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Taegukgi - Brotherhood

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GAMBIT
CineMaster
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Anmeldedatum: 24.10.2007
Beiträge: 744
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: Di Dez 18, 2007 10:17    Titel:

Ja in Korea hat der auch diverse Heulströme verursacht die legendär sind ^^.
Ich finde den Film auch gut, aber so gigantisch wie ihn die meisten fanden fand ich den auch nicht, hab da mal was vor langer Zeit zusammen geschrieben .. als der Film raus kam:

http://pride-of-korea.de/filme/uebersicht/Taegukgi.html

Finde es Schade dass der Film hier nie wirklich in die großen Kinos kam …. Hollywood ist hier doch einfach vorherrschend.

_________________
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Namu
Die CineGLobe Perle


Anmeldedatum: 21.09.2006
Beiträge: 4900
Wohnort: Taipeh

BeitragVerfasst am: Di Dez 18, 2007 10:47    Titel:

Interessant, deine Review entspricht so ziemlich meinem Eindruck nach dem ersten Mal sehen.
(Damals natürlich auch davon beeinflußt, daß ich Kang Je-gyu nicht besonders mag. Zu Hollywood beeinflußt. Die Koreaner nennen den ja gerne Koreas Steven Spielberg, aber für mich ist er eher Koreas Michael Bay Wink)

Ich sehe das in der Zwischenzeit aber anders. Ich denke der Film geht doch schon über einen durchschnittlichen Unterhaltungsfilm heraus. Er schneidet da Dinge an, die vorher eigentlich nicht im südkoreanischen Fernsehen gezeigt wurden (und vorher vielleicht auch nicht möglich waren).
Ist mir aber auch erst so richtig bewußt geworden, nachdem ich neulich bei der Lesung zu dem Buch "Der Korea-Krieg und die Gesellschaft" war.
Ich hab das Buch leider noch nicht gelesen, aber die Lesung und vor allem die Diskussion danach war sehr interessant, (auch wenn es manchmal Übersetzungsprobleme gab). Daher nehme ich mal an, daß das Buch auch nicht so übel ist.
Wenn es Dich interessiert, dann kann ich es Dir mal ausleihen, wenn ich damit fertig bin.
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Nomak
CineMaster
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Beiträge: 1435
Wohnort: Ziersdorf

BeitragVerfasst am: So Feb 03, 2008 19:47    Titel:

Tja gerade eben lief der Abspann von Brotherhood über meine Leinwand.
Ich bin einer der Leute die, zumindest von der Optik, den film mit privat ryan vergleichen würden.
Hatte übrigens keinerlei Informationen über die Geschehnisse in Korea. Der Krieg wird hier aber wirklich schonungslos in Szene gesetzt obwohl ich mir sicher bin das die reale brutalität eines Krieges nicht auf Leinwand gebannt werden kann.

Die einzige Produktion welche mir den grauen des Krieges und die Gefühle die in den Soldaten herrschen emotional mitteilen konnte war für mich die Serie Band of Brothers. Diese Serie hat es bei mir geschafft Emotionen hochkommen zu lassen wie ich es noch nie in einem Kriegsfilm erleben konnte.

Der grund dafür ist denke ich das man aufgrund der langen laufzeit der serie mehr bindung zu den charakteren aufbaut was für mich kein 2 stündiger Kriegsfilm schafft.

Jetzt bin ich etwas vom Thema abgekommen aber diese Worte sollen Brotherhood nicht schlecht machen. Eigentlich fällt mir kein bisschen Kritik ein was diesen Film angeht. Der film ist berührend, optisch eindrucksvoll und die Story stimmt auch. Die schauspielerische Leistung der Hauptcharaktere ist übrigens excellent.

Alles in allem hätte es der Film verdient auch in deutschen Kinos gezeigt zu werden. Der Bildung der deutschsprachigen Bevölkerung hätte es bestimmt auch nicht geschadet.

Zu Anfang ist der Film meiner Meinung nach sehr pro-süd getrimmt aber im laufe der Zeit zeigt der film das hier eigentlich niemand der Feind ist. Allein die Propaganda schafft es das sich Menschen die im gleichen Land leben gegenseitig abschlachten ohne wirklich zu wissen was sie tun. das ist etwas für mich so absurdes das ich es nicht fassen kann.

Hab den Film übrigens mit deutscher synchro gesehen und bin absolut zufrieden.

Zum Abschluss vergebe ich eine Wertung von 8/10 Punkten.
_________________
Homecinema:
AV-Receiver: Denon AVR-1911, DVD-Blu-Ray-Player: Playstation 3 (250GB), Projektor: Sanyo PLV-Z4000, Boxen: Elac Linie 120 5.1 Set, Sat-Receiver: Kathrein UFS 910, Leinwand: WS-Spalluto Elastic Frame
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Namu
Die CineGLobe Perle


Anmeldedatum: 21.09.2006
Beiträge: 4900
Wohnort: Taipeh

BeitragVerfasst am: Di Feb 05, 2008 12:32    Titel:

Nomak hat Folgendes geschrieben:

Alles in allem hätte es der Film verdient auch in deutschen Kinos gezeigt zu werden. Der Bildung der deutschsprachigen Bevölkerung hätte es bestimmt auch nicht geschadet.


Der Film lief auch in Deutschland im Kino. Allerdings nur in einigen kleinen. Die Großen würden so einen Film gar nicht nehmen, denn wer schaut schon einen Film, aus einem Land, das er nicht kennt, mit Darstellern, die er nicht kennt, von einem Regisseur, den er nicht kennt...
Die wenigen Nicht-Hollywood Filme, die der normale Kinogänger sich evtl anschaut, sind Filme, die Namen enthalten, die entweder durch Festivals bekannt sind oder schon an/in Hollywoodprojekten gearbeitet haben. Und selbst diese haben Probleme:
Sogar Wong Kar-wais "My Blueberry Nights", das jetzt im Kino läuft, scheint mir unbeachtet zu sein. plam hat sich zum beispiel auch nicht dazu geäußert...

Nomak hat Folgendes geschrieben:

Allein die Propaganda schafft es das sich Menschen die im gleichen Land leben gegenseitig abschlachten ohne wirklich zu wissen was sie tun. das ist etwas für mich so absurdes das ich es nicht fassen kann.


Ja, daran knabbern die armen Leute dort auch. Wobei man noch einmal zu betonen hat, daß die Propaganda dazu führte, daß es zu den schlimmen Massakern kam (Koreakrieg gilt als einer der brutalsten Kriege überhaupt. Wobei ich nicht ganz verstehe, wie man Krieg in brutal und brutaler messen kann...?).
Zum Krieg selbst haben andere Dinge geführt, das ist eine recht komplexe Verwebung von sowohl außenpolitischen, als auch innenpolitischen Umständen. Womit die Koreaner wohl schon recht haben, ist daß der Krieg gar nicht passiert wäre, hätten die Großmächte das Land nicht geteilt und die Leute einen eigenen Staat aufbauen lassen. Den Krieg allerdings ganz auf einen Stellvertreterkrieg zu reduzieren, scheint mir auch nicht ganz richtig, da eben die innenpolitischen Umstände (im Süden wurden von den USA zuvor mit der japanischen Kolonialmacht kollaborierenden Koreaner in hohen Stellen eingesetzt, während im Noden die Regierung an gegen die japanische Kolonialmacht kämpfenden Widerständler ging. Eine Spannung war also von vornherein da.)
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Seppel
CineMaster
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Beiträge: 466
Wohnort: Wuppertal

BeitragVerfasst am: Mo März 10, 2008 22:24    Titel:

So. Nachdem Namu mir den Film Ende letzten Jahres verkauft hat, bin ich leider Gottes erst gerade eben dazu gekommen, ihn zu schauen. Und ich bin wirklich überwältigt. Etwas derart Bewegendes hab ich echt schon ganz ganz lange nicht mehr gesehen. Ich hab schon einige Anti-Kriegs-Filme geschaut, und "Taegukgi" gehört zweifellos zu den mit Abstand Besten. Hier stimmt von vorne bis hinten einfach alles. Allein die musikalische Untermalung und die teilweise fantastischen Kameraeinstellungen machen den Film äußerlich zum Genuss. Die dramatische Entwicklung der Verbindung der beiden Brüder und die Verrohung des älteren der beiden führen diesen Genuss dann auch inhaltlich fort. Ich hatte auch von Anfang an Pipi innen Augen. Großartiger Film, der weder zu brutal noch zu verharmlosend einen kritischen Blick auf die Wirkung von Propaganda und ihre Mitläufer wirft. Zu keinem Zeitpunkt wurde im Film erklärt, warum es überhaupt zum Krieg gekommen ist. So lässt sich das Ganze problemlos auf jeden Konflikt, egal ob in Deutschland, dem Nahen Osten oder sonstwo auf der Welt, übertragen. Besonders gut herausgestellt: Der Umstand, dass man irgendwann gar nicht mehr weiß, gegen wen man überhaupt kämpft. Gut und Böse verschmelzen von Tag zu Tag immer mehr.

Ein absolut grandioser Film, der sich vor keinem europäischen oder amerikanischen Genrerivalen fürchten braucht.
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