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Kittie CineMaster


Anmeldedatum: 20.09.2006 Beiträge: 932
Wohnort: Gegenerde
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Verfasst am: Sa Jan 05, 2008 16:55 Titel: The Blair Witch Project |
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Regie: Daniel Myrick, Eduardo Sanchez
Darsteller: Heather Donahue, Joshua Leonard, Michael Williams
Story:
Im Oktober 1984 begeben sich die drei Studenten Heather Donahue, Joshua Leonard
und Michael Williams in den Wald in der Nähe von Burkittsville, Maryland, um einen
Dokumentarfilm über die Hexe von Blair zu drehen.
Sie wurden nie wieder gesehen... aber ein Jahr später taucht ihr Filmmaterial auf.
Dieses zeigt die letzten Tage der drei Studenten und die merkwürdigen Geschehnissen
im Wald.
Meinung:
Ich wollte es mir eigentlich fürs Ende aufheben, aber ich schreibe es lieber jetzt
gleich. Daher auch an Alle, die sich das Mystische um diesen Film nicht kaputt
machen wollen, sollten hier lieber nicht weiter lesen, denn...
... es ist nur ein Film! Die drei Studenten hier sind nie verschwunden. Alles auf dem
Filmmaterial ist gestellt. Aber dafür feierte dieser Film einen riesigen Erfolg an den
Kinokassen.
Das Filmmaterial zeigt die Vorbereitungen, Befragungen von diversen Personen zu
der Hexe von Blair, Ausschnitte der eigentlichen Dokumentation, Aufnahmen vom
Wald und eben die seltsamen Geschehnissen im Wald.
Was dort im Wald passiert ist wirklich umheimlich - also ich persönlich möchte sowas
nicht selber erleben - und die Spannung ist sehr hoch und sie kann sich halten und
das obwohl hier mit den einfachsten Mitteln gearbeitet wurde. Man nehme eine
Gruselgeschichte, seltsame Geräusche mitten in der Nacht, dazu fast allein im
dunklen fremden Wald, Schreie und Gekicher von Kindern, die eigentlich nicht da sein
sollten. Von all dem bekommt man nie etwas zu sehen, aber dennoch kommt keine
Langeweile auf - nur noch mehr Spannung.
Dazu kommt auch noch, dass man stellenweise gar nichts sieht, das Bild bleibt
schwarz und man hört nur Geräusche und das ist nicht sehr angenehm. Es hat auch
seinen Grund, dass man manchmal nichts sieht, denn der Film besteht eben nur aus
den gefundenen Aufnahmen. Am meisten hat Heather gefilmt und man sieht nur was
sie uns mit der Kamara zeigt. So bekommt man auch das Gefühl mittendrin zu sein.
Ich denke auch, dass Jeder irgendwie die verwackelten Blair-Witch-Aufnahmen
kennt. Wenn nicht dann kann man sich diese Aufnahmen vorstellen wie die
Aufnahmen, die die Hobbyfilmer immer bei Jugendweihen oder Hochzeiten anfertigen
oder die peinlichen Aufnahmen aus der eigenen Kindheit - teilweise unscharf, eben
verwackelt und manchmal sind die Personen auch nur halb drauf.
Da es nicht nur Aufnahmen zur Dokumentation gibt, lernt man auch ein wenig unsere
Darsteller kennen. Man erfährt nie wirklich viel über sie, aber dennoch kann man sich
gut in ihre Lage verstetzen und mitfühlen, denn wer möchte sich schon freiwillig im
Wald verlaufen und Dinge erleben, die man sich selber nicht erklären kann. Man
versteht sie und kann auch nachvollziehen warum sie so handeln und ich muss die
Darsteller mal loben, denn sie sind wirklich überzeugend und dies trägt wohl auch
heute noch dazu bei, dass Viele denken dieser Film wäre "echt".
Das der Film "echt" sein soll wird auch schön dadurch unterstützt, dass keine Musik
im Film verwendet wird. Später tauchte zwar der Soundtrack zum Film auf, was recht
seltsam ist, aber man soll eine Musikkassette im Auto gefunden haben und daher
kommt dieser Soundtrack.
"The Blair Witch Project" ist auch einer der Horrorfilme, der zeigt das ein Horrorfilm
auch ohne massenhaft Blut und graphischer Gewalt sehr gut auskommt! Es werden
zwar über recht grausame Dinge im Film gesprochen, aber es wird nichts davon
gezeigt. Ausser in einer kleinen Szene mit dem Holzbündel - wo ich bis heute noch
nicht genau erkenne was in diesem Bündel drin sein soll.
Da ich mich dem Ende von diesem Review nähere, gehe ich auch noch mal kurz auf
das Ende - ohne viel zu verraten - ein. Es lässt einige Fragen offen, sehr viele
Fragen, aber das ist gut, denn das dürfte für Diskussionen sorgen und es lässt einem
den Film nicht so schnell vergessen.
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Trinus CineExpert


Anmeldedatum: 09.08.2007 Beiträge: 132
Wohnort: Heiligenhafen
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Verfasst am: Sa Jan 05, 2008 18:12 Titel: |
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...da muss ich den Film doch glatt mal wieder gucken, danke Kittie
"The Blair Witch Project" gehört auch zu meinen Lieblingsfilmen. Hier wurde mit kleinstem Budget eine Athmosphäre und eine dichte, bedrückende Stimmung geschaffen, wie sie nur selten zu finden ist. Das völlige Fehlen von Musik hat auch schon Alfred Hitchcock in "The Birds" eingesetzt, was auch dort die Stimmung sehr schön unterstützt. Als "echt" hab ich den Film allerdings nie empfunden, hatte vorher oder kurz nachher schon was von den Dreharbeiten gelesen. So sollen die drei Schauspieler wirklich nachts sich selbst überlassen gewesen sein, während das Produktionsteam für Gruselgeräusche sorgte... keine Ahnung obs stimmt  _________________ "Ich hatte keine Zeit, es maßstabsgetreu aufzubauen..."  |
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