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yun CineMaster


Anmeldedatum: 28.03.2008 Beiträge: 2262
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Verfasst am: Di März 16, 2010 15:20 Titel: Vicky Cristina Barcelona |
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Vicky Cristina Barcelona
(USA / Spanien 2008)
Regie und Drehbuch: Woody Allen
Kamera: Javier Aguirresarobe
DarstellerInnen: Scarlett Johansson, Penélope Cruz, Javier Bardem und Rebecca Hall
Spielfilmlänge: 92 min.
In dieser Komödie dreht sich alles um Liebe und Leidenschaft und um recht unterschiedliche Lebensentwürfe. Die langweilige und puritanische und in Gefühlsdingen auf Sicherheit bedachte US-amerikanische Welt trifft in Spanien auf die leidenschaftliche und chaotische und sehr lebendige und vor allem unorthodoxe Welt des spanischen Künstlermilieus. Zwei junge US-Amerikanerinnen (Scarlett Johansson und Rebecca Hall) verlieben sich nacheinander in ein und denselben spanischen Kunstmaler (Javier Bardem) - und er in sie - auch wenn seine Gedanken und sein Herz immer noch seiner Ex (Penélope Cruz) gehören. Nach einer turbulenten Zeit zu zweit und zu dritt (der spanische Kunstmaler mit einer der beiden Amerikanerinnen, zusammen mit seiner Ex) und wieder zu zweit, kehren die beiden Amerikanerinnen am Ende des Filmes mit einem vollkommen durcheinander gewirbelten Innenleben wieder in die USA zurück.
Das es sich bei den Film um eine Komödie handeln soll, erfuhr ich erst im nach hinein von meiner Freundin. Der aus älteren Filmen Woody Allens gewohnte Wortwitz, Lebensängsten, Gedankenakrobatik und intellektuellem Leiden an der Banalität und der Tücke des Alltagsleben war hier eher nicht zu verspüren. Die Geschichte plätscherte nur so vor sich hin und die einzelnen Charaktere (mit Ausnahme der großartig spielenden Penélope Cruz) blieben im Verlauf der Handlung leider sehr blass und in ihrem Wesen eher nichtssagend. Beeindruckend dagegen waren die bemerkenswert schönen Aufnahmen der Stadt Barcelona und der Landschaft aus der näheren und weiteren Umgebung. Manche Szenen strahlten eine nahezu magische und überirdische Schönheit aus, die sich aber nur selten auf die Handlung übertrug.
Schade um das Talent Woody Allens zu zaubern und sein Publikum (vor allem mit seinen früheren Großstadtfilmen) zu verzaubern. Hier sprühten die Funken manchmal in einem wahren Feuerzauber, doch der übrige Witz und die geistreichen Beobachtungen des Lebens zündeten nicht immer wie vom Regisseur und Drehbuchautor Woody Allen gewollt und verpufften nur all zu oft wirkungslos in ihrem künstlichen Nichts.

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