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The Bird People in China

 
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Namu
Die CineGLobe Perle


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BeitragVerfasst am: Do Jan 04, 2007 21:52    Titel: The Bird People in China




Chûgoku no chôjin
aka The Bird People in China
Japan 1998


Regie: Miike Takashi
Kamera: Yamamoto Hideo
Musik: Endô Kôji
Darsteller: Motoki Masahiro, Ishibashi Renji



„Man kann die Zukunft nicht einfach aufhalten.“


Der junge Wada-san soll für seine Firma in ein kleines chinesisches Dorf reisen, um die dortigen Jadevorkommen auf ihre Rentabilität zu prüfen.
Kaum in China angekommen drängt sich ihm der Yakuza Ujiie auf, der die finanziellen Transaktionen von Wadas Firma im Auge behalten soll. Leider stellt es sich für die beiden bald heraus, daß sich ihr Bestimmungsort irgendwo in der „Pampa“ sind und es nicht gerade das einfachste in der Welt ist dort hinzugelangen.
Auf ihrer Odyssey erfahren sie von der Legende der „Vogelmenschen“, einem Volk, das in der Lage war zu fliegen. Je mehr sie sich ihrem Ziel nähern, desto mehr häufen sich die Hinweise auf diese Legende. Als sie im Dorf schließlich auf ein Mädchen treffen, daß eine Art Flugschule betreibt, sind Wadas und Ujiies Auftrag vergessen. Die beiden ungleichen Reisegefährten wollen das Geheimnis um die Vogelmenschen lüften.





Der Titel „The Birdpeople in China“ läßt einen vermuten, daß es in dem Film hauptsächlich umd die Legende der Vogelmenschen geht. Das ist aber nicht der Fall, denn die erste Stunde befaßt sich fast ausschließlich mit Wadas und Ujiies Reise zu den Jadevorkommen. Der Film hat dabei Ähnlichkeit mit einem Roadmovie, denn es ist nicht nur so, daß Wada und Ujiie nicht gerade die besten Freunde sind, sondern die beiden geraten auch in allerlei seltsame, zum Teil auch lustige Situationen.
Je weiter die beiden sich dabei von der Zivilisation entfernen, desto mehr ändert sich auch der Stil des Films. Landschaftsaufnahmen kommen hinzu und überhaupt tritt das Visuelle mehr in den Vordergrund. Auch die Personen werden immer skurriler und wirken der Realität leicht entrückt.
In den meisten Kritiken ist zu lesen, daß es in dem Film um den Traum vom Fliegen und damit auch um den Traum von Freiheit geht.
Ich muß zugeben, daß ich das nicht so gesehen habe. Für mich ging es in dem Fim übertragenerweise um Verstand und Gefühl. Anders gesagt, für mich beschreibt der Film den modernen Mensch, bei dem in erster Linie der Verstand im Mittelpunkt steht und bei dem das Emotionale und Unterbewußte vernachläßigt wird. Beides sehe ich auch in den Charakteren. Wada ist der verkopfte Mensch, der versucht die Vogelmenschlegende zu analysieren und der am Anfang des Films sagt, er habe selbst als Kind nie vom Fliegen geträumt. Ujiie hingegen ist der emotionale Typ, der die Sache mit dem Fliegen einfach annimmt.
Dargestellt wurden Wada und Ujiie von Motoki Masahiro und Ishibashi Renji, von denen mir vor allem letzterer sehr gut als heruntergekommener Yakuza gefallen hat.
Der Film ist ab der zweiten Hälfte farblich überwiegend in grün gehalten. (Sieht man auch an den Screenies! Wink )





„The Bird People in China“ ist kein typischer Miike-Film. Er provoziert nicht. Das heißt, man kann ihn auch mit Leuten sehen, die sich sonst eher von seinen Filmen abschrecken lassen.
Leider muß ich aber mal wieder darauf hinweisen, daß auch The Bird People in China einer dieser ruhigen, langsamen Filme ist. Ausserdem noch sehr lang dazu. Man sollte wirklich vor dem Anschauen wissen, ob man so etwas mag oder nicht.





DVD
afn
FSK 12
Laufzeit laut Coverangabe: 118 min
Bild: 1.85:1 LB
Ton: Deutsch DD 2.0; Japanisch DD 2.0
Untertitel: Deutsch
Extras: Keine


Die deutsche Synchronisation ist nicht empfehlenswert, besser in OmU sehen. Die DVD als solche ist auch nicht besonders gut: das Bild ist absolut mies. Allerding soll das wohl mit allen DVD-Veröffentlichungen dieses Films sein, also muß man es wohl so hinnehmen. Schade!



Weitere Filme von Miike Takashi bei Cineglobe:
Audition
Sukiyaki Western Django



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