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Vital

 
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yun
CineMaster
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Anmeldedatum: 28.03.2008
Beiträge: 2262


BeitragVerfasst am: Fr Mai 07, 2010 13:11    Titel: Vital

Vital

(Japan 2004)



Regie, Drehbuch und Kamera: Shinya Tsukamoto

DarstellerInnen: Tadanobu Asano, Nami Tsukamoto, Kiki

Spielfilmlänge: 85 min.

FSK: 16



Nach einem schweren Unfall erwacht der Medizinstudent Hiroshi (Tadanobu Asano) aus seiner Bewusstlosigkeit. Weder erkennt er seine Eltern noch kann er sich an irgendetwas aus seinem Leben erinnern. Wieder zu Hause findet er sich verloren in seinem eigenen Zimmer wieder, alles ist ihm fremd, kalt und abweisend. Erst als er ein altes medizinisches Fachbuch der Anatomie findet, setzt so etwas wie Erinnerung bei ihm ein, doch nahezu alles bleibt für ihn im Dunkeln. Hiroshi nimmt sein Medizinstudium wieder auf, muss praktisch wieder von vorne beginnen, doch lernt er rasch und holt vergessenes schnell auf. Hiroshi bleibt sich selbst fremd und geht seinen Kommilitonen aus dem Weg. Plötzlich setzt seine Erinnerung bruchstückhaft wieder ein, als er im Rahmen eines anatomischen Praktikums die Leiche einer jungen Frau sezieren muss.

Vital erzählt die Geschichte eines jungen Mannes, der sich selbst verloren gegangen und seinem eigenen Leben fremd geworden ist. Es ist wie eine Riss durch die Wirklichkeit, auf der einen Seite befindet sich Hiroshi ohne jede Erinnerung an sein früheres Leben und auf der anderen Seite alle anderen Menschen und beide Seiten sind wie durch einen unsichtbaren Abgrund voneinander getrennt. Erst als Hiroshis Erinnerung langsam wieder einsetzt, gelingt es ihm auf eine recht ungewöhnliche Weise, seine Vergangenheit und damit sein Leben wieder zu etwas lebendigen zusammenzusetzen und notwendige Trauerarbeit zu leisten. Denn Hiroshi war zum Zeitpunkt seines Unfalls nicht alleine.













Vital gehört thematisch zu den ungewöhnlichsten Filmen die ich bis jetzt gesehen habe, definitiv ist es kein Horrorfilm, auch wenn das eine oder andere Element (zum Beispiel Teilansichten der Sezierung einer Leiche, unheimliche Gänge etc. doch sollte man sich von solchen Dingen nicht irritieren lassen, sie sind notwendig für das Thema und dienen wirklich nicht dem Nervenkitzel) daraus verwendet wird.
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