regisseur der Vereinigten Staaten. Seine Filme zeichnen sich durch handwerkliche Perfektion, einer überaus dichten Atmosphäre und einer nicht zu übersehenden sozialkritischen Botschaft aus. Mit dieser Botschaft wendet er sich an sein Publikum, welches in erster Linie ein afroamerikanisches ist.
Seit dem Beginn seines Filmschaffens vor über dreißig Jahren geht es Lee in vielen seiner Filme um die Entwicklung eines afroamerikanischen Bewusstseins und Selbstbewusstseins und auf die Rückbesinnung eigener Stärken. Deshalb arbeitet Lee in seinen Filmen nicht selten auf zwei Ebenen. Auf der ersten Ebenen erzählt Lee von mehr oder weniger alltäglichen Geschichten, die mitten aus dem Leben seines Publikums stammen könnten, also aus der Sicht und Erfahrung der Angehörigen einer gebildeten afroamerikanischen Mittelschicht. Und hier lernen wir ein Amerika kennen, wie wir es so aus anderen Filmen aus Hollywood nicht zu sehen bekommen. Auf der zweiten Ebene wendet sich Lee dann an ein nicht fest umrissenes Gemeinschaftsgefühl seines afroamerikanischen Publikums und spricht dieses direkt an.
Spike Lee ist im positiven Sinne ein zorniger und wütender Moralist und Realist, der sich für ein besseres Leben für "seine Leute" einsetzt und sehr genau weiß, dass eine Veränderung und damit positive Entwicklung nur durch einen selbst geschehen kann und es keinen Sinn hat, darauf zu warten, bis die andere Seite einmal etwas unternimmt.
Deshalb zeichnen sich seine (afroamerikanischen) Filmfiguren auch oft durch Intelligenz, Witz, Wortgewandtheit und Bildung aus; nur wer clever genug ist, kann sich auch behaupten.
Das positive an seinen Filmfiguren ist, sie sind nicht frei von Fehlern und manche von ihnen sind auch von vornherein zum scheitern verurteilt, andere dagegen wissen, trotz menschlichen Schwächen, ihr Leben zu meistern, zwar nicht nicht immer so, wie am Anfang von ihnen vorgesehen, aber sie gehen ihren Weg.
Filme (Auswahl):
1988: Do the Right Thing – mit John Turturro, Danny Aiello und Ossie Davis
1990: Mo' Better Blues – mit Denzel Washington, Wesley Snipes und John Turturro
1991: Jungle Fever – mit John Turturro, Wesley Snipes, Samuel L. Jackson und Halle Berry
1992: Malcolm X – mit Denzel Washington, Angela Bassett und Spike Lee
1994: Crooklyn - mit Alfre Woodward, Delroy Lindo, Zelda Harris und Spike Lee
1995: Clockers – mit Mekhi Phifer, John Turturro und Harvey Keitel
1996: Auf engstem Raum - mit Richard Belzer, Andre Braugher und Ossie Davis
1998: Spiel des Lebens – mit Denzel Washington, Ray Allen und John Turturro
1999: Summer of Sam – mit Adrien Brody, Mira Sorvino und John Leguizamo
2002: 25 Stunden – mit Edward Norton, Philip Seymour Hoffman und Brian Cox
2006: Inside Man – mit Denzel Washington, Clive Owen und Jodie Foster
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