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yun
CineMaster
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BeitragVerfasst am: Mo Aug 02, 2010 14:32    Titel:

@freaknot ... tetsuo habe ich gesehen ... und dieser film bricht tatsächlich mit allen - bis dahin geltenden - konventionen des erzählens und entwicklung eines handlungaufbaues ... stattdessen wird von anfang an eine dunkle abgrundtiefe und albtraumhafte bilderwelt eines mechanisierten lebens entwickelt, in der der mensch zu einem fremdkörper und die zu einer tour de force für die sinne der darin agierenden und der zuschauer wird und ihnen keinen augenblick der ruhe, der erholung und des sich sammels gönnt und sie atemlos von szene zu szene bis zum abspann des filmes hetzt ... es wird von anfang an bis zum ende eine stimmung und ein gefühl aufgebaut, wie ein mensch sich in der modernen arbeits- und lebenswelt fühlen muss, in der alles zu einer maschine in einer von maschinen bestimmten welt wird, in der es für die menschen keinen platz mehr gibt, die da nicht mehr mithalten können ... wenn sie nicht selbst zu einem teil des ganzen ... wenn sie selbst nicht zu maschinen in einer maschinenwelt werden ...

der film transportiert ein gefühl ... weniger eine handlung ... und dieses atemlos gehetzt werden ... diese maschinenwerdung des menschen ... die soll sich auf den zuschauer des filmes übertragen ...

dennoch ... gerade gegen ende wird es einem dann doch etwas zu viel ... man ist vollkommen em ende seiner kräfte und wartet nur noch darauf, das alles endlich einem ende näher kommt ...

und am ende des filmes wird ja gefragt, ob man nicht alles zu maschinen verwandeln solle, damit alles am ende verrosten könne ... die mechanisierte welt (also die maschinenwerdung des menschen) damit endlich ein ende findet ...

als film ein experiment eben ...

hm ... zu haze von tsukamoto habe ich hier eine kurze interpretation geschrieben ... (ganz unten im thread)

http://www.cineglobe.de/forum/haze-t581.html
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yun
CineMaster
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BeitragVerfasst am: Do Aug 05, 2010 12:23    Titel:

electric dragon 80.000 volt (japan 2001) von sogo ishii

interessante idee und ebenso interessante umsetzung dachte ich während des schauens, doch worum es eigentlich geht konnte ich nicht sagen ... deshalb wollte ich zuerst schreiben interessante idee und ebenso interessante umsetzung, doch ich kann nicht sagen, worum es geht ... doch dann ... zwei tage später wusste ich es dann auf einmal ... also ... interessante idee und ebenso interessante umsetzung und jetzt weiß ich auch worum es geht ... doch ... ein zweites mal wollte ich mir den film nicht anschauen ...
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yun
CineMaster
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BeitragVerfasst am: Fr Aug 06, 2010 13:14    Titel:

nightmare detectiv 2 (japan 2008) von shinya tsukamoto

im vergleich zum ersten teil ein rundum gelungener film, wo tuskamoto das hauptthema sehr schön und ansprechend zu entwickeln weiß ... trotz zahlreicher horrorelemente kein horrorfilm ... mehr ein problemfilm, wo das zentrale thema durch die gezeigten horrorelemente verfremdet und damit anschaulicher dargestellt werden kann ...
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FrEaKnoT
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BeitragVerfasst am: Sa Aug 07, 2010 20:04    Titel:

Welt am Draht
(Fassbinder, 1973)
Nahm Inception, Matrix und Co. Um 30 Jahre vorweg, ein untypischer Fassbinder: ruhig und bodenständig und der Beweis, dass ein überlanger Film (mehr als 3 Stunden) auch ohne eine Actionszene funktionieren kann und Spannung erzeugt. Besonders der Mittelteil gefällt, das Ende ist allerdings eher schwach. Trotzdem ist der TV-Film (!!!) besser als die heutigen deutschen Kinoproduktionen.
3 von 6 Punkten.

Diabel
(Zulawski, 1972)
Diabel ist ein groteskes, hysterisches und damit sperriges Werk, das zwischen Märchen und surrealem Horrorfilm angesiedelt ist und wegen der (zu) langen Laufzeit, der anstrengenden Inszenierung und der schwer greifbaren Geschichte weit weg von aller Unterhaltung ist.
2 von 6 Punkten.

Tagebuch einer Verlorenen
(Pabst, 1929)
Das leicht melodramatische Drama ist überraschend direkt und gefällt sehr durch seine Hauptdarstellerin Louise Brooks und einige interessante Einstellungen. Die etwa behäbige Inszenierung ist der Zeit geschuldet.
3 von 6 Punkten.

Der Sohn
(Gebrüder Dardenne, 2002)
Viele Andeutungen und starke Darsteller gefallen in Hälfte 1, im zweiten Teil fällt die Spannungskurve aber, es fehlt an Substanz oder Dramaturgie, auch das Ende enttäuscht. Der Sohn ist der schwächste Film der Brüder.
3 von 6 Punkten.

Rosetta
(Gebrüder Dardenne, 1999)
Wie gewohnt ist Rosetta, wie auch die anderen Filme der Regisseure, bitteres Sozialdramakino, das dicht an seinen Protagonisten inszeniert ist und wenig Hoffnung nährt. Rosetta hat aber nicht die Dramatik der besten Filme der Brüder. (Das Kind, Lornas Schweigen)
3 von 6 Punkten.

Kick Ass
(Vaughn, 2010)
Klare Nerdkost. Kick Ass bietet ironischerweise dasselbe wie alle Comicverfilmungen, der Versuch der Satire schlägt völlig fehl. Die Gewalt, der schlichte Humor, die zu grotesken und damit langweiligen Charaktere und die lahme Handlung – alles recht kurzweilig, aber schnell wieder vergessen.
3 von 6 Punkten.

Choke - Der Simulant
(Gregg, 2008)
Choke ist eine gelungene Buchumsetzung mit wunderbaren Darstellern und stylisher, aber dosiert eingesetzter Ästhetik. Die typischen Palahniuk-Themen werden bearbeitet, einige gute Gags und überzeugende Dialoge sind positiv in der ersten Hälfte, danach kann der Film sein Niveau nicht mehr ganz halten. Gute Unterhaltung für zwischendurch.
3 von 6 Punkten.

Blaubarts achte Frau
(Lubitsch, 1938)
Nach Drehbuch von Billy Wilder gedreht und daher mit einiger schönen Dialogen und Situationen, der Humor geht im Laufe der Handlung aber ziemlich verloren, das vorhersehbare Ende und die etwas lahme Inszenierung rauben die Spannung.
3 von 6 Punkten.

Gummo
(Korine, 1997)
Korine ist Autor von Kids und Ken Park und übernahm für Gummo selbst die Regie. Der Film ist ein semidokumentarisches Werk ohne Handlung, zeigt unter die Haut gehende Verhältnisse einiger Personen, die nur mit White Trash zu umschreiben sind. Anstrengend und widerlich, das Gegenteil von Unterhaltung – entlockt damit aber mehr Emotionen als der übliche Standardkram.
3 von 6 Punkten.
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yun
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BeitragVerfasst am: Sa Aug 07, 2010 20:52    Titel:

FrEaKnoT hat Folgendes geschrieben:
Welt am Draht
(Fassbinder, 1973)
Nahm Inception, Matrix und Co. Um 30 Jahre vorweg, ein untypischer Fassbinder: ruhig und bodenständig und der Beweis, dass ein überlanger Film (mehr als 3 Stunden) auch ohne eine Actionszene funktionieren kann und Spannung erzeugt. Besonders der Mittelteil gefällt, das Ende ist allerdings eher schwach. Trotzdem ist der TV-Film (!!!) besser als die heutigen deutschen Kinoproduktionen.
3 von 6 Punkten.


im film gab es ja drei ebenen ...

1.) eine ebene, die simuliert wurde ... (ebene 1)

2.) eine zweite ebene, die ebenfalls simuliert wurde, die man aber für die wirklichkeit hielt ... (ebene 2)

3.) eine dritte ebene, die die "echte" wirklichkeit war (aber vielleicht auch nur eine weitere simulation ist) ... (ebene 3)

wenn man das ganze einmal politisch deutet ... also auf unsere eigene wirklichkeit bezieht ... befinden wir uns (zumindest was uns normalbürger betrifft) alle noch auf ebene 1 ... und in der regel bleiben wir dort auch, da wir uns dessen nicht bewusst sind Wink



Zuletzt bearbeitet von yun am Sa Aug 07, 2010 21:44, insgesamt einmal bearbeitet
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FrEaKnoT
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BeitragVerfasst am: Sa Aug 07, 2010 21:39    Titel:

Glaube nicht dass es viele stört aber - Spoiler?
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yun
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BeitragVerfasst am: Sa Aug 07, 2010 21:45    Titel:

ah ... stimmt ... spoiler tags gesetzt Cool
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Jigu
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BeitragVerfasst am: So Aug 08, 2010 09:25    Titel:

knight & day
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Jigu
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BeitragVerfasst am: Di Aug 10, 2010 10:29    Titel:

Kiss & Kill


Und entgegen der meisten Filmkritiker - ich fand diesen Film wesentlich besser als Knight and day, mit dem der Film ja meistens verglichen wird, da sie sich doch ein bisschen ähneln (beides Action-Komödien). Kiss & Kill hat meiner Ansicht nach aber nicht nur die bei weitem bessere männliche Besetzung (Cruise wirkte einfach zu distanziert und abgehoben in Knight and day, Kutcher hingegen besaß richtig charme und Liebenswürdigkeit), auch Heigl wirkte mir in diesem Film noch sympathischer als Diaz, obwohl ich letztere eigentlich schon recht gern mag. Aber die Chemie hat einfach gepasst. Und es muss ja nicht immer noch übertriebenere und noch stumpfere Action sein, mit der der Zuschauer zugeballert wird (wie eben in Knight and Day), wahrscheinlich ist Knight and Day mehr ein Männer-Film... keine Ahnung. Ich persönlich war von ihm enttäuscht, umso begeisterter ging ich jedoch bei Kiss & Kill aus dem Kino Very Happy
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Namu
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BeitragVerfasst am: Mi Aug 11, 2010 16:19    Titel:

Woochi - The Taoist Wizzard (Südkorea 2010)
Kommentar habe ich gerade in den passenden Thread geschrieben.

Oishii Man (Japan/Südkorea 2009)
Kleine japanisch-koreanische Coproduktion, die von einem jungen Koreaner handelt, der nach einem Schicksalsschlag und der Begegnung mit einer Koreanerin eine Reise in den Norden Japans antritt, und durch diese Auszeit und durch die Begegnung mit einer Japanerin sein Leben neu organisieren kann.
Mal abgesehen davon, daß ich diese Thematik an für sich ansprechend finde, beinhaltete der Film noch ein paar sehr, nette skurrile Szenen und ein paar schöne Landschaftsaufnahmen.
Bei der Erzählung erschien mir das Gewicht, das auf die drei Personen gelegt wird, nicht ganz ausgewogen. Um die Geschichte der Japanerin zu erzählen, war ihr Part zu unbetont. Um sie zu einer Nebenfigur zu machen, die Einfluß auf die Geschichte des Koreaners nimmt, war sie aber zu betont. Das fand' ich ein wenig schade. (Ich mochte ihren Charakter besonders gern. Wink)
Auch hatte ich manchmal den Eindruck mehr einen dieser Reisezielfilmchen zu schauen, was wahrscheinlich an der Machart lag. Keine Ahnung, ob jemand mal koreanische Independentfilme gesehen hat? Oishii Man war in diesem Stil gedreht: Sehr einfach und mit Verzicht auf filmtechnischen Schnickschnack. Und ich denke mal, bei den vielen Landschaftsbildern führte das dann eben zu diesem Reisefilmeffekt. Auch wenn es ein durchaus ästhetischer Reisefilm war! Wink
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