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X-Men III - The Last Stand

 
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Crenshaw
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BeitragVerfasst am: Do März 01, 2007 16:30    Titel: X-Men III - The Last Stand

X-Men -The Last Stand



in der sprache aller comic-fans :
wenn ich ein geräusch vorweg platzieren kann, um damit den charakter
des films einzufangen ---

SNIKT !!!



was bei Spider-Man das "THWIP" - das uralte seit den 60er-jahren bekannte geräusch des netzverschiessens- ist, stellt hier SNIKT den sound dar, der beim herausfahren von Wolverines adamantium-klauen entsteht.

hiermit segne ich offiziell den dritten part der X-Men comic-trilogie, der 2006 auf den markt kam. regie führte Brett Ratner (Red Dragon, Rush Hour), am drehbuch werkelten Simon Kinberg und Zak Penn.

wichtiges vorweg :
ich empfehle X-Men III entweder als handfesten action-fantasy-film in der machart von Hellboy, den vorangegangenen X-Men-teilen oder eben auch Spider-Man.

Wolverine, Storm, Cyclops, Rogue, Iceman, ihr mentor Professor X und die anderen guten mutanten der Xavier School for Gifted Youngsters, auch bekannt als die X-Men, versuchen den megalomanischen Magneto aufzuhalten. überzeugt von der natürlichen überlegenheit der mutanten ggü normalen menschen ruft dieser einen globalen krieg aller in den schatten lebenden mutanten gegen die menschheit aus.



ein weiteres problem stellt die entdeckung eines serums dar, der den mutanten eine heilung versricht. aber ist das mutantensein eine krankheit, die es zu heilen gilt ? so richtig haarig wird die sache, als Jean Grey, als die unendlich mächtige und leider auch vollkommen wahnsinnige entität namens Phoenix von den toten zurückkehrt und kaum kontrollierbare zerstörung auszusenden beginnt.



dies sind die drei angelpunkte, die den film am laufen halten. sie alle entstammen als grundideen den Marvel-comics, und wurden in der cartoonserie anfang der 90er untergebracht, somit also dem breiten massenpublikum effektiv nahegebracht.



X3 ist einer der modernen actionfantasy-filme, über deren popcorn-fahigkeiten man kaum streiten kann.die laufzeit von knapp 100min verfliegt so schnell, dass man sich vielleicht eine etwas ausgedehntere handlung gewünscht hätte.

ja, es wirkt alles ein wenig überhaspelt und gequetscht, weniger stoff wäre hier vielleicht mehr gewesen.die an sich vielschichtige und tiefgehende story mit etlichen elementaren fragen nach dem anderssein und angepasstheit vermag die schneller werdenden effektkämpfe nihct immer wohl zu verdauen.

es gibt viele teils sehr heftige ["Charles always wanted to build bridges",
-Magneto ], teils kleine CGI-effekte, im vergleich zum ersten X-Men-teil schon fast zu viele, fast keine einstellung kommt ohne sie aus. stellenweise bekommt man das gefühl, sie seien notwendige folge eines heftigen verweises der chefetage an das computer-budgetbüro.
das resultat davon ist eine totalausschlachtung dessen, was man aus den comics kennt und schon in der cartoonserie mochte - sobald die mutanten ihre superkräfte aktivieren, geht die post ab - das bleibt auch so, wenn es um schön anzuschauende massenschlachten geht.

insgesamt bin ich an einigen actionszenen und im finale gefühl nicht losgeworden, dass der film an einigen stellen, anders als der exzellente und bodenständigere vorgänger, etwas abgehoben und zu fantastisch wird, als das, was man von einer comic-umsetzung in ein "reales setting" erwarten kann. damit kann man aber immer noch locker leben.

feine sachen zum rauspicken :

-Ian McKellen als Magneto. einen so charismatischen und standhaften antagonisten muss man lange suchen. das passiert, wenn man Ian mit seiner souveränen britisch-theatralen art einen finsteren tyrannen spielen lässt. einfach herrlich und sehr glaubwürdig.



-Wolverine. der beste X-Man von allen, zynisch, unrasiert, angekotzt und ständig an der borderline, mit einem sarkastichen spruch auf den lippen. im film hat er viele szenen, in denen ihm so derbe übel mitgespielt wird, dass man schon fragt, wie man das alles einstecken kann.keine sorge, der heilungsfaktor hält auch im overdrive-modus
"he's the best there at what he does"



-Beast. falls ihr euch fragt - wie man sowas überhaupt in einen film umsetzen kann, einen blaubepelzten, kräftigen gorillartigen mutanten, der hochintelligent ist und den us-präsidenten in mutantenfragen berät - bittesehr. sehr sympathisch und nie deplatziert wirkend.



-viele bekannte gesichter aus den comics : der Multiple Man, Juggernaut, Angel, Shadowcat, Colossus, Callisto, Pyro, Arcalite, die Morlocks, undundund.

ich hatte uU nur das subjektive gefühl, bei den ersten filmen handele es sich im wesentlichen um filme mit mutanten, die einige übernatürliche kräfte haben, die dann und wann zur geltung kommen, der aspekt der superkräfte aber nicht die hauptrolle spielt. hier hingegen gibt es fast keine unterbrechung, ständig zaubern, fliegen, prügeln und schiessen sich diverse charaktere durch die gegend. am ende ist die trennung der superhelden-fights und des zwischenmenschlichen "in zivil" dann doch etwas schwach ausgeprägt und das merkt man recht rasch.


andererseits hatten die charaktere in X I und II viel vorlauf gehabt und so weiss man im prinzip, dass Wolverine auf Rogue aufpasst, Jean liebt und Magneto Xavier als jemanden respektiert, der eher auf der seite der mutanten steht, denn gegen sie vorgeht, usw.usf. so wird das ganze kaum fortgesponnen, sondern lediglich in groben zügen aufrechterhalten.



ich finde diesen dritten teil X-Men am allerbesten. er hat nicht sonderlich viel mit dem ersten teil zu tun, knüpft aber gnadenlos eng am zweiten part an und zieht am ende sozusagen alle endkampfregister für die vorangegangenen filme.
mir hat der mut gefallen, einen schlussstrich zu ziehen und manche chars
abkratzen zu lassen. wer weiss, wie viele filme noch hinzukommen können (wenn überhaupt), ewig kann man das ganze wohl kaum weiterbetreiben.gleichzeitig sind am ende noch genügend fragen offen, um sich die option einer fortsetzung vorzubehalten.



ich hatte hohe erwartungen an den streifen hinsichtlich der neuen muties, neuer superkräfte, Wolverine (wollen den nicht ALLE sehen ??? ),


Magneto, superschurken, CGI-action, bummbumm !
diese sind vollauf erfüllt worden. einen so guten kickback hatte ich
seit "Spidey 2" nicht mehr, wo man wie ein kind am frühen samstagmorgen mitfiebert, was so als nächstes passieren wird und dass die bösen endlich geschlagen werden.


es erhärtet sich der eindruck von einer schnellen autobahnfahrt in einem altbekannten fahrzeug mit alteingesessenen und liebgewonnenen gästen, nur dass hier kaum angehalten wird und im vehikel hochgeschwindigkeitskräfte schlummern, die man vorher nihct vermutet hätte.



danke dir, Brett Ratner !
zwei stunden anspruchsloser unterhaltung mit viel handfestem gemetzel.
eine gute trilogie des modernen comic-fantasyfilms findet ihren abschluss.


zu der dvd-umsetzung :

der film erfüllt alle erwartungen an aktuelle produktionen. feines bild und ein sehr heftiger sound.

die boni sind sehr gut, aufgeteilt in gute und böse mutantenvertreter.
unbedingt ansehen : der kampf zwischen Juggernaut und Wolverine in Jeans haus - weshalb man diese effektgeladene szene rausgenommen hat.
in einem DC wäre sie viel besser als ein blosses outtake.



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John Nash
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BeitragVerfasst am: Do März 01, 2007 16:33    Titel:

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Und was sind ihre Hobbys, Mr. Spengler?
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Crenshaw
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BeitragVerfasst am: Do März 01, 2007 16:37    Titel:

hmmm, allgemein weiss ich, dass X2 ein besseres bild als X3 abgegeben hat, aber das ändert nichts daran, dass ich den 3.Teil am meisten mochte.

ach ja, vom rating gebe ich ihm 4,5 von 5

Cool Cool Cool Cool 1/2
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Tribun
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BeitragVerfasst am: Do März 01, 2007 17:04    Titel:

Ach Du lieber Himmel was für ein Hammer Review! BOAH Daumen oben

Dickes Danke!

Also Teil2 gefiel mir gar nicht. Teil 3 fand ich ähnlich gut wie den ersten.
Ich denke es liegt daran das mein Lieblings XMen Wolverine der Hauptcharakter ist.
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Namu
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BeitragVerfasst am: Fr März 02, 2007 19:00    Titel:

Also, ich finde, dass Teil 3 den Comics irgendwie am ähnlichsten ist. Der erste Teil ist eher der Wolverine-Spinn-Off-Serie ähnlich.

Genaus deshalb gefällt mir aber auch der erste Teil am Besten und der Dritte am wenigstens. Mir kamen in den X-Men Comics immer zu viele Personen vor, das war mir immer zu ermüdend. Und das Gefühl überkam mich dann auch bei X-Men3.

Ich wünschte von X-Men würde man mal mehr Comic-Spinn-Offs machen, gibt da doch einige interessante Gestalten: Nightcrawler, Gambit, Rogue, der Russe (ich weiss nicht mehr, wie man den schreibt: Collosus, Collosos?), Ororo Munroe...
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Crenshaw
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BeitragVerfasst am: Mo März 05, 2007 13:45    Titel:

du meinst Colossus ( Piotr Rasputin etwdr heissen die russen ja Ivanoff oder Rasputin, sowie deutsche immer Schmidt oder Mueller ... furchtbar ... Razz )

ich fand bei den X-Men-comics immer diesen team-up-gedanken am besten, dh die X-Men funktionieren nun einmal als grosse, sehr inhomogene gruppe, die sich doch immer wieder gegen gemeinsame, übermächtige feinde zusammenraufen (muß), um zu überleben und um übergeordnete prinzipien zu verteidigen. der hauptfokus ist somit natürlich ein ganz anderer als bei Daredevil, Superman, Spidey oder Bats, die ja sozusagen den grundkern ihres universums bilden, das um sie herumrotiert. es gibt dann nur einen protagonisten, um welchen sich der rest in konzentrischen kreisen aufbaut.

Batman :
Alfred, Lucius Fox, Commissioner Gordon, Robin, Nightwing, Batgirl, zwielichtige gestalten wie Catwoman und Azrael, schurken wie Joker, Two-Face, Penguin, Bane etc.

Superman : seine eltern Kent, Lois Lane, Jimmy Olsen, Perry White,
Lana Lang, schurken wie Lex Luthor, Brainiac, Darkseid usw.

usw.

bei den X-Men hingegen bietet beinahe jeder der protagonisten einen solch massiven ansatzpunkt mit massig background, zB Cyclops, Magneto, Wolverine, Cable, X-Factor, X-Force (in den comics ja auch so dargestellt )
ich kann deinen punkt sehr gut nachvollziehen, Namu. es kann sein,dass
eben dieser aspekt der "überbevölkerung" von charakteren nicht jedermanns sache ist.
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