Namu Die CineGLobe Perle

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Verfasst am: Mo Jul 06, 2009 13:33 Titel: The Snow Queen |
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Nun-ui yeowang
눈의 여왕
aka The Snow Queen
Südkorea 2006
KBS Miniserie
16 Folgen à ca. 60 min
Genre: Drama, Melodrama, Romanze
Regie: LEE Hyeong-min 이형민
Drehbuch: KIM Eun-hee 김은희, YUN Eun-gyeong 윤은경
Musik: JO Seong-u 조성우
DarstellerInnen:
HYEON Bin 현빈 ----- Han Tae-ung / Han Deuk-gu
SEONG Yu-ri 성유리 ----- Kim Bo-ra
IM Ju-hwan 임주환 ----- Dr. Seo Geon-u
YU In-yeong 유인영 ----- Lee Seung-ri, Tochter von Deuk-gus Trainer
CHEON Ho-jin 천호진 ----- Herr Kim, Boras Vater
KIM Tae-hyeon 김태현 ----- Choi Chung-shik, Deuk-gus bester Freund
GO Du-shim 고두심 ----- Park Yeong-ok, Tae-ungs Mutter
JEONG Hwa-yeong 정화영 ----- Park Deuk-nam, Tochter von Herrn Kims Haushälterin
GO Ju-yeon 고주연 ----- Bo-ra als junges Mädchen
LEE Seon-ho 이선호 ----- Kim Jeong-gyu, Tae-ungs bester Freund während der Schulzeit
Story:
Als Schuljunge freundet sich Mathegenie Han Tae-ung mit einem kleinen Mädchen an. Aufgrund eines tragischen Vorfalls kann er jedoch eine Verabredung mit ihr nicht einhalten und sie verlieren sich aus den Augen. Selbiges Ereignis führt zudem bei Tae-ung zu einem Trauma, aufgrunddessen er seine Existenz aufgibt.
Jahre später schlägt sich Tae-ung unter dem Namen Deuk-gu als mittelmäßiger Boxer durch, noch immer von seiner Vergangenheit gezeichnet. Da begegnet er eines Tages der reichen Bo-ra, einer scheinbar verzogenen, übellaunigen, jungen Dame, die an ihren eigenen Problemen zu knabbern hat. Nichtsahnend, daß es sich bei Bo-ra um seine kleine Freundin von früher handelt, nimmt Deuk-gu bald Anteil an Bo-ras Schicksal, was bei beiden die Mauern, die sie um sich errichtet haben, bröckeln läßt.
Aber das Schicksal spielt einem manchmal seltsame Streiche und um zusammen zu sein, muß sich nicht nur Tae-ung seiner Vergangenheit stellen.
Was ich über die Serie sagen möchte:
Vorneweg gesagt: Die KBS-Serie „The Snow Queen“ ist mehr als nur eine melodramatische Liebesgeschichte. Es ist eine überwiegend ernste Serie mit schwerwiegenden Themen. Daher ist die Serie auch nicht so einfach nebenher anzuschauen.
Als ich sie damals gesehen habe, hat sie mich ziemlich runtergezogen. Trotzdem oder gerade deshalb hat mir „The Snow Queen“ auch eigentlich gefallen. Ich habe die Art und Weise, wie hier mit den Inhalten umgegangen wurde, als sehr realistisch und auf den Punkt gebracht empfunden.
Um nun auch etwas zu den Inhalten zu sagen. Es geht unter anderem um das Umgehen mit traumatischen Ereignissen, um Schuldkomplexe, um Selbstmord, Einsamkeit und chronische Krankheit.
Deuk-gu leidet an einem Schuldkomplex, der dazu führt, daß er zudem auch noch einen Helferkomplex entwickelt. Man könnte sagen, er fürchtet sich mehr oder weniger zu leben aus Angst er könne jemanden verletzen (...und verletzt im Grunde genommen genau dadurch immer wieder Menschen um sich herum).
Bo-ra hingegen hat mit den ganzen Konsequenzen einer chronischen Krankheit zu kämpfen. Nicht nur die daraus resultierende Einsamkeit, sondern auch die ganze seelische Problematik. Es gibt eine Szene in der Serie, in der Dr. Seo Bo-ra mehr oder weniger vorhält, sie solle sich nicht so anstellen, sondern mal auf die Krebsstation gehen und sehen wie manche Leute „wirklich“ leiden müssen. Die Darstellung von Bo-ras Reaktion auf diese Zurechtweisung, der diese Tatsache ja bewußt ist, aber die sich ständig gefangen sieht zwischen dem Problem, daß sie mit schweren Nachteilen zu kämpfen hat und dem, daß sie sich auch nicht erlauben kann, sich einfach gehen zu lassen, fand ich sehr einfühlsam und beeindruckend.
Auch die Vergangenheitsbewältigung durch Verdrängung, wie sie Boras Vater betreibt, war sehr gut beschrieben. Der Darsteller war zudem sehr überzeugend.
Was mich jetzt zu dem Punkt bringt, überhaupt etwas zum Schauspiel sagen zu müssen und darum würde ich mich ja gerne drücken. Also dann, das angenehme zuerst: man kann nicht sagen, daß irgendjemand in Snow Queen seine Rolle vermasseln würde. Und Seong Yu-ri sagt zwar von sich selbst, in Snow Queen hätte sie es nocht nicht ganz so mit dem Schauspiel draufgehabt, wie später in Hong Gil-dong, aber ich fand sie war auch hier ziemlich überzeugend, die verschiedenen Seiten ihres Chrakters auszufüllen und ich habe große Hoffnungen für die Darstellerin. Hyeon Bin fand ich in seiner Rolle sehr süß. Nur jetzt kommt eben der Teil, den ich, wie gesagt, gar nicht so gerne sagen mag: Hyeon Bin ist wirklich nicht unbedingt der beste Schauspieler. Nun war das jetzt für mich nicht so tragisch. Ich mag Hyeon Bin von vornherein und finde dieses Manko daher eher liebenswert, was mir im Endeffekt wiederum die Rolle sympathisch machte. Also hätte ich ungern einen anderen Darsteller in der Rolle gesehen. Nur denke ich, daß es Leuten, die Hyeon Bin nicht mögen, vielleicht stören könnte, daß er ab und Probleme hat bei ruhigen Szenen, die emotional tief gehen sollen.
Aber insgesamt, denke ich, daß er hier schon viel besser ist als früher!
Die Serie hat auch noch einige gut besetzte, lustigere Nebenfiguren, die die Geschichte ein wenig auflockern sollen. Von diesen habe ich persönlich besonders die Tochter von Bo-ras Hausälterin liebgewonnen. Aber insgesamt sind die Nebenfiguren in Snow Queen alle recht sympathisch, auch wenn der Fokus eindeutig auf Bo-ra und Deuk-gu liegt.
Ansonsten fällt mir jetzt eigentlich fast nur noch zu sagen ein, daß die Serie mit sehr viel Überlegung gefilmt ist und daher auch sehr schön anzusehen ist. (Auch wenn zum Beispiel Lappland in der Serie sozusagen in Neuseeland liegt. )
Was mich an Snow Queen sehr, sehr gestört hat, ist daß die ganze Geschichte am Ende noch einmal eine (im Grunde genommen völlig überflüßige) Entwicklung durchmacht, die das Ganze von Drama zu Melodrama verschiebt und dazu auch noch in das typische, koreanische 08/15 Melodramenschema fällt, so daß das Ganze eben gegen Ende zwar schön rührselig wird, inhaltlich aber ganz schön abflacht abflacht.
Anmerkungen:
- Kim Deuk-gu war ein berühmter koreanischer Boxer, der 1982 in einem Kampf gegen Ray Mancini schwere Erletzungen erlangte, denen er kurz nach dem Kampf erlag. Das tragische Ereignis zog zwei Selbstmorde nach sich und führte dazu, daß die Regeln für internationale Wettkämpfe im Boxsport geändert wurden.
- Die Serie basiert nicht direkt auf Hans Christian Andersens Märchen von der Schneekönigin, aber es benutzt die Geschichte als Bild und als „Geschichte in der Geschichte“, bzw. als wiederkehrendes Thema der Geschichte.
- In der Serie wohnt die Schneekönigin aus irgendwelchen Gründen nicht in der Nähe von Spitzbergen, sondern in Finnland. ?
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