A very short life

Originaltitel: Duen chaam dik sung ming
Regisseur: Dennis Law
Drehbuch: Dennis Law
Darsteller: Maggie Siu, Pinky Cheung, Leila Tong, Koni Lui
Land: Hong Kong
Jahr: 2009
Genre: Drama, Krimi
Laufzeit: ca. 85 Minuten

Darum geht’s:
Die elfjährige Heiyi kam durch die Hände ihrer eigenen Mutter ums Leben. Diese sitzt nun in Untersuchungshaft und muss ein hartes Verhör von der Oberkommissarin Josephinne Wong mit ihrer Crew über sich ergehen lassen. Doch welcher Tortur sie mit der Inhaftierten auch durchziehen, sie schweigt,- was die ganze Sache für sie nur um so schlimmer macht…

Meinung:
Der Film konnte ab dem Zeitpunkt nicht ernst genommen werden, als es im Titel hieß, dass er NICHT auf einer wahren Begebenheit beruht und der „Ich“ Erzähler in der nächsten Szene „Das ist eine wahre Geschichte“ sagte. Na dann doch lieber wie in Domino, wo es lautete: Eine wahre Begebenheit,…. fast.
Die Einleitung von Heiyi war zudem unpassend und vermittelte eine ganz andere Vorstellung von dem, was der Film letztendlich war.

„A very short life“ fing schon schleppend an und als der Maincast vorgestellt war, hatte ich schon das komplette Interesse verloren. Und warum muss man der gelangweilten Polizistin Cat Lam erst ewig beim essen (wie ein Schwein,- mal wieder) zu sehen, bevor die eigentliche Handlung beginnt?
Sei’s drum, 10 Minuten hatte ich zu dem Zeitpunkt schon geschafft. Es lagen also nur noch 1 ¼ Stunden vor mir.

Diese „Oh ich bin ja so tough Einstellung“ von Cat hat mich echt genervt. Aber im Gegensatz zu Josephine Wong war diese nur ein Weichei. Angesichts dieses Pitbulls entwickelte man als Zuschauer teilweise Sympathie für die Angeklagte. Die einzige, die einem allerdings wirklich Leid tun konnte war das elfjährige Mädchen, um das sich die Geschichte drehte.

Die Handlung beinhaltet eigentlich nicht mehr außer Polizeigewalt. Den Angeklagten solange erniedrigen und schlagen, bis er zusammenbricht und die Wahrheit sagt. Und wenn es soweit ist, wird der Hintergrund erforscht. – Und das zieht sich dann ewig.

Viele Leute brachten sich mit ins Drehbuch ein und das merkt man auch. Der anfängliche Ich-Erzähler wechselte nämlich kurze Zeit später über zu der leicht schusseligen Polizistin Cat Lam und am Ende war nur noch die harte, aber insgeheim doch ganz weiche Josephine Wong übrig. Dieser wollte man anscheinend gegen Ende noch Tiefe verleihen und somit wurde die eigentliche Geschichte,- der Tod der kleinen Heiyi, zur Nebensache. Vielmehr ging es nun darum zu zeigen, warum Mrs. Wong Kommissarin geworden ist, wie das Verhältnis zu ihrer eigenen Tochter ist und und und. Praktisch der komplette Kontrast zu Becky Lee, die einfach die Augen vor der Wahrheit verschlossen hatte.

Daher:
Das Thema ist gut und auch sehr aussagekräftig, leider ist die Umsetzung durch die vielen Nebencharaktere sehr einschläfernd geworden. Sechs, hinsetzen! Ok,… es ist vielmehr eine 4, weil Maggie Siu wirklich überzeugend in ihrer Rolle war. Zwar ist sie absolut nicht mein Typ und ich will sie auch nie wieder sehen, aber sie war letztendlich die einzige, die mir positiv in Erinnerung geblieben ist.

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