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Kittie CineMaster


Anmeldedatum: 20.09.2006 Beiträge: 932
Wohnort: Gegenerde
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Verfasst am: Sa Nov 14, 2009 18:35 Titel: Tortura |
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Story:
3 Damen und ein Typ wollen feiern gehen in irgendeiner Disco in
München. Es hätte auch ein schöner Abend werden können, aber dann
rastet der Typ aus, schlägt eine der Frauen und die Gruppe zerteilt sich
erstmal.
Er haut dann ab, aber die Frauen finden wieder zusammen und sitzen
gemeinsam irgendwo mitten in der Nacht in der Stadt fest. Die Nacht ist
noch lang und sie soll kein gutes Ende nehmen, denn die Frauen landen
in den Fängen von einer sadistisch-kannibalistischen "Familie".
Kommentar:
Tortura ist ein gemeinsames Filmprojekt der Regisseure Marcel
Walz und Michael Effenberger (Infekt -2007). Es ist das erste Mal,
dass die beiden so zusammen gearbeitet haben und bei raus kam ein
kleiner verdammt blutiger Independentfilm.
Schaut man auf die älteren Werke der beiden Filmemacher zurück, ist
vieles besser geworden und das merkt man am deutlichsten an SFX.
Nicht nur das es hier die bisher blutigsten gibt, sondern sie sind auch vom
Handwerk besser und auch deutlich aufwendiger als die bisher eher
einfach verwendeten SFX. Ohne zu sehr ins Detail zu gehen, kann ich
sagen, dass der Gorehound hier vollkommen auf seine Kosten kommt.
Trotzdem ist Tortura keiner dieser Independentfilme, den es nur
aufs Rumgesaue ankommt.
Sondern auch die Darsteller liefern sehr gute Leistungen ab. So gut
sogar, dass man ihnen ihre Rollen abnimmt. So wirkt die Rolle des Dave,
der Typ der die Damen mit zu Disco begleitet, schön asozial – großes
Maul haben und schlechtes Benehmen den Frauen gegenüber, aber die
sind so dumm und erliegen seinem Charme. Aber auch die Damen sind
zu loben – ihr Leiden und ihre verzweifelten Schreie wirken authentisch.
Dennoch gibt es den besten Schrei einer Frau in Everlasting Hate.
Schade das eine der Frauen in Tortura diesen nicht überbieten
konnte, obwohl man hier nah dran war. Vielleicht dann in bald
erscheinenden La Petite Mort von Marcel Walz. Die Vorschau zu
diesem sah da ganz viel versprechend aus.
Und dann ist da noch die "Familie" wo besonders das Oberhaupt, welches
von Anton Grünbeck dargestellt wird, durch seine markanten
Gesichtszüge hervorsticht. Dieses leicht Verrückte bringt er wirklich gut
rüber. Da wirken die anderen 3 ein bisschen blass gegen ihn.
Durch das Schauspiel der Darsteller baut sich auch eine sehr dichte
Atmosphäre auf, die vor allem im letzten Drittel des Films in Terror
übergeht. Ab da gerät man in eine noch sadistischere und grausamere
Welt. Das dürfte sogar bei Gorehounds für Nervenkitzel sorgen.
Das Einzige was leicht negativ am Film auffällt ist die Kameraarbeit.
Diese ist manchmal etwas leicht verwackelt. In hektischen Szenen mag
so was zwar passend wirken, aber in ruhigen Szenen ist es eher störend.
Ich hege ja auch den Verdacht, dass man mit Tortura auf den
Torture-Porn-Zug mit aufspringen wollte und wenn dem so sein sollte, hat
man hier es endlich mal geschafft einen vernünftigen Beitrag dazu
beizutragen. darum vergesst diesen Quatsch wie Hostel – Tortura
ist da um einiges besser!
Mehr habe ich dann auch nicht zum Film zu sagen. Es ist ein guter
deutscher Independentfilm und ich bin sehr gespannt was wir in Zukunft
noch alles von Marcel Walz und Michael Effenberger zusehen bekommen
werden.
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