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Namu Die CineGLobe Perle

Anmeldedatum: 21.09.2006 Beiträge: 4981
Wohnort: Oferdingen
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Verfasst am: Di März 13, 2007 21:21 Titel: Tazza: The High Rollers |
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Tajja
타짜
aka Tazza: The High Rollers
aka War of Flower
Südkorea 2006
Regie: Choi Dong-hoon
Kamera: Choi Young-hwan
Musik: Jang Young-gyu
Drehbuch: Choi Dong-hoon, Hur Young-man und Kim Se-young (Manhwa)
DarstellerInnen: Jo Seung-woo, Kim Hye-soo, Baek Yoon-shik, Yu Hae-jin, Kim Sang-ho, Lee Soo-kyeong, Kim Jeong-nan
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„Freunde fürs Leben gibt es nicht und Feinde fürs Leben auch nicht.“
Da Kim Gu-ni seine gesamten Ersparnisse beim Kartenspiel verloren hat, klaut er das gesamte Geld seiner Schwester, um sein Geld zurückzugewinnen. Natürlich geht das nicht gut und langsam wird Go-ni klar, daß er es außerdem auch noch mit Falschspielern zu tun hat. Go-ni schwört Rache und überredet Pyeong Kyeong-jang, einen älteren „Meister“-Falschspieler ihn in diesem Metier zu unterweisen. Über Herrn Pyeong lernt Gu-ni Madame Jung kennen, eine Dame, die reiche Fische zum Ausnehmen an Land zieht. Gu-ni arbeitet eine Weile mit ihr zusammen, aber schon bald treten Ereignisse ein, die ihn dazu zwingen, seine Geschicklichkeit und seinen Grips gegen den berüchtigten Spieler Agween einzusetzen.
„Tazza: The High Rollers“ basiert auf dem Manhwa (Comic) „Tajja“, was so viel bedeutet wie Falschspieler. Es ist einer der ersten koreanischen Film, die in diesem Milieu spielen. Das Kartenspiel, um das es geht, heißt Hwatoo, oder auch Blumenkrieg nach den Blumenmotiven auf der Karte.
Der Film ist in 10 Kapitel eingeteilt, von denen jedes ein Motto behandelt, das man beachten sollte, um ein guter „Tajja“ zu werden. Die Kapitelabfolge läuft nicht chronologisch ab, sondern eher nach dem Spannungsgrad. Ziemlich nah an die Abfolge würde man kommen, wenn man sagen würde, daß der Film in der Mitte anfängt, dann Mitte und Anfang abarbeitet und schließlich mehr oder weniger chronologisch die Handlung von der Mitte bis zum Ende erzählt. Das Ganze ist dann noch einmal in einen Monolog Madame Jungs über Gu-ni eingebettet.
Die stückchenweise erfolgende Eingabe von Informationen und einige doch überraschende Twists erhalten bis zum Ende des Films die Spannung.
„Tazza“ erinnert ein wenig an koreanische Gangsterfilme (Neuere mit Neo-Noir/Pulp-Noir Einfluß), den er enthält die typischen Elemente wie Rache, Verrat etc. und zeigt stellenweise den typischen schwarzen Humor sowie einige Szenen, die nicht für zarte Gemüter zu empfehlen sind. Leider übernimmt der Film aber auch ein, zwei Szenen aus diesen Filmen, die man doch schon zu oft gesehen hat.
Das tut dem Film aber keinen Abbruch und es gibt auch einen grundlegende Unterschied zu typischen Gangsterfilmen des Landes: die Tajja arbeiten nicht in großen Organisationen, sondern höchstens mit wenigen Partnern und leben lieber nach der „Jeder für sich allein“ – Devise.
Als Auswirkung kreist Tajja nur um wenige Personen, aber diese werden sehr genau vorgestellt und zwar so, daß man ihre Charakter kennenlernt, aber nur Andeutungen ihrer Vergangeheit erfährt. Die Charaktere wirken dadurch sehr interessant. Und auch ihre Darstellung erfolgt auf hohem schauspielerischem Niveau. Die Hauptrolle wurde von Jo Seung-woo (Marathon, Raging Years, Chunhyang) verkörpert, der seine Wandelbarkeit unter Beweis stellte und in eine für ihn neue Rolle als charmanter Schwindler schlüpfte. Kim Hye-su (YMCA Baseball Team), war eine sehr überzeugende Madam Jung und Baek Yoon-shik (Save the Green Planet), der auch schon in Regisseur Choi Dong-hoons letztem Film „The Big Swindle“ spielte, mimte Meisterfalschspieler Pyeong auf so väterliche Weise, daß man die Verbindung zwischen ihm und Gu-ni leicht nachvollziehen konnte. Zu guter Letzt wäre da auch noch Yu Hae-jin zu erwähnen, dem man hoch anrechnen sollte, daß er den Comic Relief Part in Gestalt von Gu-nis Partner Kwang-ryeol spielte ohne dabei nervend, sondern eher sympathisch zu wirken.
Zu den negativen Seiten des Films gehören einige der spärlichen Special Effects, die etwas schlecht umgesetzt waren, jedoch den Film nicht wirklich beeinträchtigten.
Die Szenen, in denen Hwatoo gespielt wird, sollen sehr realistisch umgesetzt sein und es wurde für den Film wohl auch sehr viel Recherche im Spieler-Milieu betrieben.
Wenn ihr die Möglichkeit habt „Tazza: The High Rollers“ zu sehen, laßt Euch diese Chance nicht entgehen!
Ich war bis fast zum Ende gespannt und wie gesagt: Es ist immer schön bei asiatischen Filmen, daß man nicht weiß, wer am Ende übrig sein wird...
Um den Film zu verstehen, ist es nicht nötig, zu wissen, wie man Hwatoo spielt.
Korea 2-Disc Special Edition
CJ Entertainment
R3 / NTSC
Erstpressung im Digipack
Laufzeit laut Cover: 140 min
Bild: 2.35:1 anamorphic widescreen
Ton: Koreanisch DD 5.1
Untertitel: Koreanisch, Englisch
Extras: Audiokommentar, Making Of, Manhwa vs Film, Comicumsetzung, Deleted & Alternate Scenes, Trailer, Interviews, Behind the Scenes, Hwatoo
Die englischen Untertitel sind verständlich, auch wenn ich da schon Besseres aus Korea erlebt habe. Ein bißchen verwirrend war es, daß die Übersetzungen der Kapitelüberschriften mitten in die Dialoge eingeschoben wurden.
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Namu Die CineGLobe Perle

Anmeldedatum: 21.09.2006 Beiträge: 4981
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Verfasst am: Di Mai 08, 2007 07:46 Titel: |
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Von Tazza wird es wohl ein Sequel geben, das auf dem vierten Band der Manhwaserie beruhen soll. Regie wird Jang Jun-hwan (Save the Green Planet) führen und die Handlung wird sich auf den Philippinen und in den Staaten abspielen.
Die Charaktere aus Tazza werden im Sequel aber nicht mehr vorkommen, da jeder Band des Manhwas eine eigene Geschichte rund ums Kartenspielen erzählt.
Außerdem wird es im zweiten Teil um Poker gehen. |
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