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Crenshaw CineMaster


Anmeldedatum: 08.01.2007 Beiträge: 784
Wohnort: Berlin
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Verfasst am: Do März 08, 2007 16:59 Titel: The Good Shepherd |
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The Good Shepherd
Someone asked me why when we talk about CIA, we dont say "the CIA" , and I told him, "You don't say 'the' when talking about God.
story :
im gegensatz zum film will ich hier bei diesem punkt keine 167 min vergehen lassen.
es geht um Edward Wilson (Matt Damon), einen Yale-elitestudenten, der anfang der 30er jahre in die geheime Skull & Bones-verbindung aufgenommen wird und kurze zeit später über diverse kontakte zum FBI schlußendlich beim CIA einsteigt. dort angelangt, wird er in die außenabteilung verlegt, die zuerst nazis während des zweiten weltkrieges in England und daraufhin sowjetspione im Nachkriegsdeutschland unschädlich machen soll.
bei seiner aufgabe, informationen über den für vater staat nützliche wie verdächtig erscheinende personen um jeden preis zu beschaffen, beginnt Edward sich immer mehr als ein stets verlässliches und kaltblütiges arbeitstier zu profilieren. mit der zeit muss er sich eingestehen, dass sein beruf ihn zwingt, immer härtere und gnadenlosere entscheidungen zu treffen, die seiner familie nachhaltig zusetzen.
kritik :
er film hat mich beinahe bitter enttäuscht. im trailer konnte man noch davon ausgehen, dass es ein altmodischer, ruhiger politthriller auf dem niveau von "13 Days" oder "JFK" werden könnte. in wirklichkeit wird hier versucht, einen ZDF-dreiteiler mit einer sehr zäh kriechenden story, angereichert durch viele Hollywood-größen, mit einem schlag loszulassen.
das ergebnis ist eher ernüchternd : der protagonist Matt Damon schafft es einfach nicht, den film derart zu tragen, wie es für den zuschauer ( Al Pacino- oder Robert DeNiro-mässig) unterhaltsam wäre. er spielt auch hier einen aalglatten, Ivy League-strebertypen, der keine scheu hat, über leichen zu gehen – wie schon in "The Departed" und "Mr.Ripley". er spricht wenig oder fast überhaupt nicht. Damon wirkt vollkommen austauschbar, bei allem, was er anpackt. sein ausdrucksloser blick durch die hornbrille ist somit kennzeichnend für den ganzen film.
um ihn herum agieren zahlreiche sehr sympathische und charismatische darsteller, die aber allesamt zu wenig screentime haben, um ihr können zu entfalten. so sieht man John Hurt, Billy Crudup, Alec Baldwin, Joe Pesci, Michael Gambon, Martina Gedeck, Bob DeNiro und John Turturro hier und da mal kurz auftauchen, oder ein paar zeilen vom kaliber "bei allem respekt, Sir, die Vereinigten Staaten von Amerika wissen schon, was sie tun," loslassen, ohne dass etwas homogenes zustande käme. für eine reine fehlbesetzung halte ich Angelina Jolie, die durch ihren unwiderstehlichen sex- appeal in der rolle der braven, gutbürgerlichen ehefrau deplatziert wirkt.
dadurch, dass sie als arme gemahlin eines hardline-regierungsbeamten dann auch noch trotz ihrer unermesslichen attraktivität vernachlässigt wird, verliert das ganze stark an glaubwürdigkeit. weitaus interessanter ist da Edwards beziehung zu einem hörgeschädigten mädchen.
all diese stränge verlieren sich aber vor dem langatmigen hintergrund von Edwards arbeit, bei der er sich mit kontaktleuten trifft, verdächtige foltert oder tonbänder auswertet.
gemischt wird das ganze mit rückblenden auf Edwards studienzeit, seine anfänge beim geheimdienst oder seine kindheitserlebnisse.
das drehbuch hat durchaus einige spannende momente aus der geheimen welt der spionage zu bieten, wenn bspw. maulwürfe entlarvt oder feindliche informanten beseitigt werden.
diese wichtigen augenblicke werden aber durch a) ihre seltenheit und b) die träge inszenierung praktisch ausgemerzt. so ergibt sich ein zäher, langatmiger film, der sich alle zeit der welt nimmt, um etwas großes zu erzählen (...so etwas riskieren immerhin auch "Der Pate II", "Casino", "Ben Hur"...große filme eben), bleibt jedoch in der eigenen zähen machart, die allumfassend sein soll, hängen. vor dem absturz kann ihn schliesslich sein großartiges schauspiel-ensemble bewahren, das sich alle mühe gibt.
hier wäre sehr viel mehr drin gewesen, hätte man etwas dynamik des agentenlebens zwischendurch einfliessen lassen, wie zB in "Munich". sorry, Mr.DeNiro, aber als am ende der schriftzug "Directed by Robert DeNiro" auftauchte, war ich eher erleichtert, denn dankbar.
es ist vermutlich eher so, dass das realistische dasein als geheimagent mehr das öde-konspirative oder schreibtischarbeit beinhaltet, denn spannende schusswechsel oder spektakuläre James Bond-aktionen. aber ohne diese prise würze oder wenigstens eines wendungsreichen drehbuchs geht der zuschauer zwischendurch flöten, weil er sich im kino keine 3-stunden-doku über geheime aktenwälzerei mit einem sehr matten hauptdarsteller antun will. dann schon lieber "The Fog of War".
die erkenntnisse über den CIA, die hier präsentiert werden, sind nicht neu, und bei weitem nicht spannend in szene gesetzt. die betrachtung des geheimdienstes ist nicht sehr kritisch gehalten und nihct wirklich mitreissend. es ergibt sich eine knapp drei stunden lange, ein bisschen eindimensionale geschichtsstunde, die weder bewegt, noch weltbewegend unterhält.
3,5 punkte von 5.
_________________ FSK 6 = Der Held ist ein Mädchen.
FSK 12 = Der Held bekommt das Mädchen.
FSK 16 = Der Bösewicht bekommt das Mädchen.
FSK 18 = Jeder bekommt das Mädchen. |
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John Nash CineMaster


Anmeldedatum: 06.02.2007 Beiträge: 369
Wohnort: Hamburg
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Verfasst am: Do März 08, 2007 17:16 Titel: |
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Auf DVD werde ich mir den sicher geben. _________________ Und was sind ihre Hobbys, Mr. Spengler?
Ich sammle Sporen, Keime und Schimmelpilze.
Mitleid gibt es umsonst, Neid musst du dir erarbeiten. |
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Namu Die CineGLobe Perle

Anmeldedatum: 21.09.2006 Beiträge: 4981
Wohnort: Oferdingen
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Verfasst am: Mi Nov 21, 2007 22:18 Titel: |
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Komisch, ich habe den Film ganz anders empfunden. Zäh fand ich den Film überhaupt nicht, eher sogar sehr spannend, obwohl gleichzeitig etwas vorhersehbar. Die Grundstimmung fand ich auch ganz gut und Matt Damon kam mir sehr passend für die Rolle vor. Fand ihn unangenehm, aber gleichzeitig bemitleidenswert. Veränderung seiner Person war auch da und obwohl er wenig Text hatte und ständig Pokerface aufsetzen mußte, ließ sich seine innere Gefühlslage doch ganz gut vom Zuschauer erahnen.
Ob der Film jetzt allerdings irgendeine besondere Aussage trifft, sei mal dahingestellt. Wenn, dann ist es auf jeden Fall keine neue gewesen.
Aber sonst hat er mir wirklich gut gefallen. |
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