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Kittie CineMaster


Anmeldedatum: 20.09.2006 Beiträge: 932
Wohnort: Gegenerde
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Verfasst am: So Apr 29, 2007 14:34 Titel: The Descent - Abgrund des Grauens Filmkritik |
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Regie: Neil Marshall
Darsteller: MyAnna Buring, Craig Conway, Natalie Jackson Mendoza, Molly Kayll, Stephen Lamb
Story:
Sechs Freundinnen, alle mit einer leichten Neigung zum Extremsport, treffen sich um zu einer Höhlenexpedition. Aber bevor es los geht verbringen sie noch eine Nacht in einer Hütte im Wald und dort feiern sie eine kleine Party - mit viel Bier. Ja endlich mal Frauen die Bier trinken.
Dann am nächsten Morgen heißt es früh aufstehen und auf zur Höhle. Der erste Abstieg ist getan, die Grubenlampen sind an, es herrscht noch gute Laune und die Kriecherei und Kletterei in der Höhle kann losgehen. Doch schnell passiert das erste kleine Unglück: beim durchkriechen von einem engen Tunnel bleibt eine Frau stecken, aber sich aber noch befreien doch hinter ihr stürzt der Tunnel ein. Panik bricht aus und ein kleiner Streit entfacht und die Anführerin der Gruppe gesteht, dass sie in einer anderen Höhle sind als es geplant war. Die Höhle soll noch unbekannt sein, weil weil sie nirgends erwähnt oder eingetragen ist, aber so unbekannt ist sie dann doch nicht, denn die Frauen finden einen sehr alten Felshaken und das muss bedeuten, dass schon mal in der Höhle gewesen sein muss.
Die Frauen ziehen weiter und suchen einen neuen Ausgang, denn durch den eingestürzten Tunnel ist der Rückweg blockiert. Doch bald tauchen Schatten und seltsame Geräusche auf und die sechs Frauen merken, dass sie nicht alle in der Höhle sind.
Dennoch muss es weitergehen und sie stoßen bald auf ein "Knochenlager" - überall liegen Knochen von Tier und Menschen. Und hier erfolgt auch der erste Angriff durch diese Kreaturen und es gibt das erste Opfer unter den Frauen. Wieder bricht Panik aus und die seltsamen Kreaturen versammeln sich um die Frauen rum.
Dadruch wird die Gruppe zerteilet und Jede von ihnen kämpft um ihr Überleben und um die Hoffnung einen Ausgang zufinden und heil dort raus zu kommen.
Meinung:
Jedes Mal wenn ich mir The Descent ansehe, stell ich mir die Frage "Was ist Dunkelheit?" und der Film beantwortet mir die Frage - "Die Abwesenheit von Licht.".
Und der Film ist dunkel und es gibt keine unnatürlichen Lichtquellen; ausser die Grubenlampen an den Helmen der Frauen, Leuchtfackeln oder das grüne "kalte" Licht. Und ich finde das macht diesen Film so aussergewöhnlich. Und diese Dunkelheit und das Eingesperrt sein in der Höhle schaffen eine ausserordentliche Atmosphäre - spannend von Anfang bis zum Ende.
Die Spannung wird auch durch einige Schreckmomente erhöht, die auch nach mehrmaligen sehen ihre Wirkung nicht verlieren. Aber The Descent ist kein Gruselfilm, er ist mehr ein Schocker, denn es gibt einige Splatter/Goreszenen wo literweise Blut fließt - darum möchte ich eher schwächeren Gemüter schon mal von diesem Film abraten. Zur Atmosphäre trägt auch dazu bei, dass kaum Musik verwendet wird und dadurch kann man(n) sich sehr gut auf die Frauen konzentrieren und so mitfühlen.
Der Film dürfte auch so vielen Männern gefallen, denn bei 6 Frauen sollte für jeden Geschmack was dabei sein. Hier gibt es zwar auch nicht viel zu schauspielern, aber was die Frauen hier zeigen ist schon gut. Es gibt auch keine oberflächlichen Charaktere - man erfährt sogar etwas über das Leben der Frauen und eine macht im Film eine besondere Entwicklung durch. Anfangs verletzlich und in sich zurückgezogen, aber als sie aus dem Blutsee kommt und mit festem Blick, Fackel und Eispickel da steht, hat man plötzlich eine starke Frau vor sich stehen. War sehr beeindruckend.
Zu den Kreaturen möchte ich auch nicht viel sagen, weil das würde dann nur die Spannung rauben und das wäre sehr schade bei diesem Film. Ich kann euch bloß sagen, dass sie wirklich sehr hässlich sind.
Ich habe auch bewusst in meiner Handlunsgzusammenfassung die erste Szene weggelassen, denn Leute, die den Film nicht kennen, sollen da eine kleine Überraschung erleben. Darum hab werde ich auch nicht auf die Ereignisse, die damit zusammenhängen nicht näher eingehen. Sie liefern zwar schöne Interpretationsmöglichkeiten aber ich möchte nicht zu viel verraten.
Und gerade das Ende dürfte für Verwirrungen sorgen ... ich bin mit meinem Review nun auch am Ende und daher mein Fazit:
The Descent ist dunkel, spannend und bietet gute Unterhaltung und ich denke mal, dass viele Horrorfilmfans ihre Freude mit diesem Film haben.
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nuazo CineMaster


Anmeldedatum: 30.09.2006 Beiträge: 492
Wohnort: München
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Verfasst am: Mo Apr 30, 2007 09:30 Titel: |
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Obwohl ich "The Descent" bereits einige Male gesehen hab', weiß ich immer noch nicht so recht mich darüber auszudrücken.
Nach jedem Durchlauf hab ich so ein mieses Gefühl in der Magengegend, der Storyverlauf und das Ende schlagen bei mir etwas aufs Gemüt - was ich nicht als negativ empfinde, ganz im Gegenteil, ich finde es toll wenn es ein Film schafft Emotionen zu entfachen. "Descent" ist jedenfalls kein typischer Horrorstreifen, es gibt auch viel abenteuerliche und dramatische Elemente was ihn in meinen Augen von den Standartgemetzel abhebt.
Der Film bleibt vom ersten Zwischenfall bis zum Ende spannend, aus Dunkelheit, mörderischer Stille und ungewissen Geräuschen entsteht eine nervenaufreibende Atmosphäre. Einige der Schreckmomente sind sehr gut gesetzt und schocken auch nach mehrmaligen Durchläufen ohne Gnade. Auch für den Ekel ist gesorgt, es fließt reichlich Blut und bei Jagd / Überlebenskampf wird ordentlich gemetzelt.
Was mir sonst noch gut gefällt ist das MakeUp der Kreaturen, sehen einfach scheußlich aus Die Darstellerinnen hatten übrigens ihre erste Begegnung mit diesen Biestern gemeinsam mit den Zuschauern, denn der Regisseur hatte bis zum großen Auftritt der Kreaturen verhindert, dass seine Schauspielerinnen deren fertige Maske sahen. Keine von ihnen wusste was sie erwarten würde, erst vor der Kamera beim ersten Angriff durften alle Bekanntschaft machen Tolle Idee vom Regisseur, Zweck war es eine möglichst realitätsnahe Reaktion auf den Anblick der Wesen und den Schrecken einzufangen. Übrigens eine sehr aufregende Szene!
Leuten auf der Suche nach einem nervenaufreibenden Film, die bei Gore nicht zurück schrecken, sei "Descent" zu empfehlen. _________________ MyDVDs
Ich hab mal einem Mann ausgeredet den Sears Tower zu sprengen, aber ich schaffs nicht, dass meine Frau aus dem Bad kommt und meine Tochter aufhört zu telefonieren. - Verhandlungssache |
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plam CineMaster


Anmeldedatum: 20.09.2006 Beiträge: 676
Wohnort: Jena
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Verfasst am: Mo Apr 30, 2007 15:37 Titel: |
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Ich kann mich Kittie und nuazo bedingungslos anschließen. The Decent ist schon ein bemerkenswert guter Film in seinem Genre. Bemerkenswert finde ich vor allem seine zunächst scheinbare Unentschlossenheit, was die eigene Stilrichtung angeht: Als ich den Film völlig uninformiert das erste Mal gesehen hatte, meinte ich zunächst, dass ich mich in einem spannenden Bergsteiger-Drama/Thriller befinde. Umso grandioser funktioniert schließlich der Bruch im Film, den auch ich natürlich aus Gründen der Fairness hier nicht weiter ausschlachten will. Daher kann ich nur raten: Lieber ansehen und nicht soviel vorab darüber lesen! _________________ plams DVD-Sammlung
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WalterJoergLangbein Bin neu hier

Anmeldedatum: 25.10.2007 Beiträge: 5
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Verfasst am: Fr Okt 26, 2007 05:45 Titel: |
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Kittie, danke für die profunde Kritik!
Diesen Film kann man immer wieder ansehen, man wird immer wieder auf Fragen stoßen. Diese Fragen bleiben letztlich offen. Je öfter man den Film anschaut, desto mehr entdeckt man kurze Szenen, auf die man zunächst gar nicht geachtet hat und die für die Interpretation sehr wichtig sind, wie ich meine... etwa was die Kreaturen anbelangt.
Mir gefällt "The Descent" ähnlich gut wie "Silent Hill". So unterschiedlich die Filme auch sein mögen, so gibt es doch Ähnlichkeiten. In was für eine Welt steigen die Ladies in "Descent"? In "Silent Hill" geht es, meine ich, um die gleiche Frage...
Walter |
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