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Zivildienst

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Seppel
CineMaster
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Anmeldedatum: 10.09.2007
Beiträge: 466
Wohnort: Wuppertal

BeitragVerfasst am: Do Apr 17, 2008 13:06    Titel:

Erstmal vielen herzlichen Dank für die kleine Anekdote und die aufmunternden Worte. Das Gemeinste an der ganzen Geschichte hab ich aber noch gar nicht erzählt: Hab mich vor einigen Wochen mal beim THW erkundigt, da mir die Variante mit allen 2 Wochen Samstags dahin zu gehen doch viel besser gefällt als 9 (oder doch 8?) Monate Zivildienst. Dafür bin ich aber angeblich mit 23 1/2 schon zu alt, die nehmen wohl nur Leute, die noch keine 23 sind. Bei der freiwilligen Feuerwehr wohl dasselbe. Nur den dummen Zivildienst, den kann man natürlich länger machen.

Entscheidender Unterschied zwischen deiner und meiner Situation: Du hast damals eine Ausbildung begonnen. Die hab ich ja schon beendet.


plam hat Folgendes geschrieben:
Mein Zivildienstbeauftragter sagte mir damals, dass das Amt da kaum anders entscheiden kann, da man einem jungen Berufsstarter schlichtweg nicht die Chancen verbauen kann und auch nicht sollte.


Auf sowas in der Art hoff ich ja auch noch. Also dass die einsehen, dass die mir da, zumindest im Moment, ziemlich große Steine in den Weg legen. Wobei ich nicht weiß, ob ich sowas mit denen am besten schriftlich, telefonisch oder persönlich kläre...


plam hat Folgendes geschrieben:
Nun, auch wenn heute der Arbeitsmarkt angeblich im Aufwind sein soll, würde ich dennoch gegenüber dem Amt für Zivildienst genau auf diese Weise argumentieren: Junger Mensch, toller Einstieg in ein befristetes Arbeitsverhältnis mit Aussicht auf Weiterbeschäftigung; Hau einfach ein bissl auf die Kacke, damit man im Amt mitbekommt, wie wichtig diese Arbeit für Dich zu sein scheint - dann lassen sich nämlich schwer Argumente finden, warum man Dich zum Kündigen zwingen sollte. Denn zum Zivildienst kann man dich getrost auch noch nächstes Jahr heranziehen.


Auch wenn mir ein komplettes Ausbleiben des Zivildienstes natürlich in Hinblick auf meine beruflichen Perspektiven lieber wäre (denn welcher Arbeitgeber will schon einen Mitarbeiter einstellen, der fast ein ganzes Jahr lang keine Praxis gesammelt hat, und auch davor nur minimale Erfahrungen im Job gemacht hat??), wäre ein Aufschub auf Februar nächsten Jahres natürlich das Erstrebenswerteste momentan.


plam hat Folgendes geschrieben:
Vielleicht stellt Dir Dein Arbeitgeber auch ein formloses Schreiben zur Verfügung, in dem steht, dass Du derzeit unverzichtbar für das Unternehmen bist. So ist es in der Firma meines Vaters gelaufen, da hat das Amt den Betreffenden auch ohne Diskussion zurückgestellt. Achso, sowohl diese Person, als auch ich wurden dann jedoch nicht mehr herangezogen, um die noch verbleibenden Monate abzuleisten.


Soweit ich weiß können diese Unabkömmlichkeitserklärungen aber nur dann erstellt werden, wenn durch meine Abwesenheit die Existenz des Betriebs gefährdet wäre. Das ist bei einem 2400-Mann-Betrieb aber wohl eher kaum der Fall. Ein Kollege von mir, der zum Bund gezogen werden sollte, hat sich durch seine anstehende Selbstständigkeit befreien lassen.


plam hat Folgendes geschrieben:
Auf die Frage, warum Du Dich nach dem Abbruch des Studiums nicht gemeldet hast, würde ich nicht eingehen, falls diese überhaupt gestellt wird. Die neue Arbeit hat sich eben ganz zufällig, spontan und kurzfristig ergeben, da hast Du nachvollziehbarerweise nicht erstmal an den Zivildienst gedacht. Mach Dir keine Sorgen und halte Deine Laune weit oben im sonnigen Bereich. Ich bin ehrlich gesagt der festen Überzeugung, dass man Dich nicht zum Kündigen der Arbeit zwingen wird.


Ämtern trau ich echt Alles zu. In meiner Zurückstellung aus 2005 stand ausdrücklich drin, dass ich mich bei Wegfall der Bedingungen für die Zurückstellung unverzüglich zu melden habe...


plam hat Folgendes geschrieben:
Wie gesagt: Man wird dich sicherlich erneut zurückstellen bis zum nächsten Jahr. Falls Dein Job dann verlängert wird, dann hilft Dir dein Chef sicherlich einmal mehr und macht dem Amt deutlich, dass er auf Dich keinesfalls verzichten darf. Ich könnte mir daher durchaus vorstellen, dass die Sache mit dem Zivildienst alsbald für Dich erledigt sein sollte und zwar durchaus dauerhaft.


Na hoffen wir das Beste. Du hast mir auf jeden Fall wieder ein wenig Mut gemacht. Falls ich den Zivi dann machen muss: Ich hab mal irgendwo gehört, dass man den auch in quasi kaufmännischen Berufen absolvieren kann. Das wär natürlich optimal, so könnte ich bei weiteren Bewerbungen die Zeit auch als Berufserfahrung angeben. Weiß da vielleicht Jemand mehr zu?

Danke!

Edit: So oder so kann ich mir eine eventuelle unbefristete Anstellung in meiner jetzigen Stelle (im Prinzip exakt das, was ich weiterhin machen möchte, Vertrieb Privatkunden nämlich) bzw. bei meinem jetzigen Arbeitgeber wohl nahezu komplett vergessen.
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Seppel
CineMaster
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Anmeldedatum: 10.09.2007
Beiträge: 466
Wohnort: Wuppertal

BeitragVerfasst am: Mo März 02, 2009 16:01    Titel:

So. Aktuelle Ereignisse:

Ich wurde zurückgestellt bis zum 01.09.09, da ich im September diesen Jahres 25 werde und bis dann spätestens den Zivildienst begonnen haben muss. Entsprechend dieser Entscheidung wurde mein Vertrag bei meinem Arbeitgeber dann bis zum 31.08. verlängert und vor 14 Tagen der Antrag auf Unabkömmlichkeit von meinem Chef eingereicht. Grad eben kam dann die Ablehnung aus zweierlei Gründen:

1.: Ein 2400-Mann-Betrieb kann nicht von einem Jungkaufmann mit bis dahin 19 Monaten Berufserfahrung abhängig sein.
2.: Ich hätte meinen Zivildienst direkt nach dem Abitur machen können.

Jetzt scheint also nach langem Hin und Her festzustehen, dass ich den Zivildienst doch noch antreten muss. Ärgerlich, denn mein Chef sowie die Personalabteilung hätten mir gern eine Vertragsverlängerung mit Option auf einen unbefristeten Vertrag angeboten. So darf ich mich jetzt um eine Zivildienststelle kümmern und dann 9 Monate später bei der ARGE Schlange stehen. Herzlichen Glückwunsch!


So, genug ausgekotzt, ich wollt euch nur das Ergebnis der ganzen Diskussionen mitteilen.
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