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yun CineMaster


Anmeldedatum: 28.03.2008 Beiträge: 2262
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Verfasst am: Fr Okt 09, 2009 00:55 Titel: Stray Dog |
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Stray Dog
(Japan 1949)
Regie: Akira Kurosawa
Drehbuch: Akira Kurosawa und Ryuzo Kikushima
Musik: Fumio Hayasaka
Kamera: Asakazu Nakai
Darsteller: Toshiro Mifune und Takashi Shimura
Spielfilmlänge: 117 min
Zwei Männer liegen im Dreck und sind auf dem ersten Blick kaum voneinander zu unterscheiden. Noch bis eben, haben sie miteinander gekämpft und es ging ihnen um alles. Keine Sorge, beide sind am Leben, alles wurde entschieden, nichts gibt es mehr zu klären und sie sind am Ende ihrer Kräfte.
Der eine von den beiden verschoss die restlichen Kugeln eines Colts auf den anderen, der andere von den beiden war waffenlos, denn es war seine Pistole, aus der auf ihn geschossen wurde.
Doch der Reihe nach.
Der Film Stray Dog wurde 1949 gedreht und es war so etwas wie ein experimenteller Film Kurosawas. Am Ende war er mit dem Ergebnis nicht so zufrieden, da ihm sein eigener Film zu technisch vor kam und seiner Meinung nach auch kaum einen richtigen Gedanken von Gewicht enthielt.
Dennoch ist er sehenswert, denn der Film zeigt ein Tokio, wie man es so nur selten zu sehen bekommt.
In Stray Dog geht es um einen jungen Mann, der traumatisiert aus dem Krieg zurückkehrt und um den sich niemand wirklich kümmert, ziellos irrt er durch Tokio, irgendwann leiht er sich auf dem Schwarzmarkt einen gestohlenen Colt aus und begeht damit einen Raubüberfall, dann einen Mord und aus einem Stray Dog wird schließlich ein Mad Dog.
Doch bis auf die letzten Minuten des Filmes bekommen wir den jungen Mann nicht zu sehen. Dennoch kennen wir ihn gut, verfolgen jeden einzelnen Schritt den er unternimmt, haben uns am Ende ein Bild von ihm und seinem Leben gemacht.
Die Waffe, die er bei seinem Verbrechen benutzt, gehörte einem jungen Polizisten (Toshiro Mifune), ihm wurde sie gestohlen und seitdem irrt dieser, ganz ähnlich wie der Stray Dog, tage- und nächtelang durch die Straßen der Stadt, in dunklen Winkeln des Schwarzmarkts, in verrauchten Kneipen und Bars und in überfüllten Nachtasylen, als ein aus dem Krieg zurückgekehrter Soldat verkleidet, wie ein Wahnsinniger auf der Suche nach seiner gestohlenen Waffe.
Schließlich bekommt der junge Polizist Hilfe von einem älteren und erfahrenen Polizisten (Takashi Shimura) und durch die gemeinsamen Ermittlungen kommen sie dem Stray Dog schon bald auf die Spur.
Die Suche nach dem Stray Dog ist spannend, anschaulich und detailliert in Szene gesetzt, auch wenn man ihn selbst erst in die letzten Minuten des Filmes zu sehen bekommt, erlangt er durch die Aussagen von Zeugen, Bekannten, Freunden und Verwandten gegenüber der Polizei ein ganz seltsames und bedrückendes Eigenleben.
Stellenweise wirkt alles wie ein Dokumentarfilm, da viele Außenaufnahmen nicht gestellt wurden, sondern das ungeschminkte Nachkriegsjapan zeigen, mit den unendlich vielen Menschen, die aus dem Krieg heimkehrten und in der Großstadt Tokio auf der Suche nach Essen, Arbeit und einer Unterkunft waren. Vielleicht sind sie sogar die eigentlichen Hauptdarsteller des Filmes?
Zuletzt bearbeitet von yun am Fr Okt 09, 2009 15:42, insgesamt 2-mal bearbeitet |
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Namu Die CineGLobe Perle

Anmeldedatum: 21.09.2006 Beiträge: 4981
Wohnort: Oferdingen
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Verfasst am: Fr Okt 09, 2009 10:00 Titel: |
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Stray Dog ist einer der Filme Kurosawas, die auch noch auf meiner Liste der Filme, die ich in meinem Leben unbedingt noch sehen möchte steht (daher habe ich jetzt Deine Review auch ganz frech noch nicht vollständig durchgelesen).
Daß Kurosawa mit dem Film nicht zufrieden war, wußte ich nicht, aber finde es ganz interessant.
Weißt Du zufällig, welche DVD-Versionen des Films empfehlenswert (also von erträglicher Bildqualität) sind? |
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yun CineMaster


Anmeldedatum: 28.03.2008 Beiträge: 2262
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Verfasst am: Fr Okt 09, 2009 13:24 Titel: |
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| hm ... ich habe die version von bfi gesehen (die ähnlich gut / schlecht, wie die von criterion ist) und das bild empfinde ich als recht gut für einen japanischen film aus jener zeit, nur ist es in manchen szenen etwas dunkel geraten ... überwiegend ist aber alles in ordnung und wenn man sich den film nicht am tage, sondern während der nacht anschaut, dürfte einem auch nichts negatives auffallen ... |
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