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VOLVER - Zurückkehren Filmkritik

 
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plam
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Anmeldedatum: 20.09.2006
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BeitragVerfasst am: Di Feb 27, 2007 19:21    Titel: VOLVER - Zurückkehren Filmkritik



VOLVER - Zurückkehren

Spanien 2006

Regie: Pedro Almodovar

Darsteller: Penélope Cruz, Carmen Maura, Lola Duenas u.a.

Laufzeit: 120 min.

DVD-Verkaufsstart: 12.März 2007

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Zum Inhalt:

Raimunda geht Tag für Tag arbeiten, um ihre Familie zu ernähren. Der eigene Ehemann verbringt als Arbeitsloser den Tag lieber betrunken auf dem Sofa und versucht sich der gemeinsamen Tochter zu "nähern". In ihrer Not ersticht die Tochter den Vater. Raimunda scheint darüber jedoch nicht allzu traurig zu sein. So macht sie sich direkt daran, die Leiche verschwinden zu lassen. Da passt es ganz gut, dass der Nachbar sein Restaurent loswerden will. Raimunda nistet sich dort kurzerhand ein und nutzt die geräumige Kühltruhe, um ihren (Ex)Mann dort vorübergehend aufzubewahren.

Wie nicht anders zu erwarten, wäre dies doch alles viel zu einfach, als dass es tatsächlich funktionieren könnte. Nicht nur dass sich ein Filmteam im Restaurent breit macht und Raimunda in arge Bedrängnis bringt. Auch ihre Schwester Sole, die heimlich einen Friseursalon in ihrer Wohnung betreibt, sieht sich mit einem gewaltigen Problem konfrontiert, als plötzlich die verstorbene Großmutter vor ihrer Tür steht...


Kritik:

Denkt man an Spanien, so denkt man sicherlich an die frühen Meisterwerke von Luis Bunuel. Danach kommt eine ganze Weile nichts. Doch seit den 70er Jahren macht ein weiterer Regisseur doch stets immer wieder auf sich aufmerksam mit bemerkenswerten, unabhängigen Kinojuwelen. Die Rede ist von Pedro Almodovar. Er war es schließlich auch, der mit seinen frühen Werken zwei damals völlig unbekannten Spaniern - Penelope Cruz und Antonio Banderas - den Weg nach Hollywood ebnete. Zu seinen unvergessenen Meisterwerken zählen zweifelsfrei Filme wie "Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs", "Live Flesh", "Sprich mit Ihr" oder auch "Alles über meine Mutter".

"VOLVER - Zurückkehren" ist seine bislang letzte Regiearbeit aus dem Jahr 2006. Dabei überzeugt neben Penelope Cruz im Grunde das gesamte weibliche Darstellerensemble, weshalb es schließlich auch für alle Darstellerinnen in Cannes eine Auszeichnung gab. Das Aufzählen weiterer Auszeichnungen für "VOLVER" würde an dieser Stelle zu weit führen, denn der Film kann bislang, auch wenn es bei den OSCARS nicht geklappt hat, auf 29 Auszeichnungen zurückblicken.

Tatsächlich ist dies einer der wohl eingänglichsten Almodovar-Filme, weshalb er sich durchaus auch als Einsteiger empfiehlt, falls man andere Filme des Spaniers nicht kennt. Die Inszenierung überzeugt mit einer ungezwungenen Leichtigkeit, welche die 2 Stunden Laufzeit wie im Fluge vergehen lassen.

Dabei sticht natürlich Penelope Cruz hervor und kann, ist man mal ehrlich, erstmals seit Ewigkeiten wieder beweisen, was in ihr steckt, da sie in Hollywood doch oftmals nur "schmückendes" Beiwerk ist.

Doch auch Almodovar, Kenner wissen was gemeint ist, präsentiert einmal mehr eine geniale Story, welche über und über gespickt ist mit schwarzem Humor und emotionalen, tragischen Momenten zugleich. Kaum ein anderer Regisseur hat ein derart präzises Gespür dafür, die Gegensätzlichkeit von komischen und traurigen Momenten zu kombinieren.

Wer Almodovar kennt, wird sich sicherlich über die Tatsache wundern, dass eine Verstorbene von den Toten zurückkehrt. Solch "phantastische" Momente passen schließlich gar nicht in das filmische Gesamtwerk des Spaniers. Dennoch sollte man sich davon nicht beirren lassen, Almodovar wäre nicht Almodovar, würde sich "VOLVER" am Ende nicht doch wieder bestens in seine Filmographie einordnen lassen. Es soll an dieser Stelle nur nicht schon allzu viel verraten werden...

Denn dies ist die größte Überraschung des Filmes: Hier geht es neben all den ganz alltäglichen (Liebe und Geld) und aussergewöhnlichen Problemen (die Leiche muss ja auch noch weg) schließlich noch um ein großes Geheimnis, welches tief in der Vergangenheit ruht und nur darauf wartet entdeckt zu werden. So darf man sich nach 2 Stunden absolut kurzweiliger Unterhaltung schließlich noch auf eine charmante Wendung freuen.

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Namu
Die CineGLobe Perle


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BeitragVerfasst am: Di Feb 27, 2007 21:13    Titel:

Wieder eine sehr schöne Review!

Ich hab Volver damals im Kino gesehen und erinnere mich, daß ich, obwohl ich den Film wirklich sehr fesselnd und manchmal auch lustig fand, irgendwie ein kleines bisschen enttäuscht war.
Das liegt vielleicht daran, daß ich von den vielen Almodovar-Filmen nur "Alles über meine Mutter" kannte, der wirklich sehr, sehr menschlich ist. Die Emotionen in "Volver" sind viel spezieller und weniger allgemein als in "Alles über meine Mutter" und mir kam der Film daher auch weniger tief vor.
(Das ist dann vielleicht wieder ein Punkt für die "falschen Erwartungen". Wink)

Das andere Problem war, daß ich nicht verstehen konnte, warum Penelope Cruz's Schauspielerei in Volver so dermaßen gelobt wurde. Daß das jetzt niemand falsch versteht: ich fand sie auch sehr gut und ich finde sie auch sehr schön und schaue sie mir gerne an, nur ich hatte das Gefühl, daß bei der Übertragung der Gefühle Raimundas auf das Publikum auch die Kamera eine entscheidende Rolle spielte und ausserdem haben mich sowohl der mütterliche Geist, als auch die Schwester wesentlich mehr beeindruckt.

Oh, nachdem ich mir jetzt den Trailer angesehen habe, muß ich sagen, daß es gar nicht so übel synchronisiert ist!


Zuletzt bearbeitet von Namu am Do März 01, 2007 10:32, insgesamt einmal bearbeitet
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plam
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Beiträge: 676
Wohnort: Jena

BeitragVerfasst am: Do März 01, 2007 10:23    Titel:

Zitat:
Das andere Problem war, daß ich nicht verstehen konnte, warum Penelope Cruz's Schauspielerei in Volver so dermaßen gelobt wurde. Daß das jetzt niemand falsch versteht: ich fand sie auch sehr gut und ich finde sie auch sehr schön und schaue sie mir gerne an, nur ich hatte das Gefühl, daß bei der Übertragung der Gefühle Raimundas auf das Publikum auch die Kamera eine entscheidende Rolle spielte und ausserdem haben mich sowohl der mütterliche Geist, als auch die Schwester wesentlich mehr beeindruckt.


Zweifelsfrei spielen in Volver alle so gut, dass Penelope eigentlich wirklich nicht als die herausragende Person genannt werden darf. Doch im Vergleich zu ihren Auftritten in Hollywood ist das, was Cruz hier bietet doch qualitativer Quantensprung nach oben. Sicherlich spielt die Kamera, das hast Du richtig bemerkt, eine entscheidende Rolle. Aber das darf man letztlich auch von einem Almodovar erwarten. Der Mann ist einfach perfekt.
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Seppel
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BeitragVerfasst am: Di Okt 23, 2007 22:14    Titel:

ich bin momentan noch zwiegespalten. auf der einen seite sehr emotional erzählt, auf der anderen seite doch erstaunlich leicht zu durchschauen. und gerade dadurch, dass ich eigentlich schon eine halbe stunde vor schluss wusste, wie der film ausgeht, hat sich das gen ende doch ein wenig arg gezogen. die schauspielerischen leistungen wurden von euch ja doch recht hochgelobt, ich fand aber wirklich nur 2 schauspielerinnen außerordentlich gut, den rest eigentlich eher mäßig. die laue synchro tut ihr übriges.

zweifelsohne aber wie gesagt klasse schauspielerische leistungen (von penelope cruz und der ihr erscheinenden mutter) und teilweise brillante elemente schwarzen humors.

war ja nun mein erster almodovar-film, aber ihr habt ja gesagt dass der recht typisch für ihn sein soll. wenn ich da jetzt mal ne nacht drüber geschlafen hab, werd ich den sicher auch noch ne ecke besser finden als jetzt und mich vielleicht auch für seine anderen filme öffnen können.
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