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A Man Who Once Was Superman

 
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Namu
Die CineGLobe Perle


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BeitragVerfasst am: Mi Okt 17, 2007 07:57    Titel: A Man Who Once Was Superman

Superman-i eottdeon sanai
슈퍼맨이 었던 사나이
aka The Guy Who Once Was Superman
aka A Man Who Once Was Superman
aka A Man Who Was Superman
Südkorea 2008





Regie: JEONG Yun-cheol 정윤철
Drehbuch: KIM Ba-da 김바다, YUN Jin-ho 윤진호, JEONG Yun-cheol 정윤철
Kamera: CHOI Yeong-hwan 최영환
Musik: LEE Han-na 이한나
DarstellerInnen: Gianna JUN Ji-hyun 전지현, HWANG Jeong-min 황정민, KIM Tae-seong 김태성, JIN Ji-hee 진지희

Genre: Drama


Story:

Die harte, opportunistische Reporterin Song Su-jeong hat die Nase gestrichen voll davon, rührende Dokumentationen zu drehen. So lehnt sie auch das Angebot ab, über einen Mann zu berichten, der sich für Superman hält und auf der Straße Leuten hilft. Dann jedoch wird sie selbst von „Superman“ davor gerettet, überfahren zu werden und ändert ihre Meinung.
Ihr Interesse wird aber erst richtig geweckt, als sie entdeckt, daß „Superman“ der sagt, er könne seine Superkräfte nicht anwenden, weil man ihm ein Stück Kryptonit in den Kopf operiert hätte, tatsächlich einen unindentifizierbaren Gegenstand im Kopf hat.
Su-jeong macht sich daran, mehr über den Mann und diesen Gegenstand herauszufinden.





Über den Film:

”A Man Who Once Was Superman” könnte man sehr grob eingeschätzt als eine Mischung aus ”I’m A Cyborg But That’s O.k.” und ”Jesus von Montreal” beschreiben.
Die Handlung des Films basiert auf der Kurzgeschichte "Eoneu nal gabjagi" (One Day Suddenly). Ich habe die Geschichte nicht gelesen, aber da im Film zu erkennen war, daß Potenzial durchaus vorhanden war, nehme ich einmal an, daß es durchaus lohnenswert sein könnte, die Geschichte zu lesen.
Vom Film jedoch kann ich nur abraten. Das hat einen ganz einfachen Grund: der Film ist zu chaotisch erzählt. Damit meine ich nicht seine Rückblenden und später eingefügte Erklärungen, sondern, daß der Regisseur oder Drehbuchautor wohl nicht so recht wußte, wohin er eigentlich wollte! Am Anfang wird dem Zuschauer sehr stark mit dem moralischen Zeigefinger gedroht und er wird an seine sämtlichen Pflichten gegenüber seiner Welt und seinen Mitmenschen erinnert. Das ist in dieser geballten Form aber nicht anreizend, sondern eher abeschreckend oder frustrierend. Später konzentriert sich das mehr auf eine Kritik an der Gesellschaft der ”Bystander”. Aber die Beispiele hier sind auch nicht unbedingt so passend gewählt, so daß das Ganze leider etwas aufgesetzt wirkt.
Schlimmer ist vielleicht noch, daß es nie ganz klar wird, ob es nun vordergründig um die Reporterin geht, der die größte Zeit des ersten Teils gewidmet wird oder um die Geschichte ”Supermans”, die im zweiten Teil des Films verfolgt wird. Die Geschichte der Reporterin bleibt auf jeden Fall auf der Strecke. Die Dokumentation ihrer durch die Begegnung mit ”Superman” ausgelösten Entwicklung bricht ab und am Ende wird sie uns praktisch ohne Mittelerzählung und bereits abgeschlossen präsentiert.
Bei der Geschichte Supermans werden zu viele Themen angerissen, die eigentlich fast einen eigenen Film verdient hätten. Es fehlt einem jedoch schwer, eines davon oder gar mehrere wirklich ernst zu nehmen, weil das ganze durch erzählerische Tricks dermaßen auf die Tränendrüsen drückt, daß man zwar weint, aber sich fast auch darüber ärgert, weil es einem so aufgezwungen wird.
Um es kurz zu sagen: Die Geschichte von ”A Man Who Once Was Superman” führt im Grunde genommen zu nichts.

Er hat aber wenigstens noch in ein paar anderen Bereichen positiv Punkte: das Schauspiel ist sehr, sehr gut und rettet einige Passagen des Films. Für Jun Hi-hyun war die kettenrauchende, menschenfeindliche Reporterin eine Abkehr von ihren üblichen Gut-Aussehen Rollen und die Schauspielerin ist sichtbar gereift. Und das nicht nur, weil sie strupplige Haare und nicht ganz so viel Schminke hat. Sie zeigt auch eine starke Präsenz, die sich schon in Daisy abgezeichnet hat, aber von der in My Sassy Girl und Il Mare noch vergleichbar wenig zu spüren gewesen war.
Hwang Jeong-min (Bloody Tie, Black House, Happiness) hat in der ersten Hälfte nicht so viel zu tun, darf dann aber im zweiten Teil richtig loslegen. Und macht das sehr gut. Sein Spiel hat die nötige Ernsthaftigkeit und Dramatik, was den Film noch teilweise davor rettet nicht völlig hoffnungslos in die Trivialität abzusinken.

Der Film bietet außerdem im technischen Bereich und der Gestaltung recht viel. Es werden verschiedene Aufnahmtechnicken, unterschiedlichste Kamerawinkel, Standbilder, Collagen, unterscheidliche Geschwindigkiten etc. benutzt, ab und an wird mit Voice Over, außerdem mit unterschiedlichsten Musikuntermalungen gearbeitet, etc.. Das funktioniert auch und bietet sehr viel Abwechslung. An manchen Stellen könnte man sich aber auch fragen, ob das hier wirklich alles nötig gewesen wäre… Oder anders gesagt, es könnte der Eindruck entstehen, man habe in diesem Bereich so viel Aufwand betrieben, um den Film anspruchsvoller wirken zu lassen als er eigentlich ist…





Abschließende Bemerkungen:

”A Man Who Once Was Superman” ist wie eine von Song Su-jeongs Dokumentationen. Man weint viele Krokodilstränen, aber das Werk wird einem nicht im Gedächtnis bleiben. Daher würde ich auch jedem Interessenten dazu raten, seine Zeit doch lieber sinnvoller zu investieren! Zum Beispiel in den Film "Marathon". Auch ein sozialkritischer Film des gleichen Regisseurs, aber wesentlich subtiler und mit viel mehr Substanz.


Den Film gibt es momentan nur in der Form der Korea-DVD mit englischen Untertiteln. Diese ist als einfache Single-Disc erschienen und hat ordentliche Bild-Ton-und Untertitelqualität. Als Extras gibt es den Audiokommentar, das Making Of, Rehearsal, das Poster Shooting, den Teaser Trailer und Trailer.


Zuletzt bearbeitet von Namu am Di Dez 09, 2008 16:07, insgesamt 3-mal bearbeitet
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Namu
Die CineGLobe Perle


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BeitragVerfasst am: Mi Jan 02, 2008 10:20    Titel:

Ich habe das Ganze oben um Homepage mit Trailer und Poster ergänzt.
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Joy
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BeitragVerfasst am: Di Jan 22, 2008 22:31    Titel: interview zum film (arirang tv)

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Namu
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BeitragVerfasst am: Di Dez 09, 2008 16:09    Titel:

Ich habe den Film gestern abend gesehen und daher gibt es jetzt im ersten Post ein Update in Form einer kleinen Review.
Leider ist es eher negativ geworden. Aber ich habe es beim besten Willen nicht hinbekommen, etwas positiveres dazu zu schreiben. Crying or Very sad
Aus meiner Sicht ist der Film einfach nichts geworden...
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Joy
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BeitragVerfasst am: Fr Dez 12, 2008 14:48    Titel:

...schade...ich vermisse die filmabende bei euch...und euch...
komme wieder von ueberstunden...

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Kat
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BeitragVerfasst am: Fr Aug 21, 2009 16:57    Titel:

„Strength doesn't open big iron doors, but a small key.“

Man sollte sich ab der ersten Minute klar machen, dass es sich um einen etwas komplexen Film handelt, dann funktioniert „...Superman“ relativ gut.

Ich denke, Ji-hyun Jun kann bei mir gar nichts mehr falsch machen. Ich sehe sie sehr gerne.
Sie spielt hier eine ganz andere Rolle, als man es von ihren anderen Filmen gewohnt ist. Das ist zwar sehr gut, dennoch habe ich die leicht durchgeknallte, aber nette Variante von ihr etwas vermisst. Stattdessen ist sie eine skeptische Reporterin, die anfangs mehr Interesse an dem Erfolg hat, den die Story mit sich bringen könnte, als an der Person, um die es geht. Dennoch war es gut, mal eine andere Facette von Ji-hyun zu sehen. Das sie verwandlungsfähig ist, bewies sie 2009 in Blood: The Last Vampire, was mit dem sassy Girl von damals überhaupt nicht mehr zu vergleichen ist.

Schon nach kurzer Zeit war mir klar: Es ist definitiv ein komischer Film.
Der erste Eindruck von Superman war: der Typ ist cool und total durchgeknallt. Der Gag mit der Locke war herrlich amüsant. Ganz witzig fand ich auch, dass Superman einen Faible für Hawaiihemden hat. Nach einer Weile wird seine Art allerdings verdammt anstrengend.
Mein absoluter Lieblingsspruch von ihm jedoch:
„Less CO2 comes out when we're happy and that's better for the Earth.“ Ha ha,...

„I know he's not normal“,...

Mit der Geschichte rund um Superman konnte ich nicht viel anfangen, da einem auf Biegen und Brechen eine Moralpredigt gehalten wurde. Das legte sich auch nicht wirklich im weiteren Verlauf der Handlung, jedoch wechselte das Genre von Komödie zu einem ernstzunehmenden Drama. Wer hätte das zu Beginn gedacht?,.... Ich jedenfalls nicht, wenn ich mir ins Gedächtnis rufe, dass die beiden Hauptdarsteller als Lois Lane und Clark Kent verkleidet umher spazierten.

"Everyone has the power to help others."

Ich hätte nicht gedacht, dass mich der Film noch zu Tränen rühren kann,... konnte er aber. Es begann bei dem Unfall und hielt an bis zum Schluss. Anstatt seine Erinnerung zu löschen, haben sie ihn ihm wieder gegeben, was eigentlich viel schlimmer war.

Der Film ist vielmehr ein Denkanstoß. Wenn auch zugegebenermaßen an manchen Stellen sehr aufdringlich. Die Botschaft bleibt jedoch. Und so ist „A Man who once was Superman“ ein kleines Stück mehr, als nur ein Film über einen geistesgestörten Mann, sondern vielmehr eine Hommage an das Gute im Menschen.

Ich denke ein guter Schlusssong wäre John Lennon's „Imagine“,..... and the world would be a better place,....

"Goodbye Superman".


Zuletzt bearbeitet von Kat am So Aug 08, 2010 10:05, insgesamt 3-mal bearbeitet
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Namu
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BeitragVerfasst am: So Aug 23, 2009 19:38    Titel:

Kat hat Folgendes geschrieben:
Das legte sich auch nicht wirklich im weiteren Verlauf der Handlung, jedoch wechselte das Genre von Komödie zu einem ernstzunehmenden Drama. Wer hätte das zu Beginn gedacht?


Genau das ist zum Teil mein Problem mit dem Film gewesen: Ich habe mir das leider von Anfang an gedacht!
In Südkorea begannen in den letzten Jahren bestimmt 90% (Namu-Schätzung!) aller Dramen als Komödien und 90% aller Komödien endeten als Dramen. Mit der Zeit kann einem das ganz schön auf den Keks gehen...
Evil or Very Mad

Trotzdem: Ich bin sehr froh, daß Dir der Film zumindest zu einem gewissen Grad gefallen hat. Ich fühle mich immer ein wenig schlecht, wenn ich üner Filme schreiben, die ich nicht so mochte oder die mich nicht so überzeugt haben. Im Endeffekt ist nämlich doch immer viel Subjektivität dabei. Erst variierende Meinungen setzen das Ganze ins rechte Licht!
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Kat
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BeitragVerfasst am: Mo Aug 24, 2009 02:58    Titel:

Das ist verständlich. Bei diversen Filmen drückt das zudem die Stimmung, wenn Witz plötzlich in Tragödie umschlägt. (Eigentlich sollte ich es ja in der Zwischenzeit auch gewohnt sein,... ;o) Wenn man natürlich mit diesem Grundwissen an den Film geht, dann kann ich deine Meinung verstehen.

"Erst variierende Meinungen setzen das Ganze ins rechte Licht!" - Welch kluge und wahre Worte,... daher keine Angst: Kritiken sind Denkanstösse und Unterstützungen,... wie man den Film persönlich selber findet ist eine ganz andere Sache.
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Lips red as blood, hair black as night. Bring me your heart, my dear, dear Snow White
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