Prom Night – Eine gute Nacht zum Sterben

Regisseur: Nelson McCormick
Drehbuch: J.S. Cardone
Darsteller: Brittany Snow, Scott Porter, Jessica Stroup, Idris Elba
Genre: Teenie-Horror Slasher
Land: USA, Kanada
Laufzeit: ca. 89 Minuten
FSK: ab 16
Jahr: 2008

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Darum geht’s:
Drei Jahre sind seit dem Mord an Donnas Familie vergangen. Mit pharmazeutischen Hilfsmitteln gewappnet überbrückt sie seither den emotionalen Schmerz. Ausgerechnet an ihrem Abschlussball, der eine besondere Nacht zu versprechen scheint, holt sie die Vergangenheit wieder ein. Der Mörder ist aus dem Gefängnis geflohen, um seinem psychosomatischen Verlangen nachzugehen und Donna endlich zurück zu gewinnen, denn in seiner Welt, ist sie der Mittelpunkt. Kein Wunder also, dass die Leute um sie herum dabei nur im Weg sind. Und somit räumt er eine Person nach der anderem aus dem Weg, bis seine Traumfrau endlich in greifbarer Nähe ist. Doch er hat die Rechnung ohne Detektive Nash gemacht, der ihn schon einmal hinter Gittern brachte.

Meinung:
Erst einmal: Welcher Idiot lässt sich solch beknackte Untertitel einfallen?! Eine gute Nacht zum Sterben, Du bist tot bevor du stirbst (Pulse), Das Grauen kommt um Mitternacht (Original Prom Night)…

Prom Night ist ein loses Remake des Originals von 1980. Daher kann ich die schwache Story nicht ganz auf den Drehbuchautor dieser Version schieben,… schade. Damals waren die Menschen anscheinend noch leichter zu schocken, aber die großspurige Ansage von Sony Pictures „…daher wird dieser abgründige Horror-Thriller Teenagern und allen Horror-Filmfans das Blut in den Adern gefrieren lassen.“ ist doch sehr weit aus dem Fenster gelehnt.

Nunja, wo soll ich anfangen. Absolut nichts neues. Schon beim ersten Blick auf die Gruppe steht fest, wer es bis zum Ende schafft.
Teilweise verlor sich die Handlung etwas und ich wusste nicht mehr genau, wer eigentlich der Hauptdarsteller in diesem Film ist. Donna oder doch der eifrige Detektive? Jedes mal, wenn man dachte, der Mörder hat sein Opfer in der Zange, entkommt sie und der coole Cop tritt auf. Nicht das ich dafür bin, dass der Buhmann das Mädchen fängt, aber doch,… geht es nicht darum? Mir hätte ein „ich schlage zurück“ Kampf besser gefallen, als dieses hin- und her gerenne.Klar, am Ende gibt es eine kleine Sequenz, in der Donna ihre Frau steht, doch diese wird wieder vom Retter in der Not unterbrochen. Zu kurz also um wirklich mitzufiebern und zudem noch total vorhersehbar.
Und wo sind die ganzen Polizisten hin, die vor dem Haus Patrouille machen sollten?! Davon abgesehen, dass es mehr als zwei waren, frage ich mich doch, wie der Mörder sie so einfach ausschalten konnte. Überhaupt, wie konnte der Mörder das Hotel verlassen, wenn es doch zig Phantombilder gab? Haben die denn keine Augen im Kopf?

Die Szene, in der Lisa durch den Bauschutt des Hotels torkelt kam mir zudem zum verwechseln ähnlich mit der aus Ripper – Briefe aus der Hölle vor. Aber so ist das bei dieser Art von Filmen: wirklich originelle Ideen gibt es nicht zu sehen.
Die Hauptdarstellerin Brittany Snow (Pitch Perfect), die etwas an die Olsen Zwillinge erinnerte, war zwar ganz nett anzusehen und zugegeben, sie hat auch gut gespielt, aber im Gedächtnis ist sie mir nicht wirklich geblieben.
Das Ende war beinahe das tragischste an der ganzen Geschichte. Das war’s? Sie wird einfach so zurück gelassen? Mörder ist tot und alles ist gut? Da sie schon einen Schaden seit dem Mord ihrer Familie von sich getragen hat und jeden Tag Tabletten gegen den emotionalen Schmerz nehmen mußte, frage ich mich doch, welchen Sinn dieses Ende verfolgt. Prom Night 2 – sie als durchgeknallter Racheengel? Ich bin gespannt, es kann nur besser werden.

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Fazit:
Wirklich beeindruckend war dieses Remake nicht. Banale Story und so vorhersehbar wie das Amen in der Kirche.

 

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