Diary

Regisseur: Oxide Pang Chun (The Pang Brothers)
Drehbuch: Oxide Pang Chun, Danny Pang Fat
Darsteller: Charlene Choi, Isabella Leong, Shawn Yue
Land: HongKong
Jahr: 2006
Genre: Thriller
Laufzeit: ca. 86 laaaaaaaaaaange Minuten

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Darum geht’s:
Winnie wurde von ihrem Freund verlassen. Sie fühlt sich einsam und verletzt. Doch ihre beste Freundinn Yvonne drängt sie dazu, wieder auszugehen. Winnie verliebt sich in Ray, der eigenartigerweise genau wie ihr Exfreund aussieht. Doch irgendwas scheint verkehrt zu laufen, denn Realität und Wahrheit scheinen sich des öfteren zu vermischen. Nur ihr Tagebuch gibt Auskunft über die tatsächlichen Ereignisse und das düstere Geheimnis um Winnie.

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Meinung:
Also wenn jemand vor hat, diesen Film ansehen zu wollen, dann sollte er die folgende Kritik nicht lesen, denn ich werde den Film jetzt Stück für Stück auseinander nehmen!

Ich bin eingeschlafen,- und dabei war ich nicht einmal sonderlich müde.
Ich könnte jetzt zwar leicht schreiben, dass Charlene Choi im Comedy-Genre besser aufgehoben ist, aber ich denke, dass der Film mit einer anderen Besetzung auch nicht besser funktioniert hätte.
Was es mit der geheimnisvollen Freundin auf sich hat, wurde mir schon in der ersten Sequenz klar. Soviel zur Originalität.

Dann, nach einer Stunde wurde es ganz absurd: Die Anfangstitel erschienen erneut,…. was?! Mein Blick ging auf die Displayanzeige meines DVD Players. Ich dachte zuerst, ich wäre aus Versehen auf einen Knopf gekommen, aber nein, es war nicht mein Verschulden. Es wurden erneut Regisseur, Darsteller, Drehbuchautor genannt und die erste Szene, diesmal etwas abgewandelt. Naja, dass war zumindest,…. komisch.

Die Musik ist furchtbar. Einmal so schmalzig, dass es schon wehtut und dann ist sie zudem noch total unpassend. Sollte „Diary“ nicht ein Thriller oder Horrorfilm sein? Stattdessen wurde daraus eine Lachnummer in einer Art Stummfilm-Atmosphäre. (Also vielleicht doch ganz gut, dass Charlene Choi die Hauptrolle spielte).

Das einzige, was der Film jedoch geschafft hat, ist zu zeigen, dass sie wirklich eine Meise hat. Die blitzschnellen Schnitte und Winnie`s Augenzucken + die Rückblicke haben dies perfekt untermalt.
Das ihr am Ende im Verhör nicht schlecht geworden ist, wundert mich, denn sie musste unentwegt mit den Augen zucken. Das hatte mich damals bei dem Mörder in „Identität“ schon verrückt gemacht. Ich konnte ihr demnach nicht mehr in die Augen blicken, sonst wäre mir schlecht geworden. – Ist wie Achterbahnfahren,….

Ray’s Verhalten, zumal man den absurden Hintergrund noch nicht kennt, war zum rein schlagen. Ich habe mich schon zu Beginn gefragt, was sie an diesem Typen findet.

Nach 1 ½ Stunden weiß ich nun aber exakt, wie man richtig mit Stäbchen ist, denn die Hälfte der Zeit ging es ums Essen. Ich fand es übrigens herrlich, wie Winnie zwei Fische kauft, ihre Runde im Laden dreht und dann beim selben Händler nochmal zwei Fische bestellt und der sie daraufhin skeptisch anschaut.

Richtig nervig waren die Erklärungen. Ja, es ist angekommen, dass sie einen herrlichen Dachschaden hat. Warum also noch jede (wirklich jede) Szene erneut gezeigt wurde, ist mir unverständlich. Ein Zeitraffer wie in den Saw Filmen hätte es auch getan.

Mit dem Schluss haben die Macher echt den Vogel abgeschossen. Die haben wirklich nicht mehr alle Tassen im Schrank! Hätte man den Film nach dem Verhör enden lassen, wäre er zwar immer noch nicht besser, dafür wäre es aber ein plausibles Ende gewesen. Aber so? Schon wieder ein Rückblick?! Jede Szene?! Ums mit einem amerikanischen Kürzel zu sagen: WTF?!!!

Und dann noch dieser dämlich, schnulzige Schlusssong. Arrghh, das warten auf diesen Film hat sich echt nicht gelohnt. Ich bin maßlos enttäuscht!

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Fazit:
Soviel zum halben Zwilling. Diary war einfach nur schlecht. Das einzige, was gut umgesetzt wurde, war die bedrückende und triste Atmosphäre, alles andere war einfach nur hirnrissig. 85 Minuten die sich ziehen wie Kaugummiiiiiiiiiiii.

 

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