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Namu Die CineGLobe Perle

Anmeldedatum: 21.09.2006 Beiträge: 4981
Wohnort: Oferdingen
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Verfasst am: Sa Dez 30, 2006 20:48 Titel: Wer früher stirbt ist länger tot - Filmkritik |
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Wer früher stirbt ist länger tot
Deutschland 2006
Regie: Marcus H. Rosenmüller
Kamera: Stefan Biebl
Musik: Gerd Baumann
Darsteller: Markus Krojer, Fritz Karl, Jule Ronstedt, Jürgen Tonkel, Pia Lautenbacher, Saskia Vester
Trailer:*klick*
Der 11-jährige Sebastian lebt mit seinem großen Bruder und seinem Vater in einem kleinen Dörfchen in Bayern. Der Vater betreibt eine Gastwirtschaft. Die Mutter ist bei Sebastians Geburt gestorben.
Nach einem Streit redet Sebastians Bruder ihm ein, er sei am Tod ihrer Mutter Schuld.
Sebastian, dessen Südenkonto sowieso nicht gerade klein ist, sieht sich daraufhin als Mörder und wird von Albträumen vom Fegefeuer heimgesucht. Um diesem zu entgehen entschließt er sich zu 2 Sachen: 1. unsterblich zu werden und 2. dem Vater eine neue Frau zu suchen.
"Wer früher stirbt ist länger tot" ist eine Art bayrische Lausbubengeschichte mit einer gehörigen Priese schwarzen Humors.
Reizvoll wird der Film besonder durch seinen Charme, den er durch den naiv-weise Blick mit dem Sebastian die Geschehenisse betrachtet erhält.
Dieses kindliche Denken ist in "Wer früher stirbt ist länger tot" so überzeugend umgesetzt, daß es dem Zuschauer leicht fällt, sein eigenes Kinderdenken darin wiederzuerkennen und ihm somit erlaubt sich leicht in die Figur des Sebastian hineinzuversetzen.
Für Markus Krojer, der den Sebastian spielt, ist das die erste Filmbeteiligung und er hat die Rolle sehr natürlich umgesetzt.
Auch die anderen größeren Rollen waren recht gut besetzt, besonders die Rollen von Sebastians Vater (Fritz Karl), Alfred Dorstreiter (Jürgen Tonkel) und Sebastians Freundin Evi (Pia Lautenbacher).
Der Film ist von Seiten des Regisseurs ein Erstlingskinofilm und er hat auch ein paar kleinere Mängel. Zum Beispiel waren bei einigen Nebencharakteren die schauspielerischen Leistungen nicht gerade überzeugend... aber im großen und ganzen war der Film für ein Debüt eine ziemliche Leistung.
Besonders hervorzuheben ist noch die Musik von Ernst Baumann und wie sie in den Film verworben urde. Sie wechselt so völlig problemlos von Radiomusik zu Hintergrundmusik und umgekehrt und trifft dabei jedes Mal genau den Ton der Handlung. Tolle Leistung!
Ich hab den Film vor einigen Wochen mit meinem norwegischen Mann und einer koreanischen Freundin im Kino gesehen. Keiner von uns hat von dem Film wirklich alles verstehen (er ist nämlich auf Bayrisch! Zu meiner Bestürzung muß ich sagen, daß meine "ausländischen" Begleiter wesentlich mehr verstanden haben als ich. Peinlich!), trotzdem haben wir Tränen über Sebastians Methoden Unsterblichkeit zu erlangen gelacht. Und dem Rest vom Kinosaal ging es nicht anders.
Für jeden, der mal wieder Lust auf einfache, nette Unterhaltung hat, sei dieser Film wärmstens empfohlen!!!
Die DVD zum Film wird übrigens im Februar erscheinen. Wenn sie mit Untertiteln erscheint, werde ich mir den Film wohl noch einmal anschauen. 
Zuletzt bearbeitet von Namu am Di Jun 05, 2007 14:24, insgesamt einmal bearbeitet |
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Namu Die CineGLobe Perle

Anmeldedatum: 21.09.2006 Beiträge: 4981
Wohnort: Oferdingen
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Verfasst am: Do Mai 03, 2007 17:59 Titel: |
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Die DVD ist nun schon eine ganze Weile, sowohl als limitierte, als auch als einfach Edition im Handel erhältlich. Daher wollte ich fragen, ob einer der Admins diesen Thread vielleicht zu Deutsche Filme verschieben könnte?
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