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The King and the Clown

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Namu
Die CineGLobe Perle


Anmeldedatum: 21.09.2006
Beiträge: 4981
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BeitragVerfasst am: Mi Apr 11, 2007 14:13    Titel: The King and the Clown

Wang-ui namja
왕의 남자
aka The King and the Clown
Südkorea 2005





Regie: LEE Joon-ik
Kamera: JI Gil-woong
Musik: LEE Byeong-woo, KIM Jae-won
Drehbuch: KIM Tae-woong (Original)
Kostüme: PARK Eun-jeong, KIM You-mi
DarstellerInnen: KARM Woo-sung, LEE Jun-ki, JUNG Jin-young, KANG Seong-yeon


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„From up here even the palace looks no better than a hovel.“

Während der Jeoseonzeit versuchen die zwei Straßenartisten Jang-saeng und Kong-gil mit einem satirischen Stück über den herrschenden König Yeonsan ihr Glück zu machen. Leider werden höhere Autoritäten darauf aufmerksam und die ganze Truppe landet im Gefängnis. Jang-saeng schlägt einen Deal vor, der ihnen die Freiheit garantieren soll, wenn sie mit dem Stück den König zum Lachen bringen können. Der Plan geht zwar auf, doch beschließt König Yeonsan, die Truppe zu seiner persönlichen Unterhaltung im Palast zu behalten und schon bald werden die Artisten in das höfische Intrigenspiel verwickelt.





Die Geschichte von The King and the Clown beruht auf dem bekannten Theaterstück „Yi“. Sowohl Film als auch Buch versuchen die Gestalt des berühmt-berüchtigten koreanischen Königs Yeonsan zu portraitieren. Besonders Gewicht liegt dabei auf der Frage, welchen Einfluß die Ermordung der Mutter auf das Verhalten des Königs hatte. Um sich dem König aus einer dritten Perspektive zu nähern, wird die Geschichte aus Sicht zweier „Straßenclowns“ (Namsadang-Artisten) erzählt, die es in den Palast verschlägt und von denen der eine eine gefährliche, amourös angehauchte Beziehung zum König entwickelt.

Der erste Teil des Films stellt die zwei „Clowns“ vor, der zweite den König und auch die Situation, in der er sich befindet und der dritte beschäftigt sich dann mit den zwischenmenschlichen Beziehungen zwischen dem König, den beiden Clowns und der Konkubine Noksu. Alle drei Teile sprechen eigentlich auch beim Zuschauer etwas Anderes an. Der erste Teil mit seinen Namsadangkünsten ist der kulurell Interessanteste und spricht durch die Starßenkünstler die Sehnsuch nach Freiheit im Menschen an. Der Zweite ist der psychlologisch Interessanteste, da man beobachtet, wie der König, der im Gegensatz zu den „Clowns“ im goldenen Käfig steckt, mehr und mehr um seinen Verstand kommt. Der dritte Teil ist sehr emotional, auch wenn man wegen des homosexuellen Themas die Neigungen der Protagonositen zueinander möglichst dezent dargestellt hat. Interessanterweise führt gerade der weitgehende Verzicht auf sexuelle Elemente dazu, daß man die Beziehungen als sehr zärtlich erlebt. Es verwundert daher nicht, daß Karm Woo-sung und Lee Joon-ki 2006 einen Preis als bestes Bühnenpaar bekommen haben. (Weiteres dazu, siehe *hier*)

Die große Stärke des Films sind zweifelsohne die tiefgehende Charakterzeichnung und die sehr überzeugende Performance der DarstellerInnen. Gerade die Hauptdarsteller gehen in ihren Rollen auf und sind dazu noch sehr leinwandpräsent. Obwohl man sagen muß, daß die Rollennicht gerade einfach sind. Karm Woo-sung (Spider Forrest, R-Point) , der den Chief-Clown spielt, hat sehr, sehr viele Dialoge, die er in altertümlicher Bühnensprache vortragen muß. Es ist ihm gelungen, das, was seine Figur schauspielert, nicht mit seiner eigenen Schauspielerei zu verwechseln. Ich muß zugeben, daß mich das sehr beeindruckt hat. Man nimmt ihm sowohl das Schauspielern seines Charakters, als auch seinen Charakter selbst ab. Jung Jin-yeong (Bichunmoo, Guns & Talks, Green Fish, The Happy Life) hatte als King Yeonsan die Schwierigkeit, daß sein Charakter oftmals die Stimmung des Films dirigiert, die mit seinen Launen innerhalb von wenigen Augenblicken von fröhlich bis bedrohlich springen konnte. Lee Joon-ki (Virgin Snow, The Hotel Venus), der den Artist Kong-gil spielt, mußte die genaue Balance zwischen feminin und männlich halten, weil seine Figur sonst einen unfreiwillig komischen Touch bekommen hätte. Das ist aber nicht passiert, denn wie gesagt, in diesem Film waren die schaupspielersichen Leistungen eine wahre Freude. Damit schließe ich auch Kang Yeon-seong, die die verzweifelt um ihren Einfluß auf den König besorgte Konkubine Noksu spielt, ein.

Ein weiterer Pluspunkt des Films sind natürlich die wunderbaren Kostüme und Kulissen. Und auch die altertümliche Sprache, die man versucht hat in die englischen Untertitel zu übertragen ist charmant und fast exotisch. Leider ließen sich die Doppeldeutigkeiten der satirischen Stücke der "Clowns" wohl nicht immer wirklich adäquat übersetzen. Crying or Very sad

Der überwiegend aus Streichmusik bestehende Sooundtrack betont vor allem die tragischen Seiten des Films und erleichtert einem durch seine Anlehnung an klassische Stücke das Hinübergleiten in eine andere Zeit.

Trotz allem hat der Film stellenweise seine Länge, was wohl daran liegt, daß durch die Vorlage des Theaterstückes die Schauplätze nicht oft wechseln und durch die für einen Film doch große Anzahl an Monologen.
Filmtechnisch gesehen, bietet „The King and the Clown“ keine auffälligen Besonderheiten.

"The King and the Clown" war Südkoreas Beitrag zur letzten Oscarverleihung.





Ich war von dem Film ein klein wenig enttäuscht. Das lag aber an meinem Erwartungen. Ich hatte gehofft, daß mehr von König Yeonsans Leben gezeigt werden würde und ich hatte nicht erwartet, daß stattdessen die Dreierbeziehung so stark im Vordergrund steht. Trotzdem fand ich ihn ganz nett anzusehen. Fans von traurigen Liebesgeschichten und Konstümfilmen, sowie Leute, die sich für andere Kulturen interessieren, dürften aber auf jeden Fall ihre Freude an dem Film haben.

In Korea ist „The King and The Clown“ eigentlich ein Phänomen, da er sämtliche Kinokassenrekorde brach. Rekorde zu brechen ist in Südkorea momentan zwar nicht unbedingt ungwöhnlich, da sich die ansteigenden Zahl Kinobesucher proportional zur ansteigenden Zahl an Kinos und Screens verhält, es war aber bei einer doch eher kleinerer Produktion ohne Hype und Stars nicht zu erwarten. Wenn man ehrlich ist, hängt das wohl auch damit zusammen, daß in einigen asiatischen Ländern androgyn wirkende Männer gerade in Mode sind und Lee Jun-kis Rolle und Aussehen wohl diesem Typ Mann sehr nahkommt. Viele junge Mädchen haben sich den Film mindestens 3 Mal im Kino angesehen, dadurch hatte er natürlich auch eine recht lange Laufzeit. Wink


Anmerkung: Die Review bezieht sich auf den Extended Cut.





Erklärungen:

Namsadang
Eine Gruppe männlicher Artisten/Komödianten, die das Publikum mit einer Mischung aus satirischer Darbietung, Maskentanz und akrobatischen Kunststücken erfreute. Das zarteste Mitgleid übernahm dabei die Frauenrollen. Namsadang waren sehr arm und gehörten der untersten Gesellschaftsschicht an. Tiefergehende Kontakte mit Frauen waren dadurch sehr schwierig, so daß ein amouröses Verhältnis zwischen einzelnen Mitglidern durchaus vorkam.
Anfang des letzten Jahrhunderts wurden solche Darbietungen von den Japanern verboten, da diese die koreanische Kultur ausrotten wollten und gerieten eine Weile in Vergessenheit.
In der Stadt Anseong werden aber seit einigen Jahren solche traditionellen Künste wieder gelehrt. Auch das noch letzte überlebende Mitglied einer vorjapanischen Namsadangtruppe arbeitet dort und wurde für den Film hinzugezogen.

König Yeonsan
König Yeonsan war einer der Könige der Jeoseonzeit. Seine Regierungszeit dauerte von 1494-1506. Yeonsans Mutter wurde vergiftet als er ein Kind war. Der König erreichte traurigen Ruhm zum einen dadurch, daß zwei der vier koreanischen „Gelehrentensäuberungen“ (Hinrichtung von Mitgliedern der gelerhrten Schicht, die bestimmten Denkrichtungen angehörten), von denen die zweite direkte Folge der Entdeckung der Todesumstände von Yeonsans Mutter war, auf sein Konto gingen. Zum anderen galt er sowohl als despotisch, als auch als im höchsten Grade unmoralisch.
Seine Ausschweifungen waren es auch, die ihm politisch das Genick brachen. Um diese zu bezahlen, versuchte er nämlich Ländereien der Minister zu konfiszieren. Er wurde schließlich durch seinen Halbbruder Chungjong ersetzt und ins Exil geschickt, in dem er 1506 starb.
Aufrgund seines unmoralischen Verhaltens bekam er auch nach seinem Tod nie einen königlichen Ehrentitel verliehen, sondern ging als Yeonsan-gun („Prinz“ Yeonsan) in die Geschichte ein.

Noksu
Noksu war König Yeonsans Konkubine. Manche Historiker gehen davon aus, daß sie einen sehr großen Einfluß auf den König hatte und die treibende Kraft hinter seinen Taten war. Ihre Rolle ist aber nicht wirklich geklärt.





Korea Limited Edition
R3 / NTSC
Cinema Service / Art Service
Box mit 3 DVDs + 1 Audio CD
Laufzeit Kinoversion: 121 min
Laufzeit Extended Version: 128 min
Bild: 1,85:1 anamorphic widescreen
Ton: Koreanisch DD 5.1 + DD 2.0 Stereo + DTS 5.1
Untertitel: Englisch, Koreanisch
Extras: Audiokommentar, Making Of, Ausstattung, Interviews, Drehorte, Musik, Unfälle am Set, Die Namsadang in Anseong, über das Theaterstück, über König Yeonsan, Maskentänze und Theater, Postererstellung, Promotour, Premiere, Musikvideo, TV-Spot, Trailer, Bildergallerie, Soundtrack, 8 Postkarten mit Papprahmen, Fotobuch.
Die Box hat einen eingelassenen Spiegel und einen Magnetverschluß und macht schon einiges her.

Die englischen Untertitel sind sehr gut und beginnen vor allem mit einer kurzen Einleitung über König Yeonsan für Nichkoreaner.


Weitere Filme von Lee Joon-ik bei cineglobe:
Someone Dear Is Far Away
The Happy Life
Radio Star





Zuletzt bearbeitet von Namu am Fr März 28, 2008 22:43, insgesamt 4-mal bearbeitet
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Joy
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BeitragVerfasst am: So Mai 27, 2007 20:19    Titel:

mir ist gerade aufgefallen, dass noch niemand etwas zu diesem Film geschrieben hat... Shocked
dank Namu habe ich den Film nun auch sehen können und ich bin begeiestert davon! ich finde, das ist einer der wenigen Filme, die nicht künstlich in die Länge gezogen werden. Auch finde ich die schauspielerische Leistung der Schauspieler hervorragend, ganz besonders Lee Jun Ki, der ja noch sehr jung ist, dafür, dass er seine Rolle so toll gespielt und ihr Leben eingehaucht hat. Zudem gefällt mir die Filmmusik sehr gut, wenn man den Film nur hört, so hat man schon davon farbenprächtige Bilder vor sich; Freude und Trauer und andere Gefühle werden durch die Filmmusik wunderbar zum Ausdruck gebracht. Ein anderer Pluspunkt ist der Einblick in die koreanische Kultur und Geschichte. Das macht den Film noch interessanter. Very Happy Und die Lust auf eine Korea-Reise könnte durch den Film durchaus geweckt werden ^^° (zumindest gehts mir so)
Ich persönlich kann diesen Film nur weiter empfehlen. Er ist ja nicht umsonst der meist gesehener Film Koreas! Wink
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yun
CineMaster
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BeitragVerfasst am: Fr März 28, 2008 20:28    Titel:

@namu - zum film habe ich eine frage - kann ich die hier stellen? ... ich hatte das gefühl, das könig yeonsan in kong-gil seine mutter sah - natürlich nicht sie selber, aber kong-gil schien ihn irgendwie sehr an sie zu erinnern.

irre ich mich da jetzt vollkommen? wie war dein eindruck?
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Nomak
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BeitragVerfasst am: Fr März 28, 2008 20:56    Titel:

würd ihn mir gern ansehen und du hast diesen wunsch wieder in mir geweckt liebe joy.
nur habe ich festegestellt das meine Videothek den nicht hat und selbst amazon führt den artikel nicht.
Gibt es davon vielleicht noch gar keine deutsche DVD? und ist der deutsche Titel ebenfalls the king and the clown?
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yun
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BeitragVerfasst am: Fr März 28, 2008 21:02    Titel:

@nomak: bei amazon (usa) gibt es noch zwei exemplare über *amazon market place* zu kaufen. auf deutsch ist der film - soweit ich weiß - noch nicht erschienen. angeboten wird dort die koreanische version, die auch englische untertitel besitzt ^^

http://www.amazon.com/gp/offer-listing/B000GXG0EQ/ref=dp_olp_1?ie=UTF8&qid=1206734301&sr=1-1

es handelt sich dabei um die kinofassung. zum kaufpreis kommen dann noch $12.29 für verpackung und versand hinzu Sad


Zuletzt bearbeitet von yun am Sa März 29, 2008 17:46, insgesamt einmal bearbeitet
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Nomak
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BeitragVerfasst am: Fr März 28, 2008 21:29    Titel:

danke für die mühe yun!

weiß jemand ob denn eine deutsche dvd in planung ist? mir wär eine gute synchro schon lieber bin kein großer fan von "lesefilmen" Wink
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Namu
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BeitragVerfasst am: Fr März 28, 2008 22:29    Titel:

@Nomak: leider gibt es den Film weder auf deutscher, noch auf UK DVD und deshalb ist er auch bei amazon nicht erhältlich. Es ist eigentlich sehr schade, aber deutsche Distributoren zeigen irgendwie nur selten Interesse an asiatischen Filmen, die weder Schwertkampf noch Horror, noch Action, noch Thriller, noch Martial Arts sind. Crying or Very sad
Momentan gibt es aber eine günstige koreanische Version der Kinofassung mit DTS Ton. Die kannst Du bei yesasia bestellen. Ab 25 Dollar wird es Versandkostenfrei. Lohnt sich also, sich da ein bißchen umzusehen. Der Direktlink zur DVD ist hier:
http://global.yesasia.com/en/PrdDept.aspx/code-k/section-index/pid-1010040512/
Diese DVD hat allerdings Regioncode 3 und die Extras sind nicht untertitelt.
Als Regioncode 3 gibt es bei yesasia auch noch die Hong Kong Version. Die wäre günstiger, ich habe allerdings keine Ahnung, wie die Qualität der HK Version ist.


@Yun: Klar darfst Du hier Fragen stellen! Das ist sogar sehr willkommen. Wahrscheinlich ist Joy für diesen Film aber der bessere Ansprechpartner als ich, da sie ihn wahrscheinlich öfter gesehen hat.
Trotzdem werde ich auch mal meine Meinung dazu äußern. Vorneweg mal allgemein: Fragen nach tieferen Interpretation von Filmen sind natürlich immer etwas schwierig, da jeder der einen Film sieht, seinen persönlichen Hintergrund mitbringt, der das Erleben eines Films mitbeeinflußt. Kurz gesagt: es gibt so viele Interpretationen zu einem Film, wie es Leute gibt, die ihn gesehen haben.
Mir selbst ist Kong-gil nicht so erschienen als wäre er eine Mutterfigur für Yeonsan. Lustigerweise habe ich diese Rolle eher auf Noksu übertragen. Das hat wahrscheinlich zwei Gründe: 1. das Bild, das ich mir schon vorher von Yeonsans Mutter gemacht hatte, war auch nicht unbedingt so positiv, und Noksu kam dem dann mehr entgegen. 2. Drängte sich der Gedanke natürlich auch durch die Mutter-Kind Spiele zwischen Yeonsan und Noksu auf.

Das Verhältnis zwischen Yeonsan und Kong-gil habe ich eher dahingehend interpretiert, daß Kong-gil im Grunde genommen der einzige Mensch ist, der Yeonsan als Mensch, als die Person, die er ist, wahrnimmt und akzeptiert. Er sieht den Menschen Yeonsan, nicht den König.
Kong-gil hat die seltene Fähigkeit Menschen zu lieben und anzunehmen, so wie sie sind. Er ist auch ehrlich und hat keine Hintergedanken. Das heißt Yeonsan kann in Kong-gils Gegenwart ganz Mensch sein.
Durch die Erziehung im Palast und die Distanz zu anderen Menschen, die dieses Leben diktiert, hat er aber weder gelernt Freundschaften zu führen, noch zu lieben (so etwas kommt auch nicht ganz ohne Erlernen). Auf gewisse Weise möchte er Kong-gil mit sich in das Palastleben einsperren, damit dieser immer zu Stelle ist, wenn er ihn braucht.
Ich denke Yeonsan hat vielleicht auch nicht nur durch die Art, wie seine Mutter starb ein Trauma, sondern durch das Trauma hindurch schimmert auch der Wunsch nach Liebe und Anerkennung. Insofern ist der Gedanke, daß er auch in Kong-gil seine Mutter sieht, auch sehr naheliegend. Vielleicht kann man es so interpretieren, daß er sowohl in Noksu als auch in Kong-gil jeweils Aspekte der Beziehung zu seiner Mutter wiederfindet. In Noksu das weiblich-dominante, in Kong-gil eine Liebe, die keine Gegenleistung erwartet?
Eines ist auf jeden Fall klar: Yeonsan wird in diesem Film als eine sehr vom frühen Verlust seiner Mutter (und ihrer Todesumstände) geprägte Person beschrieben. Es ist nur eine der Thesen zur historischen Person. Es gibt auch Forscher, die der Ansicht sind, er habe den Tod seiner Mutter bewußt genutzt, um Leute, die seiner Macht gefährlich hätten werden können, auszuschalten.

So, das waren meine Gedanken dazu. Vielleicht melden sich Gambit und Joy, von denen ich weiß, daß sie den Film auch gesehen haben, auch noch zu Wort. Ich bin jetzt nämlich von der Frage selbst ganz "angesteckt" und weitere Meinungen zu dem Thema, fände ich auch sehr spannend!


Zuletzt bearbeitet von Namu am Fr März 28, 2008 22:37, insgesamt 2-mal bearbeitet
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Namu
Die CineGLobe Perle


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BeitragVerfasst am: Fr März 28, 2008 22:33    Titel:

@Nomak: Oh, da war Yun schneller als ich. Wink Very Happy
Hab mit meinem Post so lange gebraucht...

Eine deutsche DVD ist, soweit ich weiß, auch nicht in Plannung. Habe jedenfalls nicht mitbekommen, daß da eine dt. Firma die Rechte zu erworben hätte.
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GAMBIT
CineMaster
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BeitragVerfasst am: Fr März 28, 2008 22:57    Titel:

Hab da damals auch mal was dazu geschrieben :
http://pride-of-korea.de/filme/uebersicht/King-and-the-Clown.html
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Namu
Die CineGLobe Perle


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BeitragVerfasst am: Fr März 28, 2008 23:04    Titel:

Ja, Deine Kritik hatte ich auch gelesen, aber da steht jetzt ja weniger etwas zu Yuns Frage. Mich würde mal Deine Meinung direkt zu diesem Punkt interessieren?
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