The Tracey Fragments

Regisseur: Bruce McDonald
Drehbuch: Maureen Medved
Editors: Jeremiah Munce & Gareth C. Scales
Darsteller: Ellen Page, Max McCabe – Lokos, Ari Cohen, Zie Soumand
Genre: Drama
Land: USA
Jahr: 2007
Laufzeit: ca. 80 Minuten
FSK: ab 16

How do you know what’s real and what’s not, when a whole world is inside your head?

Darum geht’s:
Die 15jährige Tracey Berkowitz sitzt allein und nur gehüllt in ein Laken, in einem Bus. Sie sucht nach ihrem kleinen Bruder, der durch ihre Unachtsamkeit verschwunden ist. Doch warum sitzt sie halbnackt in einem öffentlichen Verkehrsmittel? Genau diese Geschichte erzählt Tracey dem Zuschauer, unverblümt und mit beißendem Sarkasmus.

Meinung:
Ellen Page ist eine der besten, lässigsten Ich-Erzähler, denen ich jemals zugehört habe. Ihre Art ist ja bekannt aus Juno oder Hard Candy, aber als Tracey übertrifft sie alles bisher da gewesene.
Davon abgesehen, das der Film eine Art an sich hat, die abgedrehter nicht sein könnte, verleiht Ellen Page ihm den unvergleichlichen touch. Es ist unglaublich, wie cool dieses girl ist.
Dieses junge Mädchen redet mit einer Weisheit einer achtzigjährigen. Mit einer Selbstverständlichkeit über die Schattenseiten des Lebens und dabei immer mit einem kritischen Auge auf sich selber.

Anhand der vielen Puzzleteile fügt sich die zuerst konfuse Geschichte zusammen. Der Tagtraum zwischen ihr und dem neuen Schüler Billy Zero, das Lästern ihrer Mitschüler, die Ignoranz ihrer Eltern und das verschwinden ihres kleinen Bruders Sonny, den Tracey mittels Hypnose in einen Hund verwandelt hat. Dieser Film im Film heißt: „The Tracey Berkowitz Affair“ und man ist sich zuerst nicht sicher, was Wirklichkeit und was Fantasie ist, denn wie weiß man was echt ist und was nicht, wenn sich eine ganze Welt in seinem Kopf hat?

In vielen Kritiken steht, dass der Film nicht verstanden wurde. Ich gebe zu, die Erzählweise kann schon allein anhand der vielen Bilderschnipsel etwas verwirren, aber gerade weil dies so anders ist, sticht The Tracey Fragments aus der Masse heraus.
Ihr kennt die künstlerischen Arte Filme? Filme die einfach anders sind. Sie bewegen einen, man hat sie mit einer gewissen Aufmerksamkeit angesehen, aber man macht es kein zweites mal, weil der Effekt nicht mehr der gleiche sein wird. Dazu gehört The Tracey Fragments.

Ein lobendes Wort noch an die Editoren. Das cutten der Bilder und zusammenfügen muss eine wahnsinnige Arbeit gewesen sein. Grandios gemacht!

No one can stop me, no one can make me stand still.

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