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Namu Die CineGLobe Perle

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Verfasst am: Mi Jun 18, 2008 17:09 Titel: YUEN Biao |
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YUEN Biao – Werdegang eines Hong Kong Actiondarstellers
Bürgerlicher Name: HSIA Ling-jun (Schreibweise: 夏令正; Pīnyīn: XIÀ Lìng-zhèng)
Künstlernamen: YUEN Biao (Schreibweise: 元彪)
Alternativen: YUEN Biu, YUAN Biao, Bill Yuen; seltener Jimmy YUEN Biao
Spitznamen: Kleiner Bruder
Anmerkung: Bei den in Großbuchstaben geschriebenen Silben handelt es sich um den Familiennamen!
Geburtsdatum: 26.07.1957 (In Nanjing oder Hong Kong, leider gibt es hier widersprüchliche Informationen)
Familienstand: verheiratet mit Schauspielerin DiDi PHANG Sau-ha; 2 Kinder
Größe: 1,68 cm
Hobbies: Golf, Mahjong
Anmerkung: Dem folgenden Text liegen verschiedene Interviews mit Yuen Biao und einigen seiner Martial Arts-und Actionkollegen, diverse Bey Logan Audiokommentare auf Hong Kong Legends und Dragon Dynasties DVD, sowie die Biographie Jackie Chans „I Am Jackie Chan – My Life in Action“, New York 1998 zugrunde. Die verschiedenen Quellen weichen in manchen Punkten stark voneinander ab. Bei Unterschieden habe ich mir also die Freiheit genommen, die mir als plausibelst erscheinende Aussage wiederzugeben – wenn möglich die von Yuen Biao selbst - , möchte aber dennoch keine vollständige Richtigkeit garantieren.“
Anfänge
Peking Oper Schüler
Bei einer 10-köpfigen Familie haben es Eltern schwer, nach allen Kindern zu sehen. Wenn also das fünfte Kind der Mami ständig auf den Schulweg entwischt und sich irgendwo herumtreibt, vorzugsweise in Peking Oper Häuser, müssen harte Maßnahmen her:
Für den kleinen Ling-jun endete es damit, daß seine Eltern – selbst Liebhaber dieser Kunst - ihn einfach gleich in eine Peking Oper Schule steckten.
Er wurde von Meister Yu Jim-yuen aufgenommen, der damals einer der zwei bekanntesten Lehrer war. Gemäß einem alten Brauch (bzw. solche sozialen Strukturen sind in Asien sehr familienähnlich bzw. Meister und Mitschüler sind wie Familie), bekam er von Yu Jim-yuen einen neuen Namen, der als “Familiennamen” aus einer Silbe des Namens sen Meisters bestand: Yuen. Ling-juns neuer Vorname lautete Biao, was man in etwa mit “junger Tiger” oder “Tigerkatze” übersetzen könnte (und die kantonesische Aussprache in deutschen Buchtstaben würde ungefähr Bju ergeben – Yuen wäre auf diese Weise Jün).
Mit seinen zarten fünf Jahren war der kleine Yuen Biao vorerst der jüngste Schüler Meister Yus, die meisten seiner Mitschüler drei-fünf Jahre älter als er, was es ihm nicht gerade einfach unter seinen Mitschülern machte, dafür aber die Sympathien der großen “Schwestern” einbrachte.
Da zu Yuen Biaos Mitschülern, die auf unserem Forum wohl mehr bekannteren Hong Kong Stars Jackie Chan (damals Yuen Lou) und Sammo HUNG Kam-bo (damals Yuen Lung) zählten, möchte ich hier eine kleine Episode widergeben, die Yuen Biao in einem Interview erzählt hat:
Klein-Yuen Biao hatte eines Tages aus welchen Gründen auch immer einem seiner ältesten und doppelt so großen Mitschüler, dem bereits erwähnten Yuen Lung (Schreibweise: 龍 = Drache) alias Sammo Hung, ein 10 Cent Stück gegeben. Später wollte er dieses wieder zurück haben, stieß aber auf taube Ohren. Er erzählte seine Probleme Jackie, der - allzeit bereit Unrecht wieder gutzumachen - von Sammo das 10 Cent Stück forderte. Sammo erwiderte daraufhin, daß das Jackie gar nichts angehen würde und schon war die schönste Prügelei im Gange…
Yuen Biao hat diese Geschichte in einem Interview erzählt. Natürlich wollte der Reporter daraufhin wissen, wer denn gewonnen hätte. Yuen Biao mit einem verschmitzen Lächeln: “Sammo natürlich!” und entschuldigend hinzufügend. “Wir waren ja noch klein…”
Auch wenn sich diese Geschichte im Nachhinein lustig anhört: besonders viel zu Lachen hatten die SchülerInnen Meister Yus nicht. Das Training für die Peking Oper war extrem hart. Vom Aufstehen bis zum Abend mußten die Kinder Singen, Schauspiel, Akrobatik, Theaterkampf, Köperbeherrschung, Ausdauer und Martial Arts Grundkenntnisse trainieren. Wer die Ansprüche des Meisters nicht erfüllte, wurde verprügelt, wer sich auch nur ein kleines bißchen daneben benam wurde verprügelt…
Vielleicht hat ja jemand von Euch den Film “Lebe wohl, meine Konkubine” von Chen Kaige gesehen? Dort bekommt man in etwa einen Einblick, was sich hinter den Kulissen der Peking Oper so abspielt.
Yuen Biao hat einmal gesagt, als kleines Kind sei ihm immer “Warte nur ab, bis ich größer bin…” durch den Kopf gegangen, wenn er an Meister Yu gedacht hätte. Später – mit dem Wissen konfrontiert, daß er und die anderen SchülerInnen mit weniger hartem Training sich kaum in ihrer Branche hätten durchsetzen können - hat er das natürlich anders gesehen.
Meister Yuen entdeckte an Klein-Biao schnell ein besonderes Talent für Saltos und andere Sprünge, mit dem sich unter seinen Schülern nur noch der sechs Jahre ältere Yuen Wah (Schreibweise: 華 , Das ist ein kleiner Insider für Joy…) messen konnte und so nahm er den Jungen in seine spezielle Bühnentruppe 七小福 (auf englisch: Seven Little Fortunes) auf, mit der er des öfteren auf Tournee ging. Zu dieser Truppe gehörten ursprünglich neben Yuen Biao noch Yuen Lung aka Sammo Hung, Yuen Wah (eventuell als Landlord aus Kung Fu Hustle bekannt, die Landlady ist auch eine Schülerin Meister Yus, Yuen Qiu), Yuen Kwai (aka Corey Yuen Kwai, Actionchoreograph von X-Men, Jet Lis ”The One”, Jet Lis ”War”, Jet Lis ”Kiss of the Dragon” usw.), Yuen Luo aka Jackie Chan, Yuen Tak und Yuen Mo (auch die beiden letzten waren lange Zeit als Stuntmen und Schauspieler in Hong Kong Filmen tätig).
Die Seven Little Fortunes Aufführungen waren recht erfolgreich und die Jungs bekamen so auch erste Kontakte zum Film, da sie ab und an als Kinderstars eingesetzt wurden.
Zum folgenden Video: Um die Möglichkeit zu bieten, solche Tournees und die unbekannteren Yuens kennenzulernen, habe ich das folgende Tribut an die Seven Little Fortunes herausgesucht. Die Einführung geht ungefähr bis 2:40. Danach kommen nur noch ein paar Filmausschnitte und die Musik wandelt sich ab der Stelle dann auch ins Unerträgliche. Es schadet trotzdem nicht auch noch die Stelle von 3:30 bis 3:34 anzusehen. Es sind ein paar schöne Sprünge, die Yuen Wah da live aufführt:
Stuntman, Extra, Actionchoreograph
Zu der Zeit als die genannten Yuens ans Ende ihrer Ausbildung gelangten, war die Peking Oper in Hong Kong im Untergang begriffen, die Zeit des Fernsehens als Unterhaltungsmedium hatte eingesetzt.
Die Absolventen der Peking Opern Schule, mußten sich also eine andere Arbeitsstelle suchen. Eine Alternative bot die Filmindustrie, die die Operndarsteller als Stunt-und Martial Arts Double einsetzte.
Es mag sich vielleicht seltsam anhören, Opernperformer als Martial Arts Double anzustellen, hat aber recht gute Gründe. Zum einen bringt man aus der Peking Opern eine Basis in chinesischer Kampfkunst mir. Außerdem hat der Leinwandkampf einen geplanten Bewegungsablauf, der wegen der Wirkung auf der Leinwand genau sitzen muß. Viele Martial Artisten besitzen nicht das gleiche Gefühl dafür, wann ein Schlag bzw. eine Reaktion erfolgen muß, wie zum Beispiel Tänzer oder Artisten von der Peking Oper, die von klein auf lernen, einstudierte Bewegungsabläufe präzise auszuführen.
Hinzu kommt natürlich auch noch, daß das Martial Arts Genre in Hong Kong nicht einfach eine Show ist, um einigen Eingweihten Kampfkünste vorzuführen, sondern es ist ein sehr populäres Unterhaltungsgenre, die Kampfkunst ein Teil von Erzählungen, die ein breites Publikum anpsprechen. Es sind also nicht nur reine Kampfkunstfähigkeiten gefragt.
Es ist wohl weiterhin auch anzunehmen, daß Kampfkunstfilme in Hong Kong zum Teil auch Wurzeln, in der Peking Opern haben und es ist eben leichter für einen Peking Opern Darsteller Kampfkunstfähigkeiten zu erlernen, als für einen Martial Artisten Akrobatik, etc.…
Als die Yuens beim Film anfingen, waren sie vor allem in zwei Unternehmen engagiert. Das eine waren die Shaw Brother Studios. Das andere waren Bruce Lee Filme. Yuen Biao begann seine Stuntman Karriere mit 15 Jahren in Bruce Lees “Fist of Fury” unter dem anglizierten Namen Bill Yuen. An diesem Projekt waren auch seine Brüder beteiligt, und auf beide Parteien hat diese Zusammenarbeit einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Bruce Lee entwickelte eine besondere Vorliebe für die Yuens und so kamen sie auch in seinem nächsten Film unter. Mit den ältesten, hauptsächlich Sammo Hung und Yuen Wah, war Bruce Lee auch etwas näher befreundet. Von Yuen Wah, der Bruce an einer Stelle in Fist of Fury doubelte, war Bruce Lee so begeistert, daß dieser auf Bruces Wunsch hin für “Enter the Dragon” wieder als sein Stunt Double engagiert wurde. Er unterrichtete Yuen Wah auch persönlich in Jeet Kune Do.
In Hong Kong sah die Arbeit eines Stuntman zu dieser Zeit so aus, daß die jungen Männer – Frauen hatten es in dieser Branche etwas schwer – während des Filmens die Stunts machten, dies und das über Actionchoreographie lernten, sowie ihre eigenen Ideen zu dieser beitrugen (Hong Kong Filme waren weniger statisch organisiert als Filme in westlichen Ländern) und von den am Film beteiligten Martial Arts Meistern verschiedene Kampfkunststile lernten. Während der Filme wurden sie zur Weiterbildung in Kampfsportschulen geschickt.
Yuen Biao lernte auf diese Art zum Beispiel Taekwondo in Korea und wurde darin dann in Hong Kong noch von dem koreanischen Taekwondomeister Hwang Jeong-ri (aka Hwang Jang Lee aus Snake in the Eagles Shadow, Drunken Master usw) unterrichtet.
Wahrscheinlich ist diese Verbindung zu den Beinarbeit bevorziehenden koreanischen Kampfsportarten der Grund, warum er außer für Saltos und Flips und sonstige Sprünge auch noch besonders gerne zum Doubeln für Kicks engagiert wurde. Obwohl Shaw Ikone Li Li-li meint, es läge daran, daß seine Kicks besonders graziös gewesen wären…
Als Stuntman machte Yuen Biao sich bald einen Namen. Zusammen mit seinem älteren Bruder Yuen Wah gilt er heute als einer der akrobatischsten und athletischsten Stuntdouble die das Hong Kong Kino hervorgebracht hat. In der Zwischenzeit hat er so gut wie jeden namhaften Hong Kong Actiondarsteller für Stunt-, Akrobtik- und Martial Arts Szenen gedoubelt, einschließlich seiner bekannten großen Brüder. Für sich selbst mußte er nur selten auf ein Double zurückgreifen.
Er hatte auch die zweifelhafte Ehre, daß man nach Bruce Lees Tod auf ihn zurückkam, nachdem das Stuntdouble für Bruce Lees Bodydouble in dem posthum fertiggestellten “Game of Death” nicht alle Stellen doubeln konnte (wahrscheinlich verdankt er diesen Job auch dem Umstand, daß Sammo Hung an der Actionchoreographie des Films arbeitete).
Bruce Lees Tod 1973 – Biao war damals knapp 16 - hatte Folgen für alle Yuens. Martial Arts Filme verloren vorrübergehend an Popularität und zumal es noch durch den Niedergang der Peking Oper eine Schwemme an Stuntmans gab, war es schwer, Arbeit zu finden. Die Yuens drehten zwar noch einige Shaw Brothers Filme, verstreuten sich aber nach und nach in alle Ecken und Enden der Welt, Jackie ging nach Australien und später nach Taiwan, Biao mit Meister Yu in die Staaten, während Sammo in Hong Kong auharrte.
Zum folgenden Video: Hier sind Stellen mit Sammo, Jackie und Yuen Biao als Bruce Lees Extras. Yuen Wah doubelt Bruces Salto am Ende des Videos.
Actiondarsteller
Unter der Ägide des “großen großen Bruders”
Während seine kleinen Brüder da und dort in der Welt mehr oder weniger erfolgreich Fuß zu fassen, blieb Sammo Hung in Hong Kong, wechselte zum Studio Golden Harvest und bastelte an seiner Karriere als Actionregisseur.
Er gehörte auch mit zu den Leuten, die daran beteiligt waren, daß sich Martial Arts Filme nun von Filmen über stoische Helden zu Martial Arts Komödien wandelten. Außerdem war er eine der treibenden Kräfte, die dafür sorgten, daß die Leinwandkämpfe realistischer wurden als zu Shaw Zeiten, das heißt die Kämpfe wurden nach und nach weniger gestellt, Schläge und Tritte beim Dreh auch ohne abzustoppen vollständig ausgeführt.
Als sich das Genre durch diesen Umstand wiederbelebte, benachrichtigte Yuen Biaos Vater seinen Sohn, der sich in den Staaten in der Zwischenzeit als Bügeljunge (jaja, die Wäscheszene in Dreadnaught ist also nicht weit von der Wahrheit eintfernt. ) über Wasser hielt und so kehrte dieser nach Hong Kong zurück. Sein „großer Bruder“ Sammo brachte ihn bei Golden Harvest unter und förderte auch seine Karriere weiter. Seinen Wünschen nach hätte Biao gerne als Stuntdouble und Actionchoreograph hinter den Kulissen gearbeitet, aber das Studio sah das anders: er sollte gefälligst auch auf der Leinwand zu sehen sein!
Sammo überredete den Widerspenstigen kleinere Rollen in seinen Filmen zu übernehmen und gab ihm schließlich auch eine erste Hauptrolle in seinem Film Knockabout (1979). Das war eine besonders schöne Geste, denn ursprünglich hatte er die Rolle in diesem Film für sich selbst vorhergesehen. Aber Yuen Biao war eben zufällig da und Sammo dachte, er sei sehr gut für diesen Film geeignet - falls er es schaffen sollte, soviel zu reden.
Sammo sagte mal, dies – nicht die Action und nicht die Martial Arts Szenen - sei seine größte Sorge gewesen, schließlich sei Yuen Biao im wirklichen Leben immer so still... (Yuen Biao sagt selbst über sich aus, daß er introvertierter sei als einige seiner großen Brüder, wie zum Beispiel Jackie und Sammo...)
Jedenfalls war so Yuen Biaos „Debut“ geplant und Sammo fügte kurzerhand eine andere Rolle für sich in das Script ein. Für einen Debutfilm ereichte der Film kein so schlechtes Ergebnis. Am Ende des Jahres war er bei der Rangliste der erfolgreichsten Filme auf Platz 17 von ca 400. Es war nicht unbedingt der Durchbruch, aber es reichte aus, daß Yuen Biao von nun an auch größeren und kleinere Rollen in Filmen anderer Regisseure übernahm, zum Beispiel in Jackie Chans Meister aller Klassen aka The Young Master oder Yuen Woo-pings Dreadnaught.
Golden Harvest änderte für sein Debut auch seinen Namen zu Jimmy YUEN Biao, mit dem Hintergedanken ihn zu einem zweiten Jackie zu machen – meines Erachtens eine totale Schnapsidee, denn der Stil der beiden ist total verschieden und wahrscheinlich hat dieser Vergleich Yuen Biao mehr geschadet als genutzt -. Leider hatten sie ihm auch nie von ihren Plänen und der Namensänderung erzählt und das führte später zu allerlei Verwirrung als die Fans im Ausland ihn auf einmal mit Jimmy ansprachen...
Zum Glück wurde der Name aber auch bald wieder fallengelassen und Yuen Biao war dann einfach überall Yuen Biao.
Seinen eigentlichen Durchbruch hatte Yuen Biao mit einem weiteren Film von Sammo Hung, nämlich The Prodigal Son (1982), der sich an der Figur des wirklichen Wing Chun Meisters Leung Jan orientiert. „The Prodigal Son“ gilt heute als einer der großen Martial Arts Klassiker.
Nebenbei bemerkt ist es auch mein Lieblings Martial Arts Film und einer der Gründe, warum ich ursprünglich überhaupt angefangen habe, Yuen Biao Filme zu schauen.
Yuen Biao und Sammo blieben sich danach auch noch eine ganze Weile für weitere Filme treu. Der Ton derselbigen änderte sich aber. Von Martial Arts Meistern und historischen Setting kam man langsam ab und „moderne“ Stunt-und Actionfilme wurden populär.
Meiner Meinung nach ist die Zeit mit Sammo Hung die Beste in Yuen Biaos Karriere gewesen und zwar aus zwei Gründen. Von allen Actionregisseuren konnte Sammo Yuen Biaos Talente am Besten einschätzen und zog auch vollen Nutzen daraus. Zum anderen war dies auch zeitlich der Höhepunkt, die Glanzzeit des Hong Kong Actionsfilms, der Anspruch war dementsprechend hoch und es wurde mit großer Professionalität gearbeitet.
Sammo Hung macht vollen Gebrauch von den Fähigkeiten seines „kleinen Bruders“
The Golden Trio: Jackie Chan, Sammo Hung und YUEN Biao
An dieser Stelle möchte ich auch noch einmal kurz auf die Filme zu sprechen, die auch noch zu Hong Kongs Action Glanzzeiten entstanden und in denen Jackie Chan, Sammo Hung und Yuen Biao gemeinsam spielen, was ihnen so Spitznamen wie Three Dragons, Triple Dragons, die drei Brüder oder eben Golden Trio einbrachte. Zu diesen gehören – wenn ich die Lucky Stars Trilogie mal ausnehme - Project A aka Der Superfighter, Wheels On Meals aka Der Powerman und Dragons Forever aka Action Hunter.
Die Filme sind hier auch sehr bekannt, laufen aber schnell mal einfach unter Jackie Chan Filme. Das ist im Grunde genommen nicht ganz korrekt, denn sie waren tatsächlich als Dreier-Gemeinschaftsfilme gedacht und auch aus diesem Grund in Asien populär.
Als Yuen Biao Fan stehen ich diesen Filmen etwas zwiegespalten gegenüber. Einerseits hat er da einige wirklich besonders schöne Szenen und durch ihr gemeinsames Aufwachsen und die lange Zusammenarbeit sind gerade Sammo und Yuen Biao gut aufeinander eingestimmt. Andererseits tut es mir aber auch in der Seele weh, wenn ich sehe, daß andere Leute sich so auf Jackie oder auf Sammo konzentrieren, daß sie den kleinen Bruder oft einfach übersehen.
Dragons Forever (1988) war das letzte dieser Projekte und höchstwahrscheinlich wird es keinen Film dieser Art mehr geben. Die Gerüchteküche sagt gerne, daß dies an einem Streit läge, den die drei am Set von Dragons Forever gehabt hätten, aber das halte ich für unwahrscheinlich (zumindest die Annahame, daß sie sich “aufs Blut zerstritten hätten”; den Streit hatten sie schon, aber das war wohl nichts Ernstes. Yuen Biao hat gleich danach noch mit beiden an anderen Filmen gearbeitet und soweit ich weiß vertragen sich Sammo und Jackie auch noch). Ich teile eher die Meinung Bey Logans, einem Martial Artisten, der in Hong Kong gearbeitet hat und die Audiokommentare auf den Hong Kong Legends DVDs spricht, daß sie davon absehen, weil sie die Erwartungen, die man daran knüpfen würde, überhaupt nicht mehr erfüllen könnten. Oder wie Yuen Biao sagt: “Unsere Söhne können das vielleicht mal machen, wir jetzt aber nicht mehr!”
(Aus Jackie Biographie “I Am Jackie Chan – My Life in Action”, New York 1998) kann man außerdem schließen, daß es sich eher um einen Streit zwischen Jackie und Sammo handelte…)
Yuen Biao, Jackie Chan und Sammo Hung
Aus dem Schatten heraus?
Yuen Biao hat sich später mehr von seinen Brüdern gelöst und ist seine eigenen Wege gegangen. 1986 produzierte er seinen ersten Film, in dem er die Hauptrolle übernahm und seinen Peking Oper Bruder Corey YUEN Kwai als Regisseur anstellte. Es ist ein solider, aber handlungsarmer Actionfilm, mehr auf das internationale Publikum ausgerichtet, der viel von Yuen Biaos körperlichen Fertigkeiten zeigt und einige schöne Kampfszene mit der amerikanischen Martial Artistin Cynthia Rothrock (die übrigens sehr angetan von Yuen Biaos Kampfkunstfertigkeiten ist) hat. Yuen Biao hatte übrigens bei diesem Film auch den gefährlichsten Unfall seiner Laufbahn. Er hat da ein bißchen Glück gehabt, denn seiner Ansicht nach, wäre es schlimm gewesen, wenn er gestorben wäre, denn dann hätte man ja den ganzen Film vergessen können...
Ich weiß allerdings nicht, was Yuen Biao an dem Film so schlimm fand, daß er anschließend erst wieder einige Jahre in Filmen von Freunden und Bekannten gespielt hat.
1992 hat er dann selbst noch einmal einen Film als Regisseur gedreht: „ A Kid from Tibet“, in dem er auch die Hauptrolle spielt, die Actionszenen erdachte und leitete und den er produziert hat. Der Film ist von der Handlung her etwas seltsam, aber er hat die Fish Out of Water Situation, die Yuen Biao normalerweise ganz gut (und gerne) spielt und einen schönen Showdown mit seinem großen Bruder Yuen Wah. Die beiden haben ähnliche Fähigkeiten, so daß sie bei einer Konfrontation miteinander sämtliche Register ihres Könnens ziehen können (aus dem Grund hält übrigens auch Cynthia Rothrock ihre Kampfszenen mit Yuen Biao so in Ehren. Die beiden kommen sich nämlich auch vom Stil entgegen). Ich denke aber, daß sich Yuen Biao trotzdem ein bißchen an „A Kid from Tibet“ übernommen hat. So viele Aufgaben in einem einzigen Film zu übernehmen ist kein Pappenspiel und hier ging es, meiner Meinung nach, ein wenig auf Kosten der Schauspielerei.
Obwohl „A Kid from Tibet“ Yuen Biaos Lieblingsfilm seiner eigenen Filme ist, da er da eben alles selbst machen konnte, ist der Film bis heute sein einziges Regieprojekt geblieben.
So viele Aufgaben zu übernehmen, war dem für seine Gemütlichkeit bekannten Actionstar dann doch zu hektisch und anstrengend (der Arme hat beim Dreh über 10 Kilo abgenommen... )
Wie bereits angesprochen gerieten die Hong Kong Actionfilme in diesem Zeitraum, bzw. schon vorher wieder in eine Krise und von Yuen Biaos Werken sind ca. ab den 90ern - bis auf Ausnahmen - erst wieder die kontemporären interessant.
Das liegt auch daran, daß sich zu Beginn der 90er eine andere Art Actionfilme durchsetzte. Hauptsächlich von Tsui Hark in Bewegung gesetzt, kamen die effktlastigeren Filme im Hong Kong Kino auf. Diese Effkete, sowie schnellere Schnitte und Kameratechniken ermöglichten es auch unausgebildeten Schauspielern (sozusagen die Sorte: schöne Menschen) Actionszenen zu übernehmen und versetzte dem Beruf des Actiondarstellers mehr oder weniger den Todesstoß.
Übrigens spielte Yuen Biao zu Beginn selbst in Tsui Harks Filmen. Er spielt die Hauptrolle in „Zu Warriors from the Magic Mountain“ und als Foon eine ziemlich große Rolle in Once Upon a Time in China. Er hatte aber wohl wie so viele andere Probleme bei der Zusammenarbeit mit Tsui Hark und mit dessen chaotischer Arbeitsweise und hat es abgelehnt die Rolle für die Once Upon A Time in China Sequels wiederaufzunehmen.
Mitte der 90er Jahre zog Yuen Biao die Konsequenzen aus der Entwicklung und zog sich weitgehend aus dem Filmgeschäft zurück.
Warum Yuen Biao zwar den Respekt von Leuten, die in das Hong Kong Actionfilmbusiness involviert waren, und vor allem den Respekt anderer Martial Artisten erlangt hat, außerhalb aber nie so recht bekannt wurde, ist eine Frage, die wahrscheinlich zu viele Aspekte und Zufälligkeiten hat, um sie genau zu anlysieren.
Ein paar Punkte, die vielleicht dazu beigetragen haben könnte, möchte ich trotzdem erwähnen. Das eine ist eine Randbemerkung Bey Logans, daß Yuen Biao wahrscheinlich zu schlank und zierlich gewesen sei, so daß sich die grober gebauten Westler wohl nicht mit ihm identifizieren hätten können. Diese Aussage ist natürlich sehr oberflächlich, aber sie streift, meines Erachtens, eine andere Tatsache, die vielleicht nicht ganz von der Hand zu weisen ist. Andrew Schroeder beschreibt in seinem Buch „Tsui Hark’s Zu: Warriors From the Magic Mountain“ (Hong Kong 2004) das Hong Kong Action Kino der 80er Jahre, in dem sich Yuen Biaos Brüder etablieren konnten, als sehr Macho-geprägt. Er arbeitet sehr fein gerade an Yuen Biaos Figur heraus, wie sich die Figur der Helden mit Tsui Harks Filmen zu verändern beginnt und dem Männlichkeitswahn eine Abfuhr verteilen.
Andrew Schroder hat sicherlich einen Punkt damit. In den 80er Jahren waren nicht nur in Hong Kong Testosteronausstrahlende Männerfiguren beliebt, aber ich scheine mehr Yuen Biao Filme als Schroeder gesehen zu haben und meiner Feststellung nach, findet man die Punkte, die Schroder an seiner Figur in Zu Warriors aufzählt auch in vielen seiner anderen Figuren aus dieser Zeit.
Yuen Biaos zierliche Figur, die Logan ansprach und Yuen Biaos eigene Abneigung gegen die übertrieben männliche Männerrollen, läßt es ein wenig so erscheinen, als wäre er auch einfach zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen, um die Beachtung der Massen auf sich zu ziehen. Und wie gesagt, in den 90 er Jahren begann dann die Zeit, in der eben hübsche Gesichter gefragt waren und auch wenn ich persönlich finde, daß Yuen Biao sehr charmant ist: als klassische Fernsehschönheit geht er wohl nicht durch...
Es gibt noch einen weiteren wichtigen Punkt, den man ansprechen sollte, wenn es um Yuen Biaos (nicht vorhandenen) Bekanntheitsgrad geht. Das wäre sein Charakter.
Yuen Biao gilt als bodenständig und sehr freundlich, aber auch als extrem zurückhaltend und er ist beileibe kein Entertainer wie zum Beispiel seine zwei bekannten Brüder, was im asiatischen Showgeschäft von Vorteil wäre.
Ihm ist zudem auch nicht am „Star Sein“ gelegen und er wollte eigentlich auch nie unbedingt VOR der Kamera stehen. Wenn er von sich selbst redet, betont er – genaues Gegenteil seiner großen Brüdern – immer, daß er Actiondarsteller ist und kein Schauspieler (was er im Übrigen auch für viel Außergewöhnlicher hält, da es ein Talent erfordert und nicht Geld und Beziehungen ). Daher hat er seine Rollen auch oft danach ausgesucht hat, inwieweit er in den Actionprozess des Films involviert sein würde, oder mit welchen Leuten noch am Set sein würden und hat daraus resultierend nicht immer in den karriereförderlichsten Filmen gespielt.
Und so kann man dieses Kapitel wohl nur mit den Worten eines unbekannten Fans schließen: Es ist sehr schade, daß Yuen Biao nicht den Bekanntheitsgrad erlangt hat, den er verdient hätte - jedoch kann man nicht sagen, ob ihm das überhaupt gefallen hätte...
Yuen Biao am Set von „A Kid from Tibet“, bei dem er Regie führte
YUEN Biao und Japan
Yuen Biao und Japan ist meines Erachtens das lustigste Kapitel aus Yuen Biaos Leben. Den Rest dieser Biographie habe ich ja absichtlich so gehalten, daß man vieles auch auf die Karrieren anderer Hong Kong Action Akteure übertragen kann, aber nun kommen wir zu einem Phänomen, daß wirklich Yuen Biao-spezifisch ist: Yuen Biao ist einer der wenigen Schauspieler aus Hong Kong, die in Japan richtig groß rauskamen!
Ganz außergewöhnlich wird das dadurch, daß er in Hong Kong selbst gar nicht mal so bekannt war.
So ganz läßt sich auch dieses Phänomen nicht erklären. Ausgelöst wurde es wohl durch den Film „The Champions“ (1983), in dem Yuen Biao ein Landei spielt, das in die Großstadt kommt (die Anfangsszene hat übrigens Ähnlichkeiten zu Ong Bak ). Er findet dort einen guten Freund in einem Fußballfan (von Cheung Kwok-keung gespielt) und die beiden beschließen, Profifußballer zu werden. Yuen Biao verschlägt es aber zuerst in den Verein eines unangenehmen Schnösels (Hong Kong „Bösewicht“ Dick Wei), der den naiven Jungen richtig übel mobbed. Irgendwann landet Yuen Biao Charakter dann glücklicherweise in einem anderen Verein, bekommt seine große Chance, tritt gegen Dick Weis Mannschaft an und der Verlierer muß seine Beine aufgeben (das ist Asien... ).
Man beachte bitte das Produktionsjahr! Fußball war damals in Japan gar nicht „in“, aber die Animesendung Kickers aka Die tollen Fußballstars lief auch ungefähr zu diesem Termin an. Die Japaner müssen wohl Yuen Biaos naiven, frechen, verspielten Charakter als eine Art Fleisch gewordenen Captain Tsubasa interpretiert haben oder so. Jedenfalls wurde Fußball in Japan auf einmal populär und Yuen Biao wurde ein Star. Das Lustige daran ist, daß der Film zwar für die beste Actionchoreographie ausgezeichnet wurde, aber dies aufgrund seiner innovativen Fußballszenen geschah. Sonst enthält der Film wenig von dem, an was man denkt, wenn man Hong Kong Action hört.
Yuen Biao meint daher, wenn die Japaner an ihn denken, dann nicht als an einen Actiondarsteller, sondern als eine Art zu groß geratenen kleinen Jungen (wie eben seine Rolle in „The Champions“), eine Sorte Charakter, die sie selbst wenig auf der Leinwand zu sehen bekommen, da japanische Schauspieler sehr imagebewußt sind.
Wegen seiner Beliebtheit gehörte Yuen Biao zu den Schauspielern, die ab und an auch immer mal wieder in japanischen Filmen oder Coproduktionen spielen durften und wie das mit Stars in Asien ist, mußte er dort auch singen, zumindest eine (oder zwei?) Platte für den japanischen Markt aufnehmen.
Yuen Biao hat bis heute noch eine recht treue Fangemeinde in Japan.
Zum folgenden Video: Yuen Biao präsentiert akrobatischen Fußball in “The Champions”. Stephen CHOW Sing-chi sollte dieser Art Film später mit “Shaolin Soccer” ein Denkmal setzen.
Der erste Junge ist CHEUNG Kwok-keung (Peking Action Blues), der andere ist YUEN Biao:
YUEN Biao – TV-Star
In den letzten Jahren gibt es in China und Hong Kong wieder einen kleinen Trend zu Martial Arts und Wuxia Verfilmungen (wahrscheinlich auch eine Reaktion auf Hollywood: eine Rückbesinnung auf die eigenen Wurzeln). Das macht sich vor allem in den Fernsehserien bemerkbar. Viele alte Shaw Brother Stars hatten zuvor schon zu Shaw durch deren Fernsehsender TVB als Darsteller zurückgefunden. Für Yuen Biao, der immer noch lieber Stunts und Martial Artsszenen dreht als “nur” zu schauspielern, waren Angebote von TVB zuerst nicht attraktiv. Nun, da seine Lieblingselemente eine Wiedergeburt in diesen Serien feiern, ist er aber öfter im Fernsehen zu sehen.
Viele westliche Fans finden es sehr erschreckend, die großen Helden von einst als Fernsehstars wiederzufinden, aber dazu sollte man etwas wissen: TV-Miniserien sind in Asien extrem populär und haben einen viel höheren Stellenwert als hier (zumal es das Mini Serien Prinzip hier auch so gut wie gar nicht gibt). Eine Serie kann einen Darsteller oder eine Darstellerin teilweise sogar bekannter machen als ein Kinofilm. Eine größere Rolle in einer Serie oder sogar eine Hauptrolle ist also durchaus nichts abwertendes.
Für Yuen Biao begann seine neue Welle an Fernsehsendungen, als man ihn 2005 engagierte, um für die Serie Real Kung Fu seine Rolle als Wing Chun Spezialist Leung Jan wiederaufzunehmen. Leung Jan war die Rolle in The Prodigal Son, mit der er fast 25 Jahre vorher bekannt geworden war. Seit Real Kung Fu hat er konstant größere Rollen in Martial Arts-und Actionserien gespielt. 2006 übernahm er wiederum die Rolle des Leung Jan für Wing Chun an der Seite von Sammo Hung und 2007 spielte er in der Serie „The Ultimate Crime Fighter“ einen Mönch, Martial Artist und Expolizisten mit parapsychischen Fähigkeiten, den man bittet einem jungen Polizisten beizustehen. Er läßt sich darauf ein, obwohl er seinen Tod durch die Hand des jungen Mannes vorhersieht. Dieses Jahr arbeitet Yuen Biao an der Serie „Shaolin Kung Fu II“, in der er einen Shaolin Großmeister spielt. Und wenn dieser lobenswerten Trend anhält, dann hoffe ich, daß wir noch viele weitere Martial Arts und Action Serien mit Yuen Biao sehen werden, auch wenn er meint, von 10-Stockwerkhäusern könne er in seinem Alter nicht mehr springen...
Yuen Biao in Shaolin Kung Fu II
YUEN Biao – Dies und Das
Als letztes Kapitel noch ein paar kleine Dinge, die ich persönlich einfach gerne loswerden wollte.
Meine Lieblingsfilme mit Yuen Biao: The Prodigal Son, Dreadnaught, Eastern Condors, On the Run, Above the Law (wegen der Martial Arts-und Actionszenen), The Iceman Cometh, The Champions und Picture of a Nymph (den Film selbst finde ich nicht gut, aber ich mag, wie Yuen Biao hier seine Rolle spielt – sehr süß…).
Einige Yuen Biao Filme und Rollen, die Yuen Biao mochte: A Kid from Tibet, The Prodigal Son, Eastern Condors, On the Run, Wheels on Meals
Mein Lieblingsinterview mit Yuen Biao:
Das Interview zu Peacock King, indem er sich darüber aufregt, wie sein japanischer Macho Co-Star die weiblichen Schauspielerinnen behandelte (der Schauspieler hat sich geweigert mit den Frauen zu reden oder zusammen in einem Auto zu fahren…) und etwas schadenfroh darüber ist, daß dessen Szenen später so weit geschnitten wurden, so daß im fertigen Film plötzlich er (Yuen Biao) die Hauptrolle hatte und nicht mehr der Japaner, der ursprpünglich dafür vorgesehen war.
Lustig ist außerdem auch Yuen Biaos Antwort auf die Frage, wie ihm der Film gefalle:
Er beginnt vorsichtig mit: “Sagen wir mal so: Kinder mögen den Film”, bevor es mit gewohnter Ehrlichkeit aus ihm herausbricht: “Also, keinem Mensch, der denken kann, kann dieser Film gefallen!”
Meine Lieblingssprüche von Yuen Biao:
- Auf die Frage, ob er denn noch regelmäßig “Workout” mache: “Ja, ich spiele Golf!”
- Ein ähnlicher Spruch von ihm: “Trainieren? – Das habe ich als Kind schon genug getan!”
- Oder seine sehr realistiche Selbsteinschätzung, nachdem er gefragt wurde, ob er in dem und dem Film gedoubelt wurde: "Eigentlich habe ich nur sehr selten ein Double benutzt. Meistens endet es ja doch damit, daß ich alle meine Co-Stars double…”
- Zu seinem Unfall in Above the Law: “Es wäre schlimm gewesen, wenn ich es nicht überlebt hätte: dann hätte man ja den ganzen Film wegschmeißen können…!” (Anmerkung: Manchmal glaube ich, er muß noch lernen, an seinen Prioritäten zu basteln!)
- Zum Beruf des Schauspielers: "Schauspieler kann jeder werden, bei dem jemand bereit ist, Geld und Beziehungen zu investieren. Der Rest kommt mit Erfahrung und einem guten Regisseur."
- Klein-Yuen Biaos etwas naive aber gewohnt bodenständige Antwort auf Klein Jackie Chans Frage, ob er denn einen "Traum" habe: "Ja, viele. Meistens Alpträume!"
Was es sonst noch so zu erzählen gibt und man nicht wissen muß:
- Yuen Biao gilt als sehr tierlieb, obwohl in den Hong Kong Filmen der 80er Jahre einigen Vögeln und Reptilien der Gar ausgemacht wurde…
- Das Land, das Yuen Biao am Meisten beeindruckt hat, war Tibet.
- Yuen Biao weigert sich seit Jahren standhaft englisch zu lernen, worüber seine großen Brüder den Kopf schütteln. Dafür kann er aber ein wenig Japanisch.
- Ihm gefiel seine Rolle in “Above the Law” nicht, weil die Figur nichts anderes tue, als rumrennen und kämpfen…
- Er trinkt keinen Alkohol, weil er davon sofort in den Kopfwehzustand verfällt.
- Yuen Biao steht in ewig hohem Ansehen bei dem Menschen, der das Interview für die Hong Kong Legends DVDs gemacht hat, weil er (Yuen Biao) ihn (den Interviewer) hinterher gefragt hat, ob er ihn noch nach Hause fahren solle. (Eines der Beispiele dafür, warum man sagt, er habe - obwohl eine lebende Legende - keine Starallüren.)
- Unmittelbar nachdem Sanitäter und Kollegen Yuen Biao nach seinem fast tödlichen Unfall in “Above the Law” wieder zum normal Atmen gebracht hatten, stand er auf und drehte weiter, statt sich ins Krankenhaus fahren zu lassen, weil er als Verantwortlicher für den Film den Produktionsfirmen keinen Ärger mit Verzögerungen und vermehrten Kosten machen wollte… (Siehe Anmerkung oben!)
- Yuen Biao hat sich in Interviews über drei Leute besonders positiv geäußert: Cynthia Rothrock (in Bezug auf ihre Toughheit), Takeshi Kaneshiro (in Bezug auf dessen Sportlichkeit und die Leichtigkeit, mit der er als "Nur-Schauspieler" Kampfchoreographien aufgreifen würde) und Bruce Lee (in Bezuf auf dessen starke Ausstrahlung und natürlich alles andere...)
- Der thailändische Actiondarsteller und Stuntman Tony Jaa wird oft mit Yuen Biao verglichen. In Folge gibt es jetzt viele Streitigkeiten zwischen den Fans der beiden.
Yuen Biao in “On the Run”, einer seiner wenigen rein-dramatischen Schauspielrollen
Auszug aus YUEN Biaos Filmographie
Da YUEN Biao in seiner Karriere in weit über 100 Filmen (langsam nähert er sich der 150…) zu sehen war, sprengt eine vollständige Filmographie den Rahmen dieses Posts (ist sowieso schon lang genug…).
An dieser Stelle folgt daher ein Überblick über die Filme mit YUEN Biao, von denen es einen eigenen Thread bei cineglobe gibt. Ich hoffe, ich kann diesen Teil in der Zukunft noch etwas erweitern.
Spielfilme:
Knockabout (Hong Kong 1979)
Meister aller Klassen aka The Young Master (Hong Kong 1980)
Dreadnaught (Hong Kong 1981)
The Prodigal Son (Hong Kong 1982)
The Iceman Cometh (Hong Kong 1989)
Once Upon a Time in China (Hong Kong 1991)
A Man Called Hero (Hong Kong 1999)
Enter the Phoenix (Hong Kong 2004)
The Legend Is Born: Ip Man (Hong Kong 2010)
TV-Serien:
Real Kung Fu (Hong Kong 2005)
Wing Chun (Hong Kong/China 2007)

Zuletzt bearbeitet von Namu am Mi Feb 10, 2010 12:00, insgesamt 17-mal bearbeitet |
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mannen CineMaster


Anmeldedatum: 18.12.2006 Beiträge: 342
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Verfasst am: Mi Jun 18, 2008 17:19 Titel: |
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Hab ich vergessen zu schreiben:
Sehr schöner Vorstellung. Ich mag Yuen Biao auch sehr gerne. Er ist in seiner Interviews sehr sympatisch. Seine Filme finde ich sogar lustiger als die meisten Jackie Chan Filme.
Ich mag auch die gleichen Yuen Biao Filme wie Namu, besonders the Prodigal Son, Eastern Condors und Iceman Cometh. _________________ 阿弥陀佛 |
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Joy CineMOD


Anmeldedatum: 20.02.2007 Beiträge: 405
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Verfasst am: Mi Jun 18, 2008 23:04 Titel: |
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diese biographie hat mir sehr gut gefallen!
ich selbst lese ja sehr gerne biographien. es ist dir wirklich sehr gelungen, mimi! auch wenn du selbst immer noch der meinung bist, dass du es gar nicht so gut hinbekommen hast, wie du es gerne wolltest ^^
ganz besonders gut hat mir "Yuen Biao - Dies und Das" gefallen!!! so etwas ist wie gewürze für diese biographie. und macht einen richtig neugierig auf die vorgestellte person!!
so wie du ihn geschildert hast, gefällt er mir auch sehr gut!! ^^ ich mag vor allem seine ehrlichen antworten! da erkennt man auch, dass er nicht nur ehrlich ist, sondern auch humor hat ^^
kurz: vielen vielen dank, dass du ihn vorgestellt hast!!! ^^ _________________
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Namu Die CineGLobe Perle

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Verfasst am: Do Jun 19, 2008 08:59 Titel: |
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Liebe Joy: Du bist so ein Schatz!
Du hast Dir tatsächlich noch einmal die überarbeitete Version angeguckt!
Ich weiß, daß die Vorstellung wirklich lang war, aber ich habe einige Kapitel jetzt gekürzt und das, das nicht fertig war (Aus dem Schatten heraus) fertiggestellt. Dieses ist leider wieder sehr lang geworden, was aber notwendig war, da es auch die Trends der 90er Jahre und Tsui Harks Einfluß beschreibt (die anderen Kapitel beschrieben ja auch mehr Trends der Industrie).
Das neue Kapitel "Dies und Das" hat mir auch am Meisten Spaß gemacht. Ich denke, wenn man etwas über Yuen Biaos Person wissen will, reicht es eigentlich völlig aus, wenn man nur dieses liest!
Ich bin Dir und mannen wirklich sehr dankbar für die lieben Kommentare zu diesem Schweiss-, Nerven- und Zeitkostendem Mammutwerk!  |
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Nitschewo CineMaster


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Verfasst am: Do Jun 19, 2008 17:05 Titel: |
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"Dies und Das" hat mir auch am besten gefallen... Falls ich mal wieder eine Bio schreiben sollte, werde ich mich davon inspirieren lassen...
Ansonsten kann ich nicht viel zu seiner Person sagen, da ich kaum Filme mit ihm gesehen habe. Meines Erachtens kam er in denen aber immer sehr überzeugend rüber...
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Namu Die CineGLobe Perle

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Verfasst am: Fr Jun 20, 2008 13:04 Titel: |
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| Nitschewo hat Folgendes geschrieben: |
Ansonsten kann ich nicht viel zu seiner Person sagen, da ich kaum Filme mit ihm gesehen habe. Meines Erachtens kam er in denen aber immer sehr überzeugend rüber... |
Liebe Nitschewo, auch an Dich vielen Dank für Dein Post. Ich habe mich ja an dem Beitrag oben wirklich übernommen gehabt und jede Antwort, die ihr hier jetzt schreibt, ist Balsam auf meiner Seele (oder wie das heißt).
Hm, Du hast doch immerhin "Wing Chun" (die Serie) angefangen und "Hero" (von Corey YUEN Kwai) gesehen?
Damit hast Du auf jeden Fall schon mal eine Sache mehr gesehen als ich!
Hm, Du magst doch Nicholas Tse? dann hast Du bestimmt auch "A Man Called Hero" mit Nicholas Tse und Ekin Cheng gesehen, oder? - Da spielt Yuen Biao auch mit... Er spielt den späteren Besitzer des China-Hauses.
Die Rolle in "Hero" fand ich übrigens auch eher ungewöhnlich für ihn. Oben habe ich noch geschrieben, daß er gar nicht diese Testosteronstrotzenden Rollen (mir gefällt das Wort einfach, das wird oft im Zusammenhang mit dem koreanischen Film benutzt. Ich habe das jetzt einfach mal entliehen..) spielt, aber Tam See fällt eindeutig unter diesen Begriff.
Liegt vielleicht daran, daß das ein Remake eines Chang Cheh Films ist und der eben für seine "Starken Männer"-Filme bekannt war...
Übrigens wird Tam See im Original von David Chiang gespielt...
Die Frage bei Actiondarstellern ist ja immer ein wenig, ob sie eigentlich schauspielern können oder nicht. Ich hätte jetzt "Hero" als Beispiel dafür angeführt, daß Yuen Biao das schon kann, wenn er möchte und man ihn läßt, gerade weil zum Beispiel diese Rolle so mit seinen anderen Rollen bricht und er - so schien es mir - damit keine großen Probleme hatte.
Es würde mich interessieren, wie Du das empfunden hast?
Ich würde ihn übrigens als einen sehr wankelmütigen Schauspieler einschätzen. Wenn er Spaß und Interesse an einer Rolle hat und das ganze Umfeld stimmt, dann kann er ganz toll sein. Dafür merkt man ihm manches Mal aber an, wenn er sich in einer Rolle oder am Set nicht so wohl gefühlt hat...
Von all den Yuen Brüdern ist wahrscheinlich Sammo Hung der beste Schauspieler. Jackie ist mehr ein Komödiant und ein bißchen eingeschränkt in seiner Rollenauswahl. Yuen Wah ist auch sehr gut, sowohl in lustigen, als auch in seriösen Rollen, aber er ist leider wenig bekannt und man bekommt ihn selten in größeren Rollen zu sehen.
Und Yuen Biao ist einfach schwer einzuschätzen.
Lili Li hat mal gesagt, daß Yuen Biao auf der Leinwand seinen ganz eigenen Charme habe. Und ich glaube, daß das auch stimmt. Und wie man ihn als Schauspieler einschätzt, hängt sehr davon ab, ob man als Zuschauer dafür "anfällig" ist oder nicht.
Hm, dieser Hong Kong Action-und Martial Arts Krams, ist auch , glaube ich, gar nicht so Dein Fall, oder?
Von den Filmen, die ich mit Yuen Biao gesehen habe, könnte ich mir jedoch vorstellen, daß Dir "On the Run" gefallen würde. Das ist ein Film Noir.
Übrigens habe ich auch nur einen Bruchteil seiner Filme gesehen. Alle sehen zu wollen, wäre auch eine Lebensaufgabe. Er hatte schon an über 70 Filmen mitgewirkt, bevor er 25 Jahre alt wurde... und das sind dann nur diejenigen, die in einschlägigen Filmographien gelistet sind, die Dunkelziffer ist wahrscheinlich höher.
Selbst bevor er mit ungefähr 20 seine erste größere Rolle in einem Film hatte, hatte er schon in über 50 Filmen als Double, Stuntman und assistierender Actionchoreograph gearbeitet.
Gesehen habe ich davon:
- Die Bruce Lee Filme ab Fist of Fury
Da war ich jedoch zu klein, um mich jetzt noch daran zu erinnern.
Und irgendwie reizt es mich weniger, sie noch einmal anzusehen...
- Ein Hauch von Zen (1970/1971)
Hier ist es aber sehr fraglich, ob er da überhaupt dabei war, da gibt es widerspüchliche Auffassungen zu...
Da war er ja auch erst 13-14, als der Film gedreht wurde, was allerdings auch nichts heißt.
- Warriors Two (1978)
Da war er als Stuntman und Akrobatik-Double und assistierender Actionchoreograph dabei. Der "erste" Film, indem wirklich versucht wurde Wing Chun für die Leinwand zu adptieren. Leung Kar-Yan spielt Leung Jan (Yuen Biaos Rolle in der Serie Wing Chun). Ist natürlich ein Film von Sammo Hung...
- Drunken Master (1978)
Netter Klassiker von Yuen Woo-ping mit Jackie Chan in der Hauptrolle. Yuen Biao hat hier als Stuntman und Akrobatik-Double gearbeitet. (Doubelt unter anderem Yuen Woo-pings Vater Yuen Hsio-tien)
- Snake in the Eagle's Shadow (1978) ???
Ebenfalls von Yuen Woo-ping mit Jackie Chan. Ich könnte hier aber nicht mit Sicherheit sagen, ob Yuen Biao bei diesem Film wirklich dabei war. Daher die Fragezeichen. Ich haltes es für wahrscheinlich...
- The Magnificent Butcher (1979)
Von Yuen Woo-ping mit Sammo Hung in der Hauptrolle als Wong Fei Hungs Schüler "Porky Wing". Hier hat Yuen Biao enorm viel von der Akrobatik gedoubelt, außerdem eine kleinere Rolle als Wong Fei Hungs Schüler Leung Foon und eine grandiose Kampfszene mit Lam Ching-ying. Ich glaube , auch hier hat er bei der Choreographie assistiert (das war eigentlich auch üblich so...)
- Knockabout (1979)
Seine erste Hauptrolle unter Sammo Hungs Führung.
- Meister aller Klassen aka The Young Master (1980)
Jackie Chans "Regiedebut" (theoretisch nicht ganz korrekt, wird aber als solches gezählt). Yuen Biao hat da eine der größeren Nebenrollen.
- Encounters of the Spooky Kind (1980)
Vampir-Martial-Arts-Komödie und Klassiker von Sammo Hung.
Hier hat er als assistierender Actionchoreograph gearbeitet. Außerdem doubelt er die Akrobatikszenen (das sage ich ab jetzt nicht mehr dazu, weil er eigentlich Akrobatik und Martial Arts Szenen in den 70er, 80er und frühen 90er Jahren in jedem Film gedoubelt hat, in dem er mitgewirkt hat).
- Dreadnaught (1981)
Auch von Yuen Woo-ping. Yuen Biao hat da die Hauptrolle als Wäschjunge, der gerne Schüler Wong Fei-Hungs wäre, aber Angst vor seinem eigenen Schatten hat. Lili Li (als Yuen Biaos Schwester) und Leung Kar-yan (als Wong Fei-Hungs Schüler Leung Foon) in Nebenrollen. Ich mag diesen Film besonders gerne.
Yuen Biao und Leung Kar-yan sind eines meiner drei liebsten Yuen-Biao-On-Screen-Paare.
- The Prodigal Son (1982)
Großer Martial Arts Klassiker von Sammo Hung. Gilt als Yuen Biaos Durchbruch Film. War in HK sowohl als bester Film als auch für die beste Actionchoreographie nominiert. Letzteres (aus den Köpfen Sammo Hungs, Lam Ching-yings und Yuen Biaos hervorgegangen) hat auch gewonnen.
Ist und bleibt mein Yuen Biao Lieblingsfilm!
- Project A aka "Der Superfighter" (1983)
Einer der Sammo-Jackie-Yuen Biao-Filme, die bei uns als nur Jackie-Chan-Filme laufen. Ist ganz nett. Hat ein paar sehr schöne Stunts von Jackie. Zwei lustige Kampfszenen zwischen Jackie und Yuen Biao, von denen eine geschnitten wurde...
- The Champions (1983)
Der oben erwähnte Kung-Fu-Fußball Film. Leider habe ich nur Teile davon gesehen. (Zwei Kapitel funktionieren nicht). Der hat einen etwas Ong Bak mäßigen Beginn.
Ich glaube, in keinem anderen Film ist der arme Yuen Biao so heftig vermöbelt worden, wie hier von Dick Wei. Das ist aber weniger ein Martial Arts als ein Familienfilm. Außerdem wurde Yuen Biao hier mal selbst gedoubelt. Nämlich bei ein paar der Fußballszenen.
- Zu Warriors from the Magic Mountains (1983)
Tsui Harks oppulentes Fantasywerk, in dem Yuen Biao die Hauptrolle spielt. Der Film ist ein Kapitel für sich, dürfte aber den meisten vom Namen her bekannt sein.
- Twinkle, Twinkle Lucky Stars (1986)
Ein Jackie-Sammo-Yuen Biao-Film, bei dem Jackie und Yuen Biao kleinere Rollen spielen, aber ein paar schöne Actionszenen haben. Bei mir streikt bei den Lucky Stars Filmen aber wohl der Sinn für Humor. Ich konnte nie so mit dem Film warm werden, weshalb ich auch nie die beiden anderen Filme gesehen habe.
- Eastern Condors (1986)
Sammo Hungs aufwendiges Selbstmordkommando-im-Vietnamkrieg-Actionspektakel mit netten Rollen für seine Brüder Corey Yuen Kwai, Yuen Wah und Yuen Biao. Yuen Biaos spielt hier einen etwas durchgeknallten Schwarmarkthändler. Die Rolle ist ganz nett. Als Actionfilm ist das Werk fantastisch, die Story ist etwas: man kann sich sehr darüber streiten... Ich mag den Film trotzdem!
- Millionaire's Express (1986)
Sammo Hungs Sammlung an Spitzen Martial Arts Darstellern und Komödianten aus aller Herren Länder... Für Yuen Biao bedeutet dieser Film einige fantastische Stunt-und Martial Arts Szenen. Er spielt da einen rechtschaffenen Behelfssheriff und hat entschieden Frauenprobleme (sprich: er bekommt sie nicht los) und Sammo Hung Probleme (er kann Sammo nicht davon abhalten, Unfug zu treiben).
Der Sprung vom brennenden Hasu ist einer meiner Yuen Biao Lieblingsstunts.
- Above the Law (1986)
Diesen Film hat Yuen Biao selbst produziert. Corey Yuen Kwei hat Regie geführt. Und zusammen haben sie die Actionszenen kreiert. Der Film ist eine Aneinanderreihung von Stunt-und Martial Artsszenen. Diese sind aber wirklich beeindruckend. Yuen Biao hat hier seinen gefährlichsten Stunt gemacht (in 4000 Meter Höhe an einem Seil ins Flugzeug geklettert. Er meint, er hatte hier auch richtig Angst gehabt. Der Kameramann auch. Als sie wieder auf dem Boden waren, sind sie mit Fieber umgeklappt und der Kameramann mußte ins Krankenhaus...).
Yuen Biao ist bei dem Film auch haarscharf dem Tod entronnen, als bei einer einfachen Standardszene einer der Absischerungsdrähte riß und der arme Junge kopfüber auf den Boden gekracht ist...
- Dragons Forever (1988)
Der letzte Jackie-Sammo-Yuen Biao- Film, der einige sehr, sehr schöne Yuen Biao Szenen hat. Da spielt er einen mental angeknacksten Freund von Jackie.
Mir tut seine Figur da ja immer ein bißchen leid, weil ich - wie sein Charakter - doch manchmal das Gefühl habe, die anderen nutzen ihn ein wenig aus. Wie immer sind seine lustigsten Szenen weggeschnitten.
- Picture of a Nymph (1988)
Geisterromanze alla Chinese Ghost Story, nur in sehr viel einfacher, aber auch mit Joey Wong als Geist und mit Wu Ma als Taoistischem Mönch und Exozisten. Wu Ma führt auch Regie. Yuen Biao spielt Wu Mas Schüler und Ziehsohn, der einen jungen Gelehrten bei sich aufnimmt, der sich wiedrum in einen Geist verliebt, welche Yuen Biaos Charakter ja eigentlich austreiben sollte. Er hat aber selbst auch noch ganz andere Probleme, da er unter der Ausgrenzung leidet, die das Leben als Exorzist mit sich bringt und außerdem Probleme mit Meister und Ziehvater Wu Ma hat.
Eigentlich ist das tatsächlich mehr eine Schauspiel als eine Actionrolle. Eine sehr schöne Rolle außerdem. Nur leider ist der Films sonst etwas simpel.
- On the Run (1988)
Sehr stilvoller Film Noir, außerdem auch wieder mehr Schauspiel als Action
- Peacock King (1989)
Japan-HK Fantasy Co-Produktion. Wie sagte Yuen Biao so schön: "Niemand der denken kann, kann diesen Film gut finden"
Aber seine Rolle als tibetischer Mönch mit übermenschlichen Fähigkeiten und einer Vorliebe für Sonnenbrillen und Discos und einem Haufen Unsinn im Kopf ist schon ganz nett.
- The Iceman Cometh (1989)
Sehr lustige Szenen mit Maggie Cheung als tougher Prostituierter, die Yuen Biao als ehrenhaften chinesischen Krieger, der in unserer Zeit aus dem Eis aufgetaut wurde (jajaja...), als Putzfrau bei sich einstellt.
hat auch eine nette, Highländermäßige Martial Arts Begegnung mit Yuen Wah am Ende des Films. Beide gut in Form...
Maggie Cheung und Yuen Biao sind nach Yuen Biao-Leung Kar-Yan mein zweitliebstes Yuen-Biao-On-Screen-Paar.
- Shanghai Shanghai (1990)
Yuen Biao als "kleiner Tiger", der nach Shanghai kommt und in die Pläne Anita Muis und Sammo Hungs verwickelt wird. Zudem Ärger mit seinem großen Bruder "Großer Tiger" bekommt, weil dieser Polizist ist, Yuen Biao sich aber von den Triaden einstellen läßt. Außerdem verliebt er sich auch noch in eine Zirkusartistin.
Nette "Tanz"szene mit Anita Mui.
- Once Upon a Time in China (1991)
Meines Erachtens ist Yuen Biao, der hier Leung Foon spielt, etwas unterfordert, obwohl er da schon auch einige nette Sachen macht. Dafür war es eine Paraderolle für Jet Li, der Wong Fei Hung spielt.
- A Kid from Tibet (1992)
Yuen Biaos einziges Regiewerk. Gilt als der Film, in dem noch einmal viel von seinem Können gezeigt wird. Ihm hat wohl auch seine Rolle in "Pecock King" gefallen, denn er spielt hier wieder einen tibetischen Mönch mit übermenschlichen Fähigkeiten. Mir ist der Film insgeamt aber ein bißchen zu abgedreht.
- Deadful Melody (1992)
Wuxia-Fantasystreifen mit Brigitte Lin und Carina Lau.
Ich kann mit dem Film nichts anfangen. Und ich denke auch, es ist der Film, in dem Yuen Biao wirklich nicht besonders toll schauspielt. Jedenfalls nicht in den Szenen mit Carina Lau. Es gibt da einen ziemlichen Unterschied zwischen den Yuen Biao-Carina Lau Szenen und den Yuen Biao-Brigitte Lin Szenen. Letztere funktionieren dann nämlich wieder ganz gut. Deshalb hätte ich auch gerne mehr Yuen Biao und Brigitte Lin Filme gehabt. Die Actionszenen sind auch nicht mein Ding.
- Kickboxer (1992)
Ein weiteres Mal Yuen Biao als Wong Fei Hung bzw. Möchtegern Wong Fei Hung Schüler, der sich in Schwierigkeiten bringt. Ist erträglich, manche Stellen ganz nett, aber es gibt bessere Yuen Biao Filme.
- Hero (1997)
Habe ich oben bereits angesprochen.
- A Man Called Hero (1999)
Comicverfilmung mit Ekin Cheng und Nicolas Tse in den Hauptrollen. Ich finde den Film ja ein wenig dämlich, aber Nicholas Tses und Yuen Biaos Rolle sind nett.
- Shanghai Noon (2000)
Mit Jackie Chan, Owen Wilson und Lucy Liu. Yuen Biao war der Actionchoreograph des Film. Er ist auch an ein paar Stellen als Extra zu sehen.
Ist nicht so meine Sorte Humor...
- The Avenging Fist (2001)
Einer der dämlichsten Filme, die ich in meinem Leben gesehen habe.
- No Problem 2 (2002)
Hk-Japan Actionfilm Persiflage, mit einigen gelungenen und einigen dämlichen Seitenhieben. Yuen Biao in einer Nebenrolle mal wieder als etwas ausgeflippter Martial Arts Bruder. An seine Actionszenen erinnere ich mich kaum, aber sein Charakter hat in dem Film eine Vorliebe für Lollis.
- Hero Youngster (2004)
Ich würde das Mal als eine Art Abenteuerfilm für Kinder bezeichnen. Yuen Biaos Rolle als Teehausbesitzer und Widerstandkämpfer paßt eigentlich gut zu ihm. Der Film selbst ist nicht gut. Das liegt aber nicht mal an der Geschichte, sondern daran, wie der Film gedreht wurde. Regisseur und Kameramann gehören einfach verhauen!
Die Actionszenen sind auch denkbar schlecht gedreht, so daß er es völlig unmöglich zu sagen ist, ob dieselbigen gut oder schlecht choreographiert und ausgeführt wurden.
Schade eigentlich...
- Rob-B-Hood (2006)
Jackie Chan Komödie, in der Yuen Biao ein kurzes Cameo hat (welches die Fans enttäuscht hat, weil es wirklich ein sehr, sehr kurzes Cameo war).
EDIT:
- Enter the Phoenix (2004)
Sehr nette kleine Komödie, in der Yuen Biao eine Minirolle hat.
- Wheels on Meals aka Powerman (1984)
Derjenige der "Drei Brüder Filme", der mir am Besten gefallen hat. Jackie hält sich hier mal zurück und die Screenzeit ist recht gut zwischen den dreien aufgeteilt. Die Story ist nicht so albern wir in Project A und nicht so chaotisch wie Dragons Forever.
- Mr. Vampire 2 (1986)
Hm, von den ganzen Vampire Filmen gefällt mir encounters... am Besten. Dieser hat irgendwie ein E.T. Flair. Aber ich hab das moderne Gewand einfach nicht so gerne.
- Those Merry Souls (1985)
Yuen Biao erbt seines Vaters Job als Seelenfänger...
Der Film hat zwischendurch ein paar schöne Akrobatikszenen. Die Idee ist ganz nett.
Zuletzt bearbeitet von Namu am Sa Aug 09, 2008 09:53, insgesamt 3-mal bearbeitet |
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Joy CineMOD


Anmeldedatum: 20.02.2007 Beiträge: 405
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Verfasst am: Fr Jun 20, 2008 15:47 Titel: |
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@mimi: an dieser biographie sieht man auch, wieviel du dafür investiert hast! wirklich große klasse!!! (wüsste nicht, ob ich das je in meinem leben hinbekommen würde ^^°) gute arbeit muss doch gelobt werden!!! ^^ _________________
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Nitschewo CineMaster


Anmeldedatum: 13.10.2007 Beiträge: 280
Wohnort: Datenfeldweg
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Verfasst am: Fr Jun 20, 2008 17:59 Titel: |
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Naja, ich habe gerade mal ingesamt drei Filme (Hero, Avenging Fist, A Man called Hero) und die eben angefangene Serie Wing Chung mit ihm gesehen, das läuft für mich unter "kaum"
Gut, Drunken Master und Once upon a time in China hab ich auch mal gesehen, ist aber schon so lange her, dass ich mich sogar an Jackie und Jet nur dumpf erinnern kann....
Rob-B-Hood hab ich natürlich auch gesehen, aber auch hier wüßte ich nicht mehr, wo da Yuen Biao war...
Also ist Hero quasi der einzige Film den ich mit ihm kenne, in dem er eine Hauptrolle hat...
| Zitat: |
Die Frage bei Actiondarstellern ist ja immer ein wenig, ob sie eigentlich schauspielern können oder nicht. Ich hätte jetzt "Hero" als Beispiel dafür angeführt, daß Yuen Biao das schon kann, wenn er möchte und man ihn läßt, gerade weil zum Beispiel diese Rolle so mit seinen anderen Rollen bricht und er - so schien es mir - damit keine großen Probleme hatte.
Es würde mich interessieren, wie Du das empfunden hast?
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Er zählt er für mich auf alle Fälle zu den Leuten, die kämpfen und glaubwürdig ihren Part spielen können... Ob er in Hero mit seinen anderen Rollen bricht kann ich aufgrund fehlender Vergleichsmöglichkeiten schlecht beurteilen.
Ich empfinde ihn als sehr weise, bedächtig und väterlich...(Liegt jetzt vielleicht auch daran, dass ich aktuell Wing Chun sehen) Mir scheint es, als ob er oft über den Dingen steht...
Sammo Hung mag ich irgendwie auch... Kenne aber auch von ihm zu wenig Filme, um seine Darstellung richtig einschätzen zu können. Was ich von ihm gesehen habe geht auch oft nur in eine Richtung. Cool und tough... Aber das hat er drauf...
| Zitat: |
Hm, dieser Hong Kong Action-und Martial Arts Krams, ist auch , glaube ich, gar nicht so Dein Fall, oder?
Von den Filmen, die ich mit Yuen Biao gesehen habe, könnte ich mir jedoch vorstellen, daß Dir "On the Run" gefallen würde. Das ist ein Film Noir.
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Da ich irgendwie kein richtiges Lieblingsgenre habe, würde ich das jetzt nicht so pauschalisieren... HK-Action und Martial Arts mag ich nach Bedarf schon ganz gerne, ich möchte das halt nur nicht überstrapazieren... Mit den klassischen Genrevertretern habe ich vielleicht so meine Probleme.
Aber so neuere Filme, wie zum Beispiel Sha Po Lang oder Dragon Squad haben mir ganz gut gefallen...
Film Noir klingt natürlich schon interessant. Also On the Run ist somit vorgemerkt! |
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Namu Die CineGLobe Perle

Anmeldedatum: 21.09.2006 Beiträge: 4981
Wohnort: Oferdingen
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Verfasst am: Fr Jul 18, 2008 10:02 Titel: |
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| Nitschewo hat Folgendes geschrieben: |
Rob-B-Hood hab ich natürlich auch gesehen, aber auch hier wüßte ich nicht mehr, wo da Yuen Biao war... |
Wahrscheinlich ist das jetzt zu lange her, aber es gibt da einen Polizisten, der Jackie verhaften will. Seine Figur wird irgendwie so introduziert, daß Jackie meint, sie wären alte Freunde, die zusammen zur Schule gingen (was dann natürlich ein Insiderwitz ist und sich auf ihre Zeit in der Pekingschule bezieht).
Später flieht Jackie vor Yuen Biao aus dem Fenster seiner Wohnung, das gleichzeitig noch voller anderer Gangster steckt, die auch irgendwie hinter Jackie her sind. Ich glaube, Jackie versucht die Gangster gegenüber Polizist Yuen Biao als Verwandte von sich auszugeben oder so etwas...
| Nitschewo hat Folgendes geschrieben: |
Ich empfinde ihn als sehr weise, bedächtig und väterlich...(Liegt jetzt vielleicht auch daran, dass ich aktuell Wing Chun sehen) |
Ja, das sind so die Rollen, die er momentan spielt.
Als er jung war, hat er eher das Gegenteil gespielt.
| Nitschewo hat Folgendes geschrieben: |
Sammo Hung mag ich irgendwie auch... Kenne aber auch von ihm zu wenig Filme, um seine Darstellung richtig einschätzen zu können. Was ich von ihm gesehen habe geht auch oft nur in eine Richtung. Cool und tough... Aber das hat er drauf... |
Sammo kann wirklich auch ganz anders spielen. Er kann ganz verletzlich und unschuldig wirken. Er hat früher auch oft gerissene Schlitzohren gespielt.
| Nitschewo hat Folgendes geschrieben: |
Mit den klassischen Genrevertretern habe ich vielleicht so meine Probleme.
Aber so neuere Filme, wie zum Beispiel Sha Po Lang oder Dragon Squad haben mir ganz gut gefallen... |
Hihi, in dem Fall geht es mir genau umgekehrt. Ich liebe den alten Krams, komme aber mit dem Neuen nur schwer zurecht...
Bin vielleicht zu unflexibel. Passe mich nur schwer an den Fortschritt an. hab ja auch mein Handy meistens in der Schublade vergessen liegen und kann nicht mit Computern umgehen. Die neuen Actionfilme gehen mir irgendwie alle zu schnell. Viel zu schnell. Die werden ja auch viel schneller abgedreht. Außerdem versuchen die immer eine Handlung zu haben. Das finde ich irritierend. Ich weiß dann nie, ob ich jetzt einen Actionfilm oder ein Drama schaue... Und ob ich das jetzt ernst nehmen soll... |
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Amaya Gast
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Verfasst am: Di Jul 22, 2008 14:12 Titel: |
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Zuletzt bearbeitet von Amaya am Fr Nov 14, 2008 23:15, insgesamt einmal bearbeitet |
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