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Xmas Tale

 
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Kittie
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Anmeldedatum: 20.09.2006
Beiträge: 932
Wohnort: Gegenerde

BeitragVerfasst am: Sa Aug 09, 2008 20:01    Titel: Xmas Tale

Originaltitel: Cuento de navidad

Regie: Paco Plaza

Darsteller: Maru Valdivielso, Christian Casas, Roger Babia, Pau Poch,
Daniel Casadellà

Story:

Fünf Kinder – vier Jungs und ein Mädchen – finden eine Frau im
Weihnachtsmannkostüm in einem Loch mitten im Wald. Sie lebt zwar noch,
aber es geht ihr nicht mehr ganz so gut.

Ein paar der Kinder wollen Hilfe holen und gehen so zur Polizei (die hier
vermutlich nur aus einem Beamten besteht). Aber auf dem Revier finden
die Kinder raus, dass es sich bei der Frau um eine gefährliche Diebin
handelt und so verschwinden sie schnell vom Revier zu den Anderen
ohne den Beamten informiert zu haben.

Sie erzählen den Anderen von ihrer Entdeckung und so beschließen die
Kinder, die Frau erst mal in diesem Loch zu lassen, aber die Kinder
kümmern sich auch um sie indem sie ihr Lebensmittel – eigentlich nur
Süßigkeiten – bringen.

Aber der Zustand der Frau verschlechtert sich immer mehr und eines
Nachts kommen zwei der Jungs inspiriert durch den Film "Zombie Invasion"
auch an der Frau ein Zombie-Voodoo-Ritual durchzuführen.

Dieses Ritual muss auch funktioniert haben, denn als es den Anschein
machte, dass die Frau stirbt, ist am nächsten Tag das Loch leer. Und die
Kinder denken nun, sie sei als Zombie wieder auferstandne und machen
Jagd auf sie…

Kommentar:

Als erstes und wichtiges: man sollte hier keinen Zombiefilm erwarten. Es ist
einfach Keiner und auch nicht von den ersten 3 Minuten des Films
täuschen lassen. Hier bekommt man zwar dem Zombiefilm "Zombie
Invasion" zu sehen, aber leider wird aus diesem nichts. Im Verlaufe von
Xmas Tale bekommt man zwar noch mal kurz einen Einblick in
"Zombie Invasion".

Aber das war es dann auch schon, was recht ärgerlich ist, denn man
wünscht sich regelrecht, dass man lieber "Zombie Invasion" gesehen hätte
als Xmas Tale, denn dann hätte man eine herrliche "Trashperle" zu
sehen bekommen.

Xmas Tale entpuppt sich – mal wieder – mehr als ein Drama als ein
Horrorfilm. Aber dieses mal als ein Jugenddrama. Was auch recht nett ist
und werden hier doch schnell Erinnerungen an Stand by me wach, aber
leider verfliegen schnell diese freudigen Erinnerungen, denn Xmas
verbreitet eine derart Langeweile, dass die Versuchung die
Vorspultaste zu drücken immer größer wird.

Man sitzt da und wartet und warte und wartet immer noch, dass mal etwas
passiert und wäre es nur so ein Spruch wie "Es reibt sich die Haut mit der
Lotion ein. Das muss es machen, wann immer man es ihr sagt."
Aber in
dieser Richtung kommt auch nichts.

Es waren aber gute Ansätze da. Wie zum Beispiel, dass es so gut wie keine
Erwachsenen im Film gibt. Die Frau in der Grube sei hier von mal
ausgenommen. Aber warum so gut wie keine? Es gibt da den
Polizeibeamten, einen Vater von einem der Jungs und eine großbrüstige
nackte Nachbarin, aber von denen sieht man niemals das Gesicht. Also
befinden wir uns in der Welt der Kinder – also auch deren Welt- bzw.
Werteanschauung. Ich glaube hiermit hätte man sehr viel mehr machen
können, aber das richtig auszunutzen reichen die knapp 72 Minuten nicht
aus.

Aber was macht jetzt Xmas zum "Horrorfilm"? Und ich darf gar nicht
dran denken, dass dieser Film einer der 6 Films To Keep You Awake ist.

Von einem Horrorfilm kann man hier beim letzten Drittel der 72 Minuten
sprechen. Denn hier wird er Film slasher-artig. Denn es ist fast alles da: die
jungen Opfer, der "Killer" mit einer Axt und eben das typische Lauf-weg-
und-Versteck-dich-Spiel. Nur bleiben hier die Kills weg und in Sachen SFX
hat der Film nicht viel zu bieten.

Aber hier kommt dann endlich mal ein wenig Spannung auf und auf dem
Höhepunkt ist, dann der Film auch schon so gut wie zu Ende.

Man hätte hier sehr viel besser machen können. Entweder hätte man
"Zombie Invasion" gedreht, oder ein richtiges Jugenddrama oder eben
einen richtigen Slasher. Da hätte man einfach aus den Kindern Jugendliche
gemacht und schon könnte das freudige Schlitzen losgehen. Hätte mir
persönlich am besten gefallen und dann könnte man vielleicht auch schon
eher von einem Film sprechen, der einem am einschlafen hindern soll.

Ich hatte den Film sehr viel besser in Erinnerung, aber ich muss wohl
irgendwo verdrängt haben, dass der hier eher enttäuschend ist. Wie
gesagt das Beste am Film sind die kleinen kurzen Einspieler zu "Zombie
Invasion" und die letzten paar Minuten. Den Rest kann man sich sparen
und es ist mir ein Rätsel wie so unter einer "Horror Anthology" erscheinen
konnte.

Ich freue mich aber schon drauf, diese Reihe dann endlich mit Hell's
Resident
abschließen zu können.




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