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plam CineMaster


Anmeldedatum: 20.09.2006 Beiträge: 676
Wohnort: Jena
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Verfasst am: Mi Sep 27, 2006 14:49 Titel: The Piano Tuner of Earthquakes |
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Regie: Stephen Quay/Timothy Quay
Produzent: Terry Gilliam
Darsteller: Amira Casar; Gottfried John; Assumpta Serna; César Saracho
Land: D/GB/F
Jahr: 2005
Länge: 99 min.
KINOSTART: 17. August 2006
Zum Inhalt:
Alles läuft perfekt im Leben der Opernsängerin Malvina. Doch am Vorabend ihrer Hochzeit bricht sie während einer Aufführung plötzlich zusammen und stirbt. Niemand ahnt, dass Malvina ermordet wurde. Hinter der Tat steckt der teuflische Dr. Droz, welcher unsterblich in die junge Frau verliebt ist.
Dr. Droz entführt den Leichnam und nimmt ihn mit auf sein abgelegenes Anwesen. Dort abgekommen wird Malvina wiederbelebt, insofern man das, was ihr von nun an bevorsteht, noch als Leben bezeichen möchte.
Droz arbeitet mit seinem Opfer fortan an einer eigenen Oper, deren Aufführung der Höhepunkt seines verrückten Planes werden soll: Er selbst ist der Held dieser Oper, bei der er, in Ewigkeit vereint mit Malvina, sich feiern will. Dafür benötigt er jedoch noch die Hilfe des Klavierstimmers Felisberto. Dieser soll all die merkwürdigen Musikautomaten des wahnsinnigen Doktors für die Oper einstimmen. Ganz allmählich erkennt Felisberto die Situation auf dem Anwesen und versucht schließlich, Malvina aus den Fängen des Dr. Droz zu befreien.
Kritik:
"Diese Dinge geschehen nie, sind aber immer."
Mit diesem Zitat des römischen Geschichtsschreibers Sallus beginnt der Film der Brüder Quay und nimmt den Zuschauer des Werkes der Zwillinge mit auf eine aussergewöhnliche Reise in die unglaubliche Welt der Bilder.
Zugegeben, inhaltlich ist dieser Film sicherlich kein Meisterwerk. Die Geschichte des wahnsinnigen Doktors ist möglicherweise für heutige Verhältnisse nicht mehr zeitgemäß. Doch selbst für eine Hommage, an ähnliche geartete Gestalten der Filmgeschichte, wie Dr. Mabuse oder Caligari, wirkt Dr. Droz schlichtweg zu schwach.
Dennoch bleibt dieser Film sehenswert, allein schon der ungeheuren Bilderpracht wegen, die es in dieser Form bislang kaum im Kino zu sehen gab. Haben die Brüder Quay ihr visuelles Feuerwerk erst einmal entfacht, verliert man sich als Zuschauer sehr schnell in der geheimnisvollen Welt des Dr. Droz. Da verwundert es kaum, dass Terry Gilliam als ausführender Produzent verantwortlich zeichnet. Er selbst hat mit Filmen wie "Brazil", "Fear and Loathing in Las Vegas" oder "Twelve Monkeys" immer wieder eine bemerkenswerte Bilderflut auf sein Publikum losgelassen.
Man findet kaum Worte, um diese Mischung aus Realfilm und bizarrem Animationsfilm zu umschreiben. Es ist ein surrealistisches, wie auch expressionistisches Meisterwerk, geformt aus Bild und Ton.
Dennoch sind die Quays selbst mit dem Ergebnis nicht zufrieden. Zu gering war wohl das Budget und zu kurz die angesetzte Drehzeit, um die eigenen Visionen vollständig umzusetzen. Doch bei aller Kritik und Selbstkritik: Das Regie-Duo weiß das Medium des Films so gut zu nutzen und auszureizen, wie es eine Vielzahl anderer Regisseure niemals zu leisten vermag.
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Tribun Der Cineglobe Gladiator

Anmeldedatum: 20.09.2006 Beiträge: 2177
Wohnort: Nickenich
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Verfasst am: Mi Dez 06, 2006 07:22 Titel: |
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Klingt auf den ersten Blick nach einem modernen Frankenstein
Kenne auch keinen der Darsteller, was ja nicht schlecht sein muss.
Danke für diese Kritik. Eine schöne Bilderflut könnte man sich ja nochmal antun. Vielleicht ist es dann gar nicht so verkehrt, wenn das nicht zu anspruchsvoll ist.
Das Ende ist ja im Prinzip dann auch vorhersehbar? _________________ :.Tribun.:
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plam CineMaster


Anmeldedatum: 20.09.2006 Beiträge: 676
Wohnort: Jena
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Verfasst am: Mo Dez 11, 2006 09:50 Titel: |
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| Tribun hat Folgendes geschrieben: |
Klingt auf den ersten Blick nach einem modernen Frankenstein
Kenne auch keinen der Darsteller, was ja nicht schlecht sein muss.
Danke für diese Kritik. Eine schöne Bilderflut könnte man sich ja nochmal antun. Vielleicht ist es dann gar nicht so verkehrt, wenn das nicht zu anspruchsvoll ist.
Das Ende ist ja im Prinzip dann auch vorhersehbar? |
Das Ende ist durchaus vorhersehbar, denn zweifelsfrei ist die Story nicht unbedingt komplex. Der Film lebt natürlich von seinen Bildern, ob das ganze dem einen oder anderen dann eventuell doch zu abgedreht und abstrakt ist, kann ich natürlich nicht beurteilen. Der Film bleibt allein auf Grund dieser Tatsache für die heutige Zeit natürlich einzigartig und gerade das macht ihn für mich persönlich sehenswert. |
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