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Namu Die CineGLobe Perle

Anmeldedatum: 21.09.2006 Beiträge: 4900
Wohnort: Taipeh
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Verfasst am: So Okt 14, 2007 10:20 Titel: The Hotel Venus |
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The Hotel Venus
ホテル ビ-ナス
Japan 2004
Regie: TAKAHATA Shuta
Drehbuch: ASO Tetsuro
Kamera: NAKAMURA Jun
Musik: Love Psychedelico
DarstellerInnen: KUSANAGI Tsuyoshi, PARK Jung-woo, KO Do-hee, NAKATANI Miki, ICHIMURA Masachika, KAGAWA Teruyuki, LEE Joon-ki, JO Eun-ji
”Wenn sich ein Herz öffnet, verschließt sich eines an anderer Stelle!”
Seit Chonan in das Cafe bzw. die Pension „The Hotel Venus“ gekommen ist, sind die Tage im gleichförmigen zähen Trott dahingeflossen, abgesehn vielleicht von damals, als sich Boy einen Revolver zugelegt hat. Nun stehen Guy und die kleine Sai in der Tür und verlangen eines der Zimmer...
TAKAHATA Shutas Independentfilm um Randexistenzen, die erst durch das Auftreten neuer Elemente in ihrem Leben, dazu getrieben werde, sich selbst ein bißchen Glück zu erkämpfen, ist eine kleine Ode an die Menschlichkeit, an den Menschen, der an seinen Problemen zu verzweifeln scheint und doch immer wieder seinen Platz im Leben sucht.
Der Film ist sehr universell: Eigentlich eine japanische Produktion, wurde „The Hotel Venus“ in Vladivostok gedreht, die Rollen wurden mit japanischen, koreanischen und amerikanischen Darstellern besetzt. Gesprochen wurde koreanisch. Die Charaktere haben keine Namen, sondern Pseudonyme. So leben außer den schon genannten Personen - Chonan, Guy, Sai und Boy - noch drei weitere Bewohner dort, die auf Doctor, Wife, Soda und Venus hören. Städte und Länder aus denen die Leute kommen wurden einfach als „die Stadt“ oder „das Land“ bezeichnet.
So wird schnell deutlich, daß die Geschehenisse in „The Hotel Venus“ irgendwann irgendwo irgendwem hätten passieren können.
Der Film ist überwiegend in Schwarz-Weiß gedreht, wechselt aber zwischen bläulichem Schwarz-Weiß und Schwarz-Weiß mit Braunstich, um Rücklenden zu kontrastieren.
Auf Dialoge wird in The Hotel Venus weitgehend verzichtet, da die Charaktere aus eher isoliert leben, bzw. isoliert leben wollen. Hintergründe efahren wir durch Voice Over Chonans und Venus. Erstere sind eher persönliche Kommentare, letztere Erzählungen. Das charmante an Chonans Voice Overn ist, daß Aussagen, die er trifft, durch spätere Geschehenisse und auch durch sein eigenes Verhalten widerlegt werden und so seine innere Entwicklung darstellen. Im Gegensatz zu den anderen Bewohnern, deren Entwicklung sich in ihren Handlungen spiegelt.
Leider ist die Menge der Monologe und Lebensweisheiten für einen einzigen Film dann doch so groß, daß Letztere ab und an ein ganz klein wenig aufgesetzt wirken.
Bis auf die japanischen DarstellerInnen - KUSANAGI Tsuyoshi (The Sinking of Japan, Seance, Like A Vigin) als Chonan, NAKATANI Miki (Silk, Dead Run, Loft, Train Man, The Last Sword) als Wife, KAGAWA Teruyuki (Heaven’s Bookstore, Quill, Sukiyaki Western Django, Tôkyô) als Doctor und ICHIMURA Masachika als Venus) bestand Cast und Crew aus Laien und jungen, unbekannten SchauspielerInnen (LEE Joon-kis, kometenhafter Aufstieg zum Teenie-Idol erfolgte erst zwei Jahre später). Die Leistung von allen ist durchweg sehr gut. Ganz besonders gelungen fand ich die Besetzung von Guy und Sai durch PARK Jung-woo und KO Do-hee, denen man das Trauma, das sie plagt, aber auch ihre schwierigen Gefühle füreinander aus dem Gesicht ablesen kann.
Die Musik in The Hotel Venus stammt überwiegend von der Japanischen Rockgruppe "Love Psychedelico".
TAKAHATA Shuta wurde auf dem Moskau Film Festival 2004 für „The Hotel Venus“ der Preis für neue Perspektiven verliehen.
„The Hotel Venus“ ist noch keine cineastische Meisterleistung , aber er ist auch nicht die übliche 08/15 Produktion. Es lohnt sich, den Film für einen Abend vorzumerken, an dem man etwas ruhiges, beschauliches sehen möchte.
Japan DVD
R2/NTSC
Victor Entertainment
Amaray Case
Laufzeit: 125 min
Ton: Koreanisch DD 2.0 + DD 5.1
Untertitel: Japanisch, Englisch
Extras: Production Notes, Cast Off Shot, Interviews, Musikvideo, Premiere in Moskau

Zuletzt bearbeitet von Namu am Mo Okt 15, 2007 08:26, insgesamt einmal bearbeitet |
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Joy CineMOD


Anmeldedatum: 20.02.2007 Beiträge: 405
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Verfasst am: Mo Okt 15, 2007 01:52 Titel: |
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Der Trailer hat mir sehr gut gefallen und ich bin schon gespannt auf den Film
Ich finde es aber auch schwierig, über einen Film wie diesen hier zu schreiben. Da mir machnes (anhand des Trailers) doch ziemlich surrealistisch erscheint... _________________
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Namu Die CineGLobe Perle

Anmeldedatum: 21.09.2006 Beiträge: 4900
Wohnort: Taipeh
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Verfasst am: Mo Okt 15, 2007 07:03 Titel: |
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Surrealistisch ist der Film eigentlich nicht, auch wenn die Handlung etwas stilisiert ist. Der Eindruck entsteht vielleicht daher, daß es sich bei dem "Trailer" um das Musikvideo handelt. Trailer habe ich gar nicht gefunden, dazu ist der Film wohl zu unbekannt.
Oder vielleicht durch das Schwarz-Weiß? |
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Joy CineMOD


Anmeldedatum: 20.02.2007 Beiträge: 405
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Verfasst am: Di Okt 16, 2007 02:20 Titel: |
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| Namu hat Folgendes geschrieben: |
Surrealistisch ist der Film eigentlich nicht, auch wenn die Handlung etwas stilisiert ist. Der Eindruck entsteht vielleicht daher, daß es sich bei dem "Trailer" um das Musikvideo handelt. Trailer habe ich gar nicht gefunden, dazu ist der Film wohl zu unbekannt.
Oder vielleicht durch das Schwarz-Weiß? |
nicht nur durch das schwarz-weiß, sondern auch andere dinge im film, wie z.b. der ort, teilweise die gegenstände...
natürlich kann ich den film dann besser beurteilen, wenn ich ihn mir angeschaut habe ^^ |
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