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Namu Die CineGLobe Perle

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Verfasst am: Do März 29, 2007 09:14 Titel: Sword in the Moon |
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Cheongpung Myeongweol
청풍 명월
aka Sword in the Moon
Südkorea 2003
Regie: KIM Eui-suk
Kamera: MOON Yong-shik
Musik: LEE Kyung-sub
Kostüme: IM Seung-hee
DarstellerInnen: CHO Jae-hyun, CHOI Min-soo, KIM Bo-kyung, LEE Jong-soo
„Einer allein kann nichts ändern, denn alles wiederholt sich. Aber es gab eine Zeit als wir von einer besseren Welt träumten.“
Korea während der Joseon-Zeit. Einige Mordserie an hohen Beamten setzt den Palast in Angst und Schrecken. Der Soldat Gyu-yeop, für seine Härte bekannt, wird mit dem Schutz der übrigen Beamten beauftragt. Schon bald häufen sich die Hinweise, daß der Attentäter Mitglied der ehemaligen Einheit „Schwert im Mond“ war.
Diese Einheit teilte sich Jahre zuvor in zwei Fraktionen, von denen die eine einen Staatsstreich unterstützte, während die andere den Palast verteidigte. Gyu-yeop selbst führte damals den Angriff an.
Könnte es sich bei dem Attentäter um Gyu-yeops totgeglaubten Freund Ji-hwan handeln, der der Palastwache angehörte?
Nach dem internationalen Erfolg von „Crouching Tiger, Hidden Dragon“ brach eine Welle historischer Schwertkampffilme über Asien herein (die immer noch anhält) und machte auch vor Ländern nicht halt, die traditionell eher weniger Filme dieses Genres haben. „Sword in the Moon“ ist ein auf diesem Hintergrund entstandener koreanischer Versuch.
Die Handlung rankt sich um zwei Freunde, die sich aufgrund von Intrigen und Machtspielen plötzlich als Feinde gegenüber stehen. Das Thema ist zwar nicht neu, aber aus koreanischer Sicht hätte es durchaus sehr interessant sein können, da das Land bis in die heutige Zeit unter politischen Machtspielen zu leiden hatte und die Fragen, die im Film entstehen - ob es wichtiger ist, sich im Fall einer Oligarchie oder einer Gewaltherrschaft mit der Situation zu arrangieren und dadurch wenigstens einige, oder das eigene Leben zu retten, oder ob man sich dagegen auflehnen soll und inwieweit eigene Interesse hinter der Auflehnung stehen - sind durchaus bewegend. Aber leider wird die Handlung eigentlich nur minimal angeschnitten, weil sie in erster Linie nur als Hintergrund dienen soll. Näher ausgeführt wird davon nur der emotionale Teil der Männerfreundschaft.
So verpufft das Potenzial, das in der Geschichte enthalten ist und der Plot wird zum Hauptschwachpunkt des Filmes.
Die Schwertkampfszenen sind alle ziemlich bodenständig. Es gibt nur sehr wenig, sehr dezente Wire Action. Sie wird hauptsächlich eingesetzt, wenn Personen über Mauern springen und setzt die Gesetze der Schwerkraft nur minimal außer Kraft. Die Hauptdarsteller haben schon Monate vor Drehbeginn intensiv Schwertkampfunterricht erhalten und das zeigt sich darin, daß sie das Schwert mit relativ großer Sicherheit führen. Nur leider hat man sich auch hier auf die falschen Dinge konzentriert, denn während der Kampfszenen ruht die Kamera fast ausschließlich auf den Gesichtern der Kämpfer, so daß von der eigentlichen Choreographie nicht mehr viel zu sehen ist. Das ist sehr schade. Auch hier verschenkt der Film viel Potenzial.
„Sword in the Moon“ hat aber auch zum Glück ein paar positive Seiten. Das sind vor allem die Fülle von Drehorten: Palast, Höhle, Bordell, Bambuswälder, Strand, Fluß, Stadtviertel, Wasserfall, Steinbrücken, Holzbrücken... . Ich habe selten einen Film mit so vielen verschiedenen Orten gesehen! Das hat einen ganz angenehmen Effekt, da die Plätze erstens für visuelle Schönheit und zweitens für Ablwechslung sorgen.
Über die Schaupieler kann man sich auch nicht beschweren. Choi Min-soo (The Myth, Love Bakery, Libera Me, Phantom: The Submarine, Holliday) als Ji-hwan, Cho Jae-hyun (Beyond the Years, Bad Guy, Adress Unkown, Seom) als Gyu-yeop und Kim Bo-kyung (Friend) als Tochter des Leiters der „Schwert im Mond“-Einheit, versuchen das Beste aus ihren leicht streotypen Charakteren zu machen. Und alle drei strahlen, wie gesagt, eine gewiße Vertrautheit mit ihrem Schwert aus, was für einen solchen Film sehr wichtig ist.
Die Orchestermusik des Films dient vor allem dazu, dem Zuschauer anzuzeigen, daß die Szenen, an denen sie eingesetzt wird, besonders bewegend sein sollen.
Das klingt jetzt alles sehr negativ, aber eigentlich fand ich den Film ganz nett. Er kompensiert sehr viel dadurch, daß er schön anzusehen ist und die Figuren trotz allem recht sympathisch wirken. Es ist einfach schade, daß er so viel Potenzial verschenkt.
„Sword in the Moon“ ist also einer dieser Filme, die man sich durchaus mal ansehen kann, aber bei denen man auch nichts verpaßt hat, wenn man sie nicht geshen hat. Momentan würde ich vom Kauf der DVD aber lieber abraten und empfehlen zu warten, bis es diese irgendwo als Angebot gibt.
Schwedische DVD
Universal Pictures
Amaray Case
Laufzeit laut Cover: 98 min
Bild: 2,85:1 anamorphic widescreen
Ton: Koreanisch DD 5.1 + DTS 5.1
Untertitel: Dänisch, Norwegisch, Schwedisch, Finnisch, Englisch
Extras: Texttafeln mit Biographien der Hauptdarsteller und des Regisseurs
Für die umgerechnet 6,50 Euro für die man die DVD erhältlich war, war sie ganz o.k.. Und es sit schließlich auch kein Film, für den man jetzt einen Berg von Extras brauchen würde.
In Deutschland gibt es den Film als einfache DVD, Special Edition und demnächst auch noch als Limited Edition.

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Zuletzt bearbeitet von Namu am Fr März 28, 2008 11:36, insgesamt einmal bearbeitet |
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Namu Die CineGLobe Perle

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Verfasst am: Mo Dez 03, 2007 23:11 Titel: |
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Weil ich vorhin über Choi Min-su geredet habe, ist mir eingefallen, daß dieser Film hier eventuell etwas für Crenshaw sein könnte.
Als er damals von Filmen mit Männerfreundschaft und Ehre geredet hat, habe ich an Heroic Bloodshed gedacht und daher ist mir das gar nicht in den Sinn gekommen, aber Sword in the Moon ist im Grunde genommen völlig sinnlos und geht eben nur um Ehre, Verrat, Männerfreundschaft und ein bisl Gemetzel.
Und das wird Crenshaw am meisten freuen: die kleine Kim Bo-kyeong sieht da aus wie ein Ninja.
Und es gibt auch fast keine Drähte.
(Der Film hat allerdings keine guten Kritiken bekommen, er ist nämlich wirklich sinnlos und überflüssig, aber nett!)
Ich fasse den Film noch einmal zusammen:
Jo Jae-hyeon als Soldat Gyu-yeop
vs
seinen ehemaligen besten Freund und jetzigen Attentäter Ji-Hwan (gespielt von Choi Min-su)
und vs
Tochter seines ehemaligen Lehrers (gespielt von Kim Bo-kyeong) |
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Masako CineMaster


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Verfasst am: Sa Jun 14, 2008 18:36 Titel: |
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Vielleicht muss man ja mit einer gewissen Naivität an den Film herangehen, aber ich habe den Film "damals" sehr gern gesehen. Sicher hätte die Geschichte besser sein können, aber ich fand die Bilder wunderschön, die zT zugegebenermaßen recht pathetische Musik hat gut dazu gepasst und die Schlussszene hatte bei aller Blutigkeit eine gewisse Zartheit oder vielleicht besser Zärtlichkeit zwischen den beiden "Helden", die ich schon rührend fand.
Ich würde den Film empfehlen - allerding eben mit nur mit naiveren Augen. _________________ Normalerweise sind dem Krieger die Wege des Konfuzianismus, des Buddhismus, der Teezeremonie und des Nô gleichgültig. Wenn aber jemand wirklich einem Weg folgt, wird er Gemeinsamkeiten mit Menschen feststellen, die anderen Wegen folgen. Dabei ist wichtig, dass jeder sich ernsthaft und sorgfältig auf dem Weg seiner Wahl übt.
Miyamoto Musashi (Das Buch der fünf Ringe, Erde) |
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Namu Die CineGLobe Perle

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Verfasst am: Sa Jun 14, 2008 19:06 Titel: |
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Ja, mir gefällt der Film auch sehr. Ich habe leider versucht, die Review objektiv zu schreiben und war dann selbst erstaunt, was dabei herauskam.
Wie ich oben gesagt hatte, das Ganze hört sich wesentlich negativer an als es ist. Es gibt eben Filme, die funktionieren einfach trotz offensichtlicher Mängel.
Ich würde ihn trotzdem aber nicht jedem empfehlen. Was vielleicht auch daran liegen mag, daß mir aufgefallen ist, daß er eben sehr vielen Menschen nicht gefällt.
Viele Leute ziehen leider automatisch einen Vergleich mit Hong Kong und das ist dem Film gegenüber ein wenig ungerecht. Sword in the Moon ist schließlich einer der ersten neueren koreanischen Actionfilme vor historischem Hintergrund, der OHNE chinesische Hilfe entstanden ist!
Und man sollte eben nicht eine wahnsinnig verwickelte Story erwarten.
Aber was solls, wie gesagt, ich mag den Film. Ich finde die ganzen kleinen Probs schön und mir gefällt, daß die Story des Film straightforward und wenig verwickelt ist. Mich stört es auch nicht, daß das Ganze ein wenig schmalzig ist. Meines Erachtens gehört das bei einem koreanischen Film dieser Art irgendwie dazu.
Ich finde Sword in the Moon ist richtig nette Unterhaltung und habe mir den Film auch schon öfter angesehen.
Das einzige, was mir den Film momentan etwas madig macht, ist ein Vorfall, der dazu geführt hat, daß Choi Min-su, den ich eigentlich gerne mochte in der Zwischenzeit ziemlich in meiner Gunst gesunken ist. Er hat nämlich neulich einen fast 80 jährigen Mann tätlich angegriffen und dann noch einige Meter mit seinem Auto weitergeschleift (der alte Mann hing da irgendwie fest. (Zum Glück muß der alte Mann Unterricht in einer Stuntmanschule genommen haben oder so, denn es gelang ihm schließlich durchs Fenster in das fahrende Auto zu klettern).
Choi Min-su hat sich zwar höchst tränenreich entschuldigt, aber das bleibt trotzdem eine ziemlich übliche Geschichte. |
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Jun Ma CineStarter


Anmeldedatum: 31.07.2008 Beiträge: 21
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Verfasst am: Fr Aug 01, 2008 12:06 Titel: |
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ich mag den schauspieler choi min-su eigentlich nicht weil er in einem film so richtig böse war XD aber hier gefiel er mir richtig gut...(das zeigt sein können)
...
also zum film...ich muss sagen die story war gut ..aber man hat leider einfach zuwenig von den charakter der einzelnen figuren mitbekommen was sehr schade ist...
aber ich fand den film trotzdem schön und traurig^^
_________________ Zu viel Leid,zu viel Schmerz ich möchte gerne so frei wie ein Vogle sein und die Welt von aussen beobachten... |
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GAMBIT CineMaster


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Verfasst am: Fr Aug 01, 2008 12:15 Titel: |
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Der Film ist nicht einfach zu beurteilen. Beim ersten Mal schauen fand ich den Film nicht all zu berauschend … irgendwie kam es aber dazu das ich den Film dann noch paar mal angeschaut habe (obwohl ich wenige Filme selten mehrmals anschaue) … und irgendwie gefiel mir der Film jedes Mal ein Stückchen besser. _________________ Meine Rechtschreibfehler sind nicht urheberrechtlich geschützt und dürfen übernommen werden.
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Masako CineMaster


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Verfasst am: Fr Aug 01, 2008 20:15 Titel: |
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Weiß eigentlich irgend jemand, wie man (ohne 40/50 Euro oder noch mehr los zu werden) an dieses Lied aus dem Soundtrack kommt? Gibt es da eine CD, die ich übersehen habe? Habe (bei meiner Suche vor ca 1/2 Jahr) nur eine sündhaft teure ST-Doppel-CD gefunden. _________________ Normalerweise sind dem Krieger die Wege des Konfuzianismus, des Buddhismus, der Teezeremonie und des Nô gleichgültig. Wenn aber jemand wirklich einem Weg folgt, wird er Gemeinsamkeiten mit Menschen feststellen, die anderen Wegen folgen. Dabei ist wichtig, dass jeder sich ernsthaft und sorgfältig auf dem Weg seiner Wahl übt.
Miyamoto Musashi (Das Buch der fünf Ringe, Erde) |
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Namu Die CineGLobe Perle

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Verfasst am: Do Aug 21, 2008 18:52 Titel: |
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| "Sword in the Moon" wird am 29.08. um 22:15 Uhr auf RTL 2 laufen (unter dem Titel "Das zerbrochene Schwert", was absolut keinen Sinn macht, denn "Schwert im Mond" ist der Name einer Gruppe Elitesoldaten, um die es in dem Film geht... Zerbrochene Schwerter kommen keine vor...) |
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