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Tideland Filmkritik

 
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plam
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BeitragVerfasst am: Do Dez 13, 2007 21:22    Titel: Tideland Filmkritik



TIDELAND

UK/Kanada 2005

Regie: Terry Gilliam

Drehbuch: Terry Gilliam, Tony Grisony

Darsteller: Jodelle Ferland, Jeff Bridges, Brendan Fletcher, Jeniffer Tilly uva.

Laufzeit: 122 min.

Der Film erzählt die Geschichte der 11 jährigen Jeliza-Rose. Ihre Mutter sucht den Drogentod, den Vater schickt das kleine Mädchen nach einer kurzen Reise ebenso dorthin. Allerdings lässt Jeliza-Rose ihren Vater noch vor Ort, im wahrsten Sinne des Wortes an Ort und Stelle; nämlich im Schaukelstuhl, wo er seine letzte Ruhe nach dem vom Kind bereiteten Goldenen Schuss fand.

Jeliza-Rose zieht sich fortan immer mehr in ihre eigene imaginierte Welt zurück. Da sind zunächst nur ihre Puppenköpfe (keine ganzen Puppen, sondern nur deren Köpfe) und schließlich auch einige zweifelhafte Existenzen von der Nachbarfarm, mit denen Jeliza alsbald Kontakt aufnimmt.

Den engsten Kontakt knüpft das Mädchen zum geistig behinderten Dickens, mit dem sie schnell gemeinsam ihre Träume weiter träumen kann...

Ja, wir sind in einem Terry Gilliam Film, das kann man aus diesen wenigen Zeilen schon erschließen. Skurrile Figuren, eine skurrile Geschichte und umso skurrilere Bilder machen schließlich die Filme dieses Ex-Monty Pythons und Aussenseiterregisseurs aus.

Und doch sind wir auch irgendwie wiederrum nicht in einem Terry Gilliam. Gilliam hat sich bereits unauslöschbar mit seinem komplexen "Brazil" in die Filmgeschichte eingeschrieben und ist spätestens seit "Fear and Loathing in Las Vegas" so etwas wie ein Kultregisseur. Daneben zeichnet er sich auch für "Twelve Monkeys" verantwortlich, welcher jedoch nicht an sein Original "La Jetée" von Chris Marker heranreicht.

Und "Tideland" passt nun eben genau in diese hier kurz skizzierte und unvollständige Filmografie und irgendwie auch wieder nicht. Denn tatsächlich findet Gilliam keinen rechten Anschluss an sein ürbiges Werk und dies allein mag dem Fan seiner Filme bereits übel aufstoßen. Und Gilliams Filme dürften, ob ihrer Einzigartigkeit und Ausgefallenheit ohnehin nur von Fans geschaut werden - überwiegend zumindest. Andererseits ist es ja durchaus positiv zu beurteilen, wenn ein Regisseur sich nicht ständig selbt wiederholt und zitiert.

Tidelands Bilder reihen sich dann eben doch nahtlos ins Gesamtwerk des Regisseurs ein, doch gerade in Punkto Story kann Gilliam diesmal nicht überzeugen. Gilliam beschreibt seinen Film als eine Mischung aus "Alice im Wunderland" und "Psycho" und irgendwie hat er auch recht damit. Doch reicht dies für einen interessanten Film aus - einmal mehr lautet die Antwort Jein.

Vielleicht ist es auch die enorm subjektiv - kindliche- Sichtweise, die der Film ausnahmslos einnimmt, die ihn für "uns Erwachsene" so schwierig macht. Nicht umsonst warnt der Regisseur auf der DVD vorab sein Publikum, denn dieser Film ist ein Film, ausschließlich aus der Sicht eines Kindes. Doch reicht dies allein für eine Entschuldigung für die etwas unbefriedigende Handlung?

Möglicherweise muss ich mich tatsächlich, wie vom Regisseur unabdingbar gefordert, von all meinen "erwachsenen" Sehgewohnheiten verabschieden, um in Tideland zurecht zu kommen. Daher vage ich hier auch nicht wirklich, den Film als vertan oder gut zu bewerten. Irgendetwas ist da, das es zu entdecken gilt. Daher sollte nunmehr jeder für sich entscheiden, ob man sich darauf einlassen will. Gesprächsbedarf besteht zweifelsohne.

_________________
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lillifee22
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BeitragVerfasst am: So Jan 13, 2008 11:05    Titel:

hat den film noch niemand geschaut???
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