Couchgeflüster

Darsteller: Meryl Streep, Uma Thurman, Bryan Greenberg, Jon Abrahams, John Rothman, Annie Parisse, Jerry Adler, Doris Belack, Madhur Jaffrey, Zak Orth
Originaltitel: Prime
Regisseur: Ben Younger
Drehbuch: Ben Younger
Genre: Romanze, Komödie
Land: USA
Jahr: 2005
Länge: 106 Minuten

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Darum geht’s:
Die 37 jährige Rafi ist frisch geschieden und an einem Tiefpunkt in ihrem Leben angekommen. In ihrem Job läuft alles bestens, sie hat ein modernes Apartment in New York und siehst zudem noch umwerfend aus. Doch all dies nützt nichts, denn die biologische Uhr tickt unaufhaltsam und Rafi bleibt nur eins übrig. Sie sucht daher wöchentlich bei ihrer Therapeuthin Dr. Lisa Metzger Rat. Diese ermutigt sie dazu, raus zu gehen und neue Bekanntschaften zu schliessen. Rafi stimmt zu und geht aus. Unerwartet trifft sie dabei David und verliebt sich promt in ihn. Doch der so äußerlich erwachsen wirkende Mann ist in Wirklichkeit erst 23. Promt versucht Rafi das Date abzubrechen, doch David bleibt hartnäckig. Voller Freude und mit etwas Scham berichtet sie Lisa davon, korrikiert sein Alter allerdings etwas nach oben. Diese ist zuerst sehr angetan davon und freut sich für ihre Patientin, die zudem von Tag zu Tag besser aussieht. Ein jüngerer Mann, warum nicht? Doch wäre da nicht noch der bekannte Haken: David ist Lisas Sohn. Nachdem diese hinter das Geheimnis der beiden gekommen ist, sucht sie selber Rat bei einer Psychiaterin. Einerseits ist sie streng gegen diese Partnerschaft, andererseits will sie Rafi nicht verletzen.

Meinung:
Couchgeflüster beinhaltet die klassischen Etappen einer Partnerschaft. Das Kennenlernen, das Zusammensein, die Trennung, der Trost mit anderen Partnern, das nicht drüber hinwegkommen, das erneute Zusammenkommen, das Herausfinden des Partnerwechsels, die erneute Trennung, das Zusammenkommen bis hin zu Lass und Freunde bleiben. So mancher wird sich daher in dieser Geschichte wiederfinden.
David chauffiert seinen Kumpel von einer Frau zu nächsten und sieht dabei zu, wie er seinen Exdates Torten ins Gesicht klatscht. Ein Punkt für diese Originälität, mit der der Film eröffnet wird.

Das Kennenlernen und die Dates mit David und die Gespräche mit Rafis Therapeuthin waren zwar ganz amüsant, flachten mit der Zeit allerdings sehr stark ab. Uma und Meryl nehmen sich an Situationskomik beide nichts, vorallem als Rafi ein intimes Detail nach dem anderen ausplaudert und Lisa kurz vor einem Kolaps steht, lässt einen die Wangen nach oben schnallen. Außerdem macht es Spaß, Rafi beim aufblühen zuzusehen. Anfangs noch zugeknöpft sieht sie von Szene zu Szene jünger und vorallem besser aus.
Den Portier hätte man sich gleich ganz sparen können. Auch wenn er zum Ende hin etwas auftaut, so ist er keine große Bereicherung für den Film gewesen.
Zunächst noch unbeschwert und komisch rutschte der Film in die Gefühlsschiene ab und blieb dort stecken. Zu langatmig wurde plötzlich die Erzählweise und teilweise wünschte ich mir, dass das Ende näherrückt.

Running Gag:
Die Großmutter mit der Bratpfanne und die Ohrenstäbchen. Wobei das Mützchen, was Rafi stricken wollte auch einfach zum Schreien war.

„Ich hab T-Shirts die älter sind als du.“

Das Klischee schwuler Freund der auf deinen Lover heiß ist scheint in solchen Filmen immerwieder eine Rolle zu spielen und verursachte bei mir deshalb nur ein müdes Gähnen.

Beste Szene:
Rafis lachender Zusammenbruch in Davids Wohnung, nachdem sie herausfindet, bei wem ihr Freund wohnt.
Unlogisch:
Rafi schenkt David zum Geburstag einen Nintendo, in einer Szene danach sagt seine Mutter trotzdem noch, er sei 23 Jahre.

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Fazit:
Bleibt zu sagen, dass ich mir einen Hauch mehr von Couchgeflüster versprochen habe, dennoch nicht wirklich enttäuscht wurde. Der Film ist gut für zwischendurch und spielt mit den Problemen der Generationen, wenn man so will.
Eins sollte demnach klar sein: Auch Psychotherapeuten brauchen ab und an Hilfe.

Bryan Greenberg erinnerte mich während des ganzen Filmes an Milo Ventimiglia (Pathologie). Was besonders bei seinem Profil sehr naheliegt. Nur die Größe unterscheidet die beiden hingegen sehr.

 

 

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