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The Dark Knight

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Crenshaw
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BeitragVerfasst am: Do Aug 21, 2008 00:33    Titel: The Dark Knight

hi leute,

ich bin jetzt zu müde, um hier in aller breite zu berichten - aber ich habe den film schon gesehen und möchte euch eins nicht vorenthalten :

es ist sowohl ein riesiger, schneller und krachender sommer-blockbuster als auch ein teils unbequemer weil unangenehm aktueller und kritischer film - ich stellte mir teilweise die frage, wie Warner Bros. so einen director movie überhaupt durchlassen konnte, ohne ihm mehr mainstream-stempel aufzudrücken.

Shocked Shocked Shocked Shocked Shocked

5 von 5 punkten

ich komme grade aus dem kino und bin noch fast vollkommen fasziniert, weil ich solch einen umgang mit superhelden im grossen kino nicht gewohnt bin.
alle comic-filme der letzten jahre (sowohl der schnelle "Spider-Man", der leicht melancholische "Superman Returns" als auch blödsinn wie "Fantastic Four" und "Ghost Rider") schliddern auf einer sehr seichten unterhaltungsebene und haben nur wenig bezug zu aktuellen tagespolitischen themen. sie alle laufen nach schema F ab und sind sowohl vorhersehbar als auch langweilig, selbst in ihren 86min screentime.

DK macht fast alles anders. und eigentlich wirklich alles richtig, wie es sich für einen ordentlich inszenierten, spannenden, und leicht nachdenklich stimmenden film gehört.

mehr dazu später.

ich kann aber schon jetzt eine uneingeschränkte empfehlung für alle user im forum aussprechen. unsere kritischen user wie Namu, Auda und plam werden dem streifen vermutlich sogar noch mehr abgewinnen können, ich bin auf ihre einschätzung sehr gespannt.

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Nomak
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BeitragVerfasst am: Do Aug 21, 2008 08:59    Titel:

Hab ihn mir gestern auch angesehen und bin auch sehr angetan. Heath Ledger macht einem teilweise tatsächlich Angst - man könnte meinen es war nicht er der hier gespielt hat.

Mein höchster Respekt gilt übrigens auch der Synchronstimme vom Joker. Perfekt gelungen. Bin zwar schon gespannt auf das Original, dann auf DVD, aber ich war wirklich begeistert.

Nun eine Frage die nur für jene bestimmt ist die den Film schon kennen und bitte auch mit Spoiler antworten:
Spoiler:
Ich denke ein dritter Teil ist so gut wie fix Aufgrund der Einspielergebnisse. Aber wie soll es weitergehen? Joker lebt und Two Face stirbt. Hätte fest damit gerechnet das Two Face der nächste Gegenspieler wird. Wer soll den Joker spielen beim nächsten Teil. Fände es nicht so toll wenn der einfach weggelassen werden würde. Übrigens wart ihr auch so schockiert über den ersten Anblick von Two Face.
Leider hab ich aus einem andren Post, weiss nicht mehr wo ich das gelesen hab, gewusst das aus Harvey Dent Two Face werden wird was mich dann etwas geärgert hat. Klar für Comicfans ist das nichts neues, für mich wäre es das aber gewesen.

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plam
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BeitragVerfasst am: Do Aug 21, 2008 09:06    Titel:

@Nomak:

Alle Deine Fragen kann ich Dir nicht beantworten, wohl aber den ersten Teil. Ich denke dafür braucht es keinen Spoiler:

Christian Bale hat in einem Interview bestätigt, dass er schon vor "Batman Begins" für insgesamt drei Filme unterschrieben hat. Soweit ich dies mitbekommen habe, gilt dies auch für den Großteil der Crew. Einzig Christopher Nolan hat nur für zwei Filme unterschrieben. Und es bleibt zu hoffen, so wünscht es sich auch Bale, dass er im Falle eines dritten Batman-Films, erneut im Regiestuhl Platz nimmt. Da er allerdings inzwischen zum wohl interessantesten und talentiertesten Regisseur unserer Zeit geworden ist, bleibt abzuwarten, ob dies auch klappen wird. Denn Aufträge dürfte er nun erst recht mehr als genug bekommen.
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FoxSpitzer
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BeitragVerfasst am: Do Aug 21, 2008 09:21    Titel:

So ich war gestern auch in der Vorpremiere!
Der Saal war ausverkauft bis auf die 4 Vorderen Ränge! Wink

Zum Film an sich!

Ich war geflasht von der ersten bis zur letzen Minute 152 min. um genau zu sein!
Die Einführung des Jokers war wirklich sehr gelungen! Mit etwas Humor!

Die Story an sich war recht schön erzählt mit etwas Tiefgang! Für mich persönlich hat der Film erst wirklich angefangen als der Joker im Gefängnis war! Weil da hat man gesehen das er wirklich ein Wahnsinniger ist der die Welt einfach nur brennen sehn will *Zitat Alfred*! Und die ganzen Twistes und Wendungen und das er Batman eben würdig ist! Und mit nichts was bisher da gewesen vergleichbar ist!
Ich will hier nicht zu viel Spoilern darum halte ich mich noch etwas zurück wen sich alle hier ihn sich angesehen habe werde ich sicher noch mal was dazu schreiben!

Vom Ton her war er sehr gut schön abgemischt und da wurde wirklich überall darauf geachtet das es zur Stimmung passt! Ob wohl weiß nicht ob das nur am Kino lag oder ob das so gehört hat da war zwischen durch immer so ein Pfeifen oder Quietschen drinnen war das bei euch auch so?? Mal so ne frage nur!

Bild sehr schöne Bilder da hat man gesehen das Nolan sein Handwerk wirklich gut versteht und weiß was man wie machen muss.

Schauspieler muss ich sagen einfach nur die Top Leute aus Hollywood angefangen bei BALE der seine Sache hier auch wieder einsame Spitze macht!
Über Leadgers schauspielerische Leistung brauchen wir glaube ich gar nicht sprechen weil er hat Jack Nicholson an die wand gespielt und ich denke es wird auch nie wieder einen so guten Joker geben! Man hat ihm das Psychopatische wirklich abgekauft und wirkte nicht irgendwie aufgesetzt! Ich glaube ich spreche für so ziemlich alle dass es wirklich schade ist über diesen Schauspieler!
Ich muss auch sagen Gary Oldman, Michael Cain und Morgen Freeman waren wieder einsame Spitze wen auch nicht so gut wie die drei Haupt Charaktere!!
Aaron Eckhard hat auch sehr gut gespielt obwohl seine Rolle bis zu seinem Unfall Wink eher unbedeutend ist! Maggie Gyllenhaal muss ich auch sagen hat mir viel mehr gefallen als Katie Holmes und ich glaube das war auch gut für den Film das sie Maggie gecastet haben!

So alles in allem muss ich sagen das war das Kino Highlight für mich dieses Jahr!
Eine glatte 10/10


Und nur für alle die sich hier so durchlesen schaut euch den Film an es lohnt sich wirklich!

So noch ein paar Worte zu Heath Ledger (1979-2008 R.I.P.)
Es werden sicher viele sagen der erfolg von DK ist nur durch den Tod von Ledger zu erklären! Das seine Rolle da Überbewertet ist durch seinen Tod! Aber ich muss sagen diese Leute irren sich und sie müssen sich den Film ansehen dass man auch versteht dass der erfolg nichts mit dem Tod von ihm zu tun hat
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FrEaKnoT
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BeitragVerfasst am: Do Aug 21, 2008 12:59    Titel:

Man sollte nicht vergessen dass erst Nolans Interpretation der Rolle des Jokers und die Scriptschreiber Ledgers Performance möglich gemacht haben...

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Mehr als 1200 Kurzkritiken und einige Specials zu Filmen aller Genres und Zeiten:
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Crenshaw
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BeitragVerfasst am: Do Aug 21, 2008 13:37    Titel:

die skriptschreiber...naja, ganz so viele sind es nicht gewesen...Chris und Jonathan Nolan---die REIN GAR NICHTS mit den comics am hut haben und de es trotzdem geschafft haben, sehr viele glänzende kleine details aus dem Batman-universum NAHTLOS in den film zu integrieren ! ...ganz zu schweigen von einem tiefgründigen und spannenden drehbuch überhaupt ! Shocked
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GAMBIT
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BeitragVerfasst am: Sa Aug 23, 2008 01:27    Titel:

Batman- Dark Knight

Damals als Batman Begins beginn in die Kino kam wollte ich ihn nicht sehen zu sehr wahren mir noch die knallbunten Batman Filme davor in Erinnerung. Wie auch immer ich wurde überredet und meine niedrigen Erwartungen wurden haushoch übertroffen – ich war begeistert aus mehreren Faktoren. Der Film hat teilweise Dinge vollbracht die das Comic selbst nicht hinbekommen haben.

Nun kam Dark Knight – mit dem Joker – was ich als sehr gewagt von Christopher Nolan empfand, denn somit musste sich sein Film unweigerlich mit den besten Batman-Film und einen der größten Kultfilme überhaupt messen. Ich blieb skeptisch, aber dachte auch: „Wer so was feines wie Batman Begins hinbekommen hat wird das schon schaukeln“.

Die Presse und sämtliche Kritiker loben den Film als das Meisterwerk schlechthin, die Lobeshymnen nehmen kein Ende und der Film wird in den Himmel gelobt – das der Braten doch nur stinken kann, weil es gibt keinen Film der allen gefallen kann und perfekt ist (Ausnahmen bestätigen die Regel) – es wird fast vorgeschrieben – der Film ist gut und wenn man das nicht so sieht hat man keine Ahnung von Film. Ein bisschen heuchlerisch ist das schon gerade bei so einen so mäßigen bis schlechten Film wie:

Dark Knight

Der Film überzieht einen mit unglaublich belanglosen Geschwafel, den man so schon tausendmal in Hollywood gehört hat und gibt sich immer wieder den elenden Pathos hin. Hier und dort trieft es teilweise auch nur so vor Kitsch. Das führt auch dazu das der Film sich unglaublich zieht und sich immer wieder kleine Längen ergeben die zum einschlafen verleiten. Die Erzählweise ist weder ideenreich noch interessant so wie bei Batman Begins und von Tim Burton`s Batman ist so oder kaum ein Vergleich möglich – besonders was den Joker angeht. Die Interpretation des Joker ist hier eine andere wie bei Tim Burton`s Batman, eine wie es sie auch im Comic gibt, aber sie wurde im Film wieder mal nicht konsequent genug umgesetzt, der Joker hier ist eine verklärte weichspülerversion des Chaos und Wahnsinns, - viel zu simpel viel zu billig dargestellt und vor allem wieder mal amerikanisch typisch endmystifiziert. Heath Ledger der so hoch gelobt worden ist stinkt im direkten Vergleich gegen einen Jack Nicholson gewaltig ab, dass er besseres kann hat er in Brokeback Mountain bewiesen. Er spielt nicht schlecht aber er nervt und dieser blöde rumschmatzende Joker ging mir eher auf den Senkel – der Wahnsinn den man darstellen wollte kaufte man nicht ab, er war zu wenig subtil zu billig Inszeniert. Die Charakterisierung im Drehbuch von Joker ist hier total in die Hose gegangen … die anderen Charaktere sind hier aber auch nicht all zu besonders. Es fehlt den Film durch und durch an richtiger Konsequenz.
Auch die Actionszenen kann man getrost in die Mülltonne werfen, diese wahren schon in Batman Begins Mist aber hier war wenigstens die Geschichte fesselnd, - man erkennt wieder kaum was und es ist viel zu hastig.

Mögen die Medien den Film hochjubeln – mir gefiel es nicht und vielen meiner Freunde auch nicht die mit im Kino wahren und anderen Batman-Fans ebenso wenig.

Ich schau mir lieber noch mal Tim Burton`s Batman an und hab da meinen Spaß.

5/10
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Meine Rechtschreibfehler sind nicht urheberrechtlich geschützt und dürfen übernommen werden.

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Dari
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BeitragVerfasst am: Sa Aug 23, 2008 11:34    Titel:

ging mir eigentlich anders...nachdem ich nun Nolans Batman-Filme kenne, will ich nie wieder einen Burton-Batman geschweige denn einen Schumacher-Batman sehen.Wink

Nolan hat Batman modern gemacht, ihn in die heutige Problematik genial integriert in Zeiten wo so viele Leute Angst vor Terroristen haben, die vor nichts zurückschrecken. Joker ist in meinen Augen der genialste Schurke, den ich jemals vor der Leinwand erleben durfte. Klar haben die Brüder Nolan ihn kreiert aber Ledger hat ihn erschaffen und ihn mit soviel Tiefe und Wahnsinn gefüllt wie es wohl kein Zweiter geschafft hätte!
Unberechenbar, hochintelligent, wahnsinnig! Man könnte seitenweise Interpretationen über diesen Film schreiben aber was mir aufgefallen ist, ist, dass Joker eigentlich durch Batman erst erschaffen wurde. Batman hat das Böse in Gotham nur noch mehr heraufbeschworen und obwohl wir nichts über Joker Vergangenheit wissen, so kann man sich trotzdem denken, dass er indirekt ein Produkt des Kampfes gegen das Böse ist. Er ist jemand, der sich nicht für Geld, Macht, oder ähnliches interessiert. Und damit nimmt er unter den Schurken auch eine Sonderstellung ein. "Manche Menschen wollen die Welt einfach brennen sehen"
Das trifft es auf den Punkt! Jokers Sätze könnte man reihenweise auf T-Shirts drucken! Very Happy Man kommt sich selbst böse vor, wenn man teilweise über seine Witze lacht und sich freut was für eine Antwort ihm wieder eingefallen ist.
Er will eigentlich den guten und den bösen Menschen nur zeigen wie schwach sie alle eigentlich sind weil sie einen Plan haben! Er HAT keinen Plan und das macht ihn so gefährlich! Niemand weiß was er als nächstes tut und er braucht keine Zauberkräfte, kein Geld, keine Waffen! Nur sich selbst und seine Intelligenz haben ihn soweit gebracht, dass er die Stadt pausenlos in Atem hält. Er scheint ein Riesenspiel zu spielen mit den Guten und mit den Bösen gleichermaßen und es macht ihm auch noch Spaß! Er hat Anerkennung für diejenigen, die es mal schaffen ihm auf Augenhöhe zu begegnen. Und sein Lieblingsgegner ist natürlich Batman! Ihn lässt er an seinen perversen Spielchen teilhaben und natürlich will er ihm auch beweisen, dass sich man sich nicht durch Gutes tun gegen das Böse durchsetzen kann! Er will ihn dazu zwingen selbst böse zu sein und das Böse mit Bösem zu bekämpfen! Diesen Kampf löst er in Batman aus und der Joker weiß auch ganz genau wie er das tut und welche Mittel er dazu einsetzen muss. Tragisch ist, dass das was er bei Batman nicht schafft, sich bei Harvey Dent vollzieht! Der weiße Ritter Gothams, der die Stadt entgültig reinigen sollte, auf dem alle Hoffnungen ruhten...gerade der wird zu Two-Face!
Joker weiß, dass jeder Mensch tief im Inneren eigentlich böse ist und das will er ans Tageslicht bringen. Dafür denkt er sich fiese Spielchen aus...diejenigen die den Film kennen wissen, was ich meine... Wink

Ich kann eigentlich nicht verstehen wie jemand mit diesem Film nicht zufrieden sein kann, ich war jedenfalls begeistert! Aber mir ist klar, dass kein Film der Welt nur Fans hat, Kritiker gibt es immer und da diesmal kein richtiger Kritiker Schwachpunkte im Film findet schreien manche umso lauter aber das ist ja auch ok! Jeder bildet sich seine Meinung und ich schließe mich den 95% an, die sagen, dass TDK DER Film des Jahres ist und dass Ledger für seine Rolle den Oscar hoch verdient hat.

Die Action ist doch auch allererste Sahne...weiß gar nicht was es daran auszusetzen gäbe...vielleicht fehlt dem Einen oder Anderen mehr CGI aber gerade das ist das Gute daran, das Nolan es, wo es möglich war weggelassen und durch Realität ersetzt hat! Das rechne man ihm hoch an in diesen Zeiten wo man mit Computern locker hier oder da aushelfen kann. Das lag sicher auch daran, dass er genug Budget hatte um die Szenen real zu drehen. Ich finde die Action ist auch keineswegs übertrieben oder unrealistisch. Fantasyelemente sucht man vergeblich und auch wenn die technischen Hilfsmittel von Batman ich sag mal "futuristisch modern" sind, dann muss man bedenken, dass das immer noch ein Batman-Film ist und das Batman ohne seine technischen Finessen nicht das wäre was er ist - es gehört einfach zu ihm.

Ich bin froh, dass Nolan keinen Zweifel daran gelassen hat, dass er sich intensiv um die Psyche der Figuren Gedanken gemacht hat. Fast jeder Haupt- und Nebendarsteller im Film erlebt den Druck der Veränderung der Psyche aufgrund der Handlungen und Ereignissen und es ist faszinierend zu sehen wie jede einzelne Rolle damit umgeht. Der unerschütterliche Haudegen Gordon, Rachel, die zwischen zwei Fronten steht, Batman, der im eigentlichen Sinne nicht der Held ist und eigentlich ja doch, Harvey Dent den Strahlemann, der Hoffnungsschimmer für eine gute Zukunft, und Joker, der die Bestätigung sucht, dass nur im Chaos die Menschen wirklich das sind was sie eigentlich sind - nämlich böse so wie er.

Man erwartet nicht unbedingt eine Fortsetzung. Die Geschichte könnte auch hier enden aber Potential gäbe es genug. Zu schade, dass Joker niemals durch einen anderen Schauspieler ersetzt werden kann. Eigentlich will man nach so einem Film nur noch mehr sehen und wenn Nolan wirklich noch einen 3.Teil dreht dann wird es eine Mission Impossible-Aufgabe werden diesen Topfilm noch einmal zu toppen. Einmal hat er es geschafft! Batman Begins ist nun nur noch ein einleitendes Prequel zu der eigentlichen Story, die rasant und mit 152 min über den Schirm "flattert". Wenn sein 3.Teil auch nur fast so gut wird wie der 2. dann ziehe ich allein dafür den Hut. Er hat ja selbst gesagt seine Motivation ist es, bei einer Serie den Nachfolger besser zu machen als den Vorgänger und das ist vielleicht einer der Gründe wieso er es sich gut überlegen wird noch ein weiteres Sequel zu drehen. Er wird sich fragen ob man ein Film, der mit hunderttausenden Stimmen sich wochenlang auf Platz 1 der IMDb-Top250-Liste gehalten hat noch toppen kann oder ob der Versuch nur in die Hose gehen kann. Wenn man sich seine Filme in chronologischer Reihenfolge ansieht, merkt man immer wieder eine Steigerung und es zeigt sich in TDK nun sein ganzes Potential was in ihm schlummerte. Er zeigte schon in seinen Independentmovies großes Kino und mit dem nötigen Budget ist er in der Lage den Drahtseilakt zu vollbringen die Kritiker, Fans und auch das Mainstream-Publikum zu begeistern!
Ich frage mich ob er auf dem Olymp seines Könnens angekommen ist oder ob er uns noch einmal vorführen wird, was großes, modernes Kino wirklich kann. Er definiert eine neue Messlatte für die anderen teils alteingesessenen Regisseure die sich an ihrem alten Erfolg laben aber keine neuen Akzente setzen. Spielberg, Lucas und wie sie alle heißen...
Damit will ich sie ja auch nicht schlechtmachen aber in meinen Augen ist ihre Zeit vorbei und es fängt langsam ein Generationswechsel an, in dem junge Regisseure sich auf der großen Leinwand behaupten.
Für mich war Richard Kelly auch mal so eine Hoffnung nach "Donnie Darko" aber anscheinend hat er sich in seinem tiefgründigen Denken etwas verirrt...(Southland Tales)
Nolan ist auch mein Lieblingsregisseur wegen seiner Konstanz! Er bringt eigentlich nie einen Flop raus und sucht sich seine Projekte sorgfältig aus.

So, das wars erstmal was ich dazu zu sagen habe...

Alles in allem: 18 von 10 möglichen Punkten für TDK Wink weil ich für BB 9 Punkte vergeben habe und TDK eigentlich doppelt so gut ist...
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Crenshaw
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BeitragVerfasst am: Sa Aug 23, 2008 14:06    Titel:

hi, hier kommt mein erster beitrag zum inhalt des films :



Zur Story :

Bruce Wayne, der prominente Multimillionär-Playboy und Vigilant im Fledermaus-Kostüm (Christian Bale), verteidigt seine Heimatstadt Gotham City gegen den wahnsinnigen Joker (Heath Ledger), der mit seiner Verbrecherbande Angst und Schrecken verbreitet. Ihm zur Seite steht der Staatsanwalt Harvey Dent (Aaron Eckhart), Commissioner Gordon (Gary Oldman), der versierte Technikexperte Lucius Fox (Morgan Freeman) und sein hilfreicher Butler Alfred ( Michael Caine). Das Geschehen spitzt sich zu, als der Joker Batman ultimativ dazu auffordert, seine Geheimidentität abzulegen, anderenfalls würde er tagtäglich Unschuldige umbringen, bis Batman nachgäbe. Mit seinem Arsenal an High-Tech-Waffen macht sich der Dunkle Ritter bereit, zurückzuschlagen, koste es, was es wolle;

Kritik :

Naturgemäß existiert dann bei der Vielzahl von Begeisterten auch eine Gruppe, die mit dem Ergebnis alles andere als zufrieden ist (dass man es allen nicht recht machen kann, wissen wir ja schon). Ja, zugegebenermaßen hat es ein wenig Flair, sich als kleine, andersdenkende Barrikaden-Fraktion zu behaupten, die tapfer gegen die korrumpierte Filmwelt ankämpft, weil der Rest ja so verblendet ist und mit den Wölfen heult. Hmmm, interessant … bei allen anderen Blockbustern wie dem unnützen "Indiana Jones IV", dem u.s.army-bejahenden "Transformers" und dem doofen "Spider-Man III" sah ich mich auf der Seite der Widerstandskämpfer, aber bei DK ist es nun anders und ich bin heilfroh darüber.



Entweder wird man zu den verblendeten Hype-DK-Anhängern gezählt oder zu den beschränkten Nostalgikern: ich sage, das ist mir zu eng.
Ich sehe mich einerseits nicht als sinnlos-verblendeter Massenkonsum-Zombie, auf der anderen Seite meine ich : ja, der Film ist gut, hat viel Substanz zu bieten und hat mir gefallen. Auch Peter Jacksons kongeniale LotR-Filme vermögen nicht den letzten Fan zu überzeugen, aber sie fallen in die Kategorie der ganz grossen Filme, die auch gleichzeitig Blockbuster wurden.

Ferner habe ich die ständigen Vergleiche mit Tim Burton satt. Interessanterweise vergleichen die Tim Burton-Fans Jack Nicholson auch nicht mit Cesar Romero und Danny DeVito nicht mit Burgess Meredith (wobei in meinen Augen Michelle Pfeiffer gegen Julie Newmar den kürzeren ziehen würde Very Happy ).



Wozu ? Wieso ? Weil es zwei komplett andere Filme aus unterschiedlichen Epochen sind, in denen jeweils andere Maßstäbe und Richtlinien gegolten haben. Sofern man sich nicht davon lösen, und einen Film als etwas eigenständiges aus der Jetzt-Zeit betrachten kann, empfinde ich es als zu eine zu eingeschränkte Sichtweise - obwohl der Tim Burton-Film für mich nach wie vor ein wunderbarer, weil dunkler und moderner Superhelden-Film ist.



In den 60ern kam es bei der Fernsehserie nur auf eine bunte und sorglos-kindergerechte-Unterhaltung an, in den 80ern zeichnete Burton ein sehr düsteres, gotisch-bizarres (und im zweiten Teil ein stark pessimistisches) Bild eines Großstadt-Molochs. Nun, 20 Jahre später, nach dem 11.September stehen für die westliche Gesellschaft, in der und für die Hollywood seine Produkte generiert, andere Fragen an der Tagesordnung - deswegen gibt es auch andere Filme. Anderenfalls könnte man auch überhaupt keine neuen Batman-Filme mehr machen, weil ...was ? Nur weil Jack Nicholson das Recht hat, den Joker zu spielen oder nur Tim Burton "Batman"-Filme machen darf ? Absurd. Aber genug davon.

Ich wünschte ich könnte DK in einen gesamtkulturell-soziologischen Kontext setzen, der dezidiert auf die Problematik des gesellschaftlichen Umfeldes hinweist, wie Auda und plam es immer sehr deutlich machen, aber ich kann es nur versuchen.

The Dark Knight ist ein brutal grossangelegter Film. Er nutzt seine ikonenhaft bekannte Titelfigur und ihr Universum, um Leute aller Altersklassen anzusprechen und entfaltet sodann ein Setting, in dem er die gesamte Stimmung der westlichen Hemisphäre mit all ihren Sorgen und Dilemmas widerspiegelt.

DK ist aber kein patriotischer Streifen a la "Under Siege - Der Ausnahmezustand" mit US-Soldaten, Trommelwirbeln und dem Geheimdienst, der arabische Terroristen bekämpft. Er tritt unter dem Deckmantel des Superheldenfilms auf, der die Popularität seiner Figur nutzt, um ein möglichst breites Publikum anzusprechen - mit der Frage des 11. Septembers :

Was ist die westliche Gesellschaft mit ihrem ideellen Konstrukt von Recht und Ordnung überhaupt wert, sobald Faktoren auftauchen, gegen deren enthropische Zerstörungskraft es keine adäquaten Gegenmittel gibt ?

Joker : "Do I really look like a guy with a plan? You know what I am? I'm a dog chasing cars. I wouldn't know what to do with one if I caught it! You know, I just, do things. The mob has plans, the cops have plans, Gordon's got plans. You know, they're schemers. Schemers trying to control their worlds. I'm not a schemer. I try to show the schemers how, pathetic, their attempts to control things really are."


Was ist angemessen, um diese Gestalten aufzuhalten ? Ist dies trotz der Einhaltung der eigenen Moralvorschriften möglich oder muss mit aller Härte nach dem ius talionis zurückgeschlagen werden, die eigene Totalabkehr vom System in Kauf nehmend ? Um welchen Preis können wir uns vor der Gewalt, dem Todestrieb schützen, die in jedem von uns instinktiv lodern ? Können wir es uns erlauben, in Zeiten von Krieg und Zerstörung noch menschlich zu bleiben ?



Durch diese Fragestellung gelingt übrigens eine sehr feine Charakterzeichnung, denn sie zeigt, dass der Joker im Kern nichts anderes ist als Batman und dass der letztere von der Gesellschaft genauso wenig geduldet wird und werden sollte – weil er sich mit seinen Mitteln außerhalb dieser bewegt und dies nicht akzeptiert werden kann. Batman ist im Prinzip genauso ein gesetzloser Terrorist wie der Joker, außer dass er mit seiner radikalen Art und seinen Superwaffen Kriminelle bekämpft, anstatt Krankenhäuser zu sprengen.



Der Joker repräsentiert das Chaos, das aus dem Nichts auftaucht und Tod und Vernichtung mit sich bringt, einfach so, ohne einen tatsächlichen Beweggrund zu haben. Er ist nicht hinter dem Geld her, es geht ihm nicht um Rache, nicht um Rivalität, auch nicht um Macht:
"I am an agent of chaos."

Batman steht für das anfangs schwächelnde aber schlußendlich unnachgiebige System, das sich in seiner krassen Kompromisslosigkeit bei der Bekämpfung von Bedrohungen steigert –und an Macht gewinnt. Mit diesem erlangt er jedoch auch die Erkenntnis, dass diese Macht ihm nur kurzfristig nützen wird, um mit seinem Widersacher fertig zu werden. Wohlüberlegt entzieht er sich der Verantwortung und ist nicht bereit, diese Macht weiter für sich in Anspruch zu nehmen.

Harvey Dent markiert den Menschen, der der Bedrohung durch das empor keimende, böse Chaos tragischerweise nicht gewachsen ist. Obwohl anfang noch integer und rechtschaffen, gelingt es ihm nicht, sein Menschendasein zu bewahren. Er gibt sich der Versuchung hin, wendet die Mittel an, die seine ehemaligen Widersacher nutzen - verspielt seine elementare Menschlichkeit und scheitert.


Das Batsignal wird nicht vom Joker oder einem sonstigen Kriminellen zerschlagen, sondern von Commissioner Gordon selbst, als er erkennt, dass Batman in dieser Welt keinen Bestand haben darf.

Gordon : Because he's the hero Gotham deserves, but not the one it needs right now...and so we'll hunt him, because he can take it. Because he's not a hero. He's a silent guardian, a watchful protector...a dark knight.

Ich empfand bei Heath Ledgers Performance dieselbe ekelerregende Abscheu und Begeisterung, die ich bei Schweigen der Lämmer wahrnahm. Ich denke, dass es ein durchaus fairer Vergleich sein kann : Hannibal Lecter auf der intellektuell-animalischen Ebene, der Joker auf der irrational-unterhaltsamen, pervers unterhaltsamen Ebene; beide menschenverachtend, aber beide faszinierend nicht von dieser Welt.

Der Joker von Jack Nicholson ist ein ganz anderer Maßstab. Er ist ein Egomane, eine Art makabrer Künstler, aber bei weitem kein soziopathischer Mörder wie die Heath Ledger-version, dem die Menschen von ihrem Wesen her vollkommen fremd sind.




Sobald auf der Leinwand Heath Ledger auftauchte, hatte er die Lacher im Saal auf seiner Seite, fast alle Szenen mit ihm waren zum einen sehr brutal, zum anderen aber witzig und sorgten fast schon für Heiterkeit. Für diesen meisterlichen souveränen Spagat zwischen Perversion und Unterhaltung (anderes als zB bei den Filmschurken, wie sie immer von John Malkovich oder Dennis Hopper dargestellt werden) gebührt Ledger in meinen Augen ein kräftiger Applaus, kein Oskar-Applaus, aber doch ein sehr großer.



Alle anderen Darsteller spielen gut und gewohnt; Christian Bale übertreibt es stellenweise mit seiner brüllend-gutturalen Batman-Stimme, ist aber ansonsten die perfekt aussehende "Mens Health"-Ikone im Armani-Anzug und stylischer Sonnenbrille.



Mein Favorit im Film war Gary Oldmans leicht väterlicher Gordon, der wohl als einziger begreift, mit was für einem inneren Konflikt Batman zu kämpfen hat. Aaron Eckhart lächelt am Anfang des Films noch so strahlend in die Kamera, dass man meinen könnte, er spiele wieder in einer Frauenkomödie mit, aber dieser gewollte "shiny"-Eindruck verfliegt rasch.

DK braucht die lange Spielzeit. Er braucht sie, um seine Charaktere einzuführen, ihre Standpunkte zu etablieren und um dann zur Charakterentwicklung überzugehen.

Im nächsten Anlauf werde ich mal die technischen Einzelheiten zu beleuchten versuchen. Es war mir bloss wichtig, eine ausführliche Stellungnahme abzugeben und das ganze nicht lediglich auf dem Level eines Actionfilms darzulegen, dem man allein schlechte Spezialeffekte, dumme Dialoge oder wenig Spannung hatte vorwerfen können.
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Crenshaw
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BeitragVerfasst am: Sa Aug 23, 2008 17:12    Titel:

LOL, das ist zu gut, um es euch vorzuenthalten :

was wäre, wenn Iron Man neidisch auf Batman wäre...?

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