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Auda CineMaster


Anmeldedatum: 14.08.2007 Beiträge: 885
Wohnort: Kölner Bucht
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Verfasst am: Do Apr 14, 2011 00:17 Titel: Vermischtes |
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Manchmal möchte man/frau ja etwas schreiben (zumindest mir geht es so), das nirgends so recht rein passen will und eigentlich keine eigenes Thema hergibt. Anmerkungen, Feststellungen, (Kurz-)Nachrichten, Et cetera Et cetera Et cetera). Darum mache ich das mal hier auf.
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Habe gerade festgestellt, das ich die Filme Faster und Fast Five für eine und denselben Film gehalten habe. In beiden spielt D. Johnson mit. Ich hatte mir die Trailer bisher erspart, da KFZ-Action mir am Hacken vorbei geht.
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Disneys Animationswerke (egal ob allein oder in Kooperation produziert) sind ja eigentlich eine Bank, auch wenn nicht alle Filme in Simba-Nemo-Sphären vorstoßen. Nun ist der 150 Millionen teure Real-3D-Produktion Mars Needs Moms mit einem Einspiel von 6,9 Millionen am Start-Wochenende auf den Bauch gefallen, wie seit vermutlich 1985 nicht mehr, als Taran und der Zauberkessel am Kassenhäuschen zerschellte.
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Sony landet mit der 70-Millionen-Produktion Battle Los Angeles mit einem 35 Milionen-Einspiel am StartWochenende hingegen auf dem Siegertreppchen. Sony prüft derzeit ob gegen Greg und Colin Strauss geklagt werden soll. Die beiden sind für den inhaltlich und visuell ähnlichen (aber in jeder Hinsicht billigerem) Film Skyline verantwortlich. Pikanterweise haben sie bei Battle Los Angeles an Effekten mitgearbeitet. Und zwar bereits bevor Skyline in Arbeit ging. Sony fühlt sich beklaut.
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Die Millennium-Trilogie von Stieg Larsson wurde 2009 verfilmt.
Im Deutschen sind die Titel der drei Filme 1. Verblendung 2. Verdammnis 3. Vergebung. Das ist ganz hübsch aber ein bischen auf Stabreim gequetscht, besonders die Vergebung muß man sich in die Geschichte hineindenken.
Die englischen/amerikanischen Titel sind 1. The Girl with the Dragon Tattoo, 2. The Girl who played with Fire, 3. The Girl Who Kicked The Hornet’s Nest.
Das ist ja auch mal ganz gelungen.
Die schwedischen Original-Titel sind: 1. Män som hatar kvinnor (etwa: Männer, die Frauen hassen), 2. Flickan som lekte med elden (wie im englischen), 3. Luftslottet som sprängdes (etwa: Luftschloss mit Sprüngen).
Da fällt der erste Titel ziehmlich in Auge. Das ist die schnörkellose Benennung eines Hauptthemas, das sich durch alle drei Filme/Romane zieht. Das nenne ich eine klare Ansage (bzw. Anklage).
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yun CineMaster


Anmeldedatum: 28.03.2008 Beiträge: 2262
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Verfasst am: Do Apr 14, 2011 02:47 Titel: |
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hm ... ein filmprojekt ist (wenn man die richtige leute zusammen und das nötige kleingeld dafür im rücken hat) zuerst einmal eine gelddruckmaschine ... wo der einsatz (produktioneskosten des filmes, werbung und die zurückzahlung des geliehenen geldes plus zinsen) im günstigsten fall um ein mehrfaches wieder eingespielt wird ...
mit einem film geld verdienen zu wollen ist ja erst einmal nichts schlechtes ... es bedeutet arbeit für sehr viele menschen über einen zeitraum von mehreren monaten, vielleicht sogar jahre ... dann müssen am ende noch die geldgeber ausgezahlt werden ... auch möchte man noch geld für den nächsten film (also zukünftige filmprojekte) einnehmen ... als filmstudio möchte man mit dem geld der erfolgreichen filmen auch die verluste durch andere, nicht ganz so erfolgreichen filme, wieder ausgleichen können ... erfolg bedeutet auch mehr geld (für eine bessere ausstattung, bessere effekte, schauspieler, regisseure, drehbuchautoren etc.) für das nächste filmprojekt zu haben ... etc.
je mehr geld im spiel ist, desto größer wird aber auch die wahrscheinlichkeit, dass im film alles bis ins kleinste kalkuliert wird ---> soll heißen, es soll damit das größtmöglichste publikum weltweit angesprochen werden ... je mehr zuschauer, desto größer werden die einnahmen sein ...
das wiederum bedeutet, man muss die risiken klein halten ---> also nach möglichkeit keine (technischen und erzählerischen) experimente ---> keine minderheitenthemen ---> niemand sollte vor den kopf gestoßen werden (---> aus *männer, die frauen hassen* wird dann schon einmal ein *The Girl with the Dragon Tattoo* (was im deutschen aber wieder leicht zu irritation des publikums führt) und deshalb gleich in ein einprägsames (und nichtssagendes) *Verblendung* geändert wird ...) ... man will halt auf nummer sicher gehen ...
was aber wiederum dazu führt, das das publikum um wirkliche erfahrungen gebracht und damit am ende um diese betrogen wird ... im grunde hat man auch nicht wirklich etwas zu erzählen ---> erzählt wird nur das alte und bewährte, (von dem man weiß, das es mit großer sicherheit die quote erfüllt) nur eben in einem neuen kleid ...
wer aber wirklich kunst machen möchte (bzw. muss, da es in der eigenen natur liegt, einem auch ein anliegen ist) und damit auch etwas (neues, zumindest in der form) zu erzählen hat, der hat in der regel auch ein ganz anderes publikum und muss mit einem wesentlich geringeren budget zurecht kommen (was vor- und nachteile besitzt) ... natürlich möchte man trotzdem auch geld mit seinen filmen verdienen, denn viel geld bedeutet auch eine größere unabhängigkeit bei zukünftige filmprojekte ...
so oder so .. alles dreht sich eben um das liebe geld ... der eine verkauft seine seele als regisseur oder drehbuchautor und lebt ganz gut davon (ganz zu schweigen von den vielen lohnsklaven, deren einzige ambition es ist, eine gute arbeit abzuliefern) ... und der andere verkauft seine seele (bei der beschaffung der nötigen mittel) und verwirklicht damit seine (film)träume ...
und das publikum ... ???
es merkt nur selten etwas von diesem betrug ... und es scheint ihm auch recht egal zu sein ... solange es nur für die dauer von zwei stunden das eigene leben vergessen kann ... und vielleicht sogar die erfahrung macht, was es bedeutet, einmal wirklich zu leben ... um im film all das zu erleben, was einem im eigenen leben ansonsten immer verwehrt bleibt? ...
was wäre unser leben - ohne die erfahrung des träumens? ... und wo könnte man besser träumen als in einem guten film (der auf die bedürfnisse des publikums eingeht und sie befriedigt)?
filme sind wie eine droge ... sie können süchtig machen ... wehe, wenn sie in falsche hände geraten (und bewusst oder auch unbewusst zur manipulation des publikums eingesetzt werden) ... und ganz bestimmte sehgewohnheiten (und damit ein sehr einseitiges bild der welt und der wirklichkeit) bilden und über die zeit festigen ... was am ende bleibt? ... selten mehr als eine moderne version von *brot und spiele* ...
... es gab da einmal ein buch von neil postman ---> *wir amüsieren uns zu tode* ... aber das nur am rande ...
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ich hoffe, auda, ich habe mich jetzt nicht allzu sehr von deinen gedanken entfernt?
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irgendwo mag es auch noch die idealisten geben ... doch wie lange werden sie sich mit ihren vorstellungen in dieser welt behaupten können ---> wenn der finanzielle und künstlerische erfolg ausbleibt? ... andererseits ... was könnte für einen wirklich kreativen menschen schlimmer sein, als erfolg zu haben (weil er sich damit den gesetzen des marktes aussetzen muss)? |
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Auda CineMaster


Anmeldedatum: 14.08.2007 Beiträge: 885
Wohnort: Kölner Bucht
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Verfasst am: Mi Mai 11, 2011 13:19 Titel: |
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3D ist der letzte Schrei des heutigen Kinos. Und 3D ist Synonym für aufwendig und teuer porduziertes Überwältigungskino.
Für deutsche Produktionen ist bislang kaum ein Thema. Mir fallen da nur Topper gibt nicht auf als Kurzfilm und Die Konferenz der Tiere im Bereich der Spielfilme ein. War's das? Nicht ganz.
Zwei der wichtigsten Regisseure des neuen Deutschen Films haben eine ganz andere Intention und eine ganz andere herangehensweise an die Möglichkeiten des 3D-Film ausgelotet. Sie sind beide versierte Dokumentarfilmer und haben Dokumentationen gedreht, in denen die neue Tiefe des Raumes sinnvoll zu Darstellung des Sujets beiträgt.
Wenders hat sich der 2099 verstorbenen Choreografin Pina Bausch angenommen und den Tanzfilm Pina gedreht, in dem der Zuschauer den Bewegungen der Tänzer in alle Richtungen "folgen kann".
Herzog ging gewissermaßen noch einen Schritt weiter, indem er für seine Dokumentation ein komplett bewegungsfreies Objekt auerkoren hat. Cave Of Forgotten Dreams hat die Höhlenmalereien der Chauvet-Höhlen in Südfrankreich zum Thema.
Ich habe noch keinen der beiden Filme gesehen. Aber es hat mich gefreut, daß es Filmschaffende gibt, die in der Lage sind, einer Effekt-Kino-Erfindung mehr abzuringen als den blanken Selbstzweck.
Ich hätte mir gewünscht, daß beide Filme etwas mehr Beachtung bekommen.
http://www.pina-film.de/de/
http://www.caveofforgottendreams.co.uk/
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