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yun CineMaster


Anmeldedatum: 28.03.2008 Beiträge: 2262
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Verfasst am: Do Okt 01, 2009 13:52 Titel: The Bad Sleep Well |
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The Bad Sleep Well
(Japan 1960)
Regie: Akira Kurosawa
Drehbuch: Shinobu Hashimoto, Eijiro Hisaita, Ryuzo Kikushima, Akira Kurosawa und Hideo Oguni
Musik: Masaru Sato
DarstellerInnen: Toshiro Mifune, Masayuki Mori, Kyoko Kagawa, Takashi Shimura, Ko Nishimura
Es geht um Korruption und Bestechung im großen Stil, um Macht und Einfluss einer großen Firma, um Verbindungen, die bis in die Spitzen der Politik hineinreichen. Um ein nach Außen hin undurchschaubares, abgeschottetes System von Abhängigkeiten, welches bei Gefahr ohne zu zögern bereit ist, mittlere Chargen der Befehlshierarchie zu opfern, damit die oberen Etagen in ihrem Sein unangetastet und aus den Schlagzeilen der Medien und dem Einflussbereich der Justiz bleiben.
Koichi Nishi (Toshiro Mifune) versucht dieses System von Innen heraus zum Einsturz zu bringen, nicht aus Idealismus oder einem hehren Gerechtigkeitssinn heraus, sondern um den den Tod seines Vaters zu rächen, welcher einer der Männer der mittleren Befehlshierarchie der Firma war, die man gezwungen hatte sich zum Wohl der Firma zu opfern, indem man ihn in den Selbstmord trieb.
Da Nishi das uneheliche und vor seiner Frau verheimlichte Kind seines Vaters ist, kennt ihn niemand und ihm gelingt es in die Firma seines Vaters einzutreten und nach Jahren harter und verbissener Arbeit, es schließlich bis zum Sekretär und Schwiegersohn des Vizepräsidenten zu bringen.
Aus dieser Position heraus versucht er die Verantwortlichen am Tod seines Vaters zur Rechenschaft zu ziehen. Polizei, Staatsanwaltschaft und die Presse erhalten Insidertipps und niemand aus der Firma scheint ihn deswegen zu verdächtigen.
Doch nach großen anfänglichen Erfolgen scheitert er schließlich, da er sich weigert, seinen einmal eingeschlagenen Weg wirklich bis zur letzten Konsequenz zu Ende zu gehen, um nicht einen Rest an Menschlichkeit zu verlieren. Eine Schwäche, die die Gegenseite nicht kennt und die ihm auch alles kosten wird.
Am Ende gerät das System aus Korruption und Bestechung kaum ins Wanken und alles geht weiter wie gewohnt.
Alles beginnt mit Nishis Hochzeit …
Der Bräutigam Koichi Nishi (Toshiro Mifune).
Die Hochzeit wird gefeiert und alle sind guter Laune.
Eine Torte wird hinein gebracht. Niemand weiß, von wem sie stammt.
Die Torte stellt das Hauptverwaltungsgebäude der Firma dar und eine rote Rose markiert ein Fenster, ein ganz bestimmtes Fenster.
Ein Manager der Firma versteht sofort die Anspielung (Ko Nishimura links von Tishiro Mifune) und wird blass …
Die unausgesprochene Drohung ist nicht zu übersehen.
Ein weiterer Manager (Takashi Shimura) der Firma bekommt es mit der Angst zu tun.
Der Vizepräsident (Masayuki Mori) versucht das Gesicht zu wahren.
Dies und Das.
Das pessimistische Ende des Filmes kam beim damaligen japanischen Publikum nicht so gut an. Vielleicht weil der Film einer möglichen Realität zu nahe kam. Kein strahlender Held blieb am Ende übrig, sondern nur ein Mensch, der wirklich sein Bestes gab und mit großen Geschick und Einfallsreichtum vorging, um die einzelnen Protagonisten gegeneinander auszuspielen, der als Einzelner aber keine Chance gegen das System hatte.
Wie konnte der Sekretär Nishi der Schwiegersohn des Vizepräsidenten der Firma werden? Dessen Tochter litt unter einer leichten Behinderung, was zu jener Zeit in Japan einen großen Makel darstellte, sehr wahrscheinlich hätte sie gar keinen anderen Mann als Nishi kennen lernen können.
Das Cover der obigen DVD zeigt das Hauptverwaltungsgebäude der Firma und das rote Kreuz markiert das Fenster des Büros, aus dem sich Nishis Vater stürzte.
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