Street Fighter: The Legend of Chun Li

Regisseur: Andrej Bartkowiak
Drehbuch: Justin Marks
Darsteller: Kristin Kreuk, Chris Klein, Neal McDonough, Moon Bloodgood
Jahr: 2009
Land: USA, Japan, Indien, Kanada
Laufzeit: ca. 96 Minuten

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Darum geht’s:
Chun Li ist ein wohlbehütetes Mädchen. Eines Tages wird ihr Vater vor ihren Augen entführt. Dieser Schicksalsschlag beschäftigt sie auch noch Jahre später.
Als der Diktator Bison die Slums in Beschlag nimmt und die Leute dort verscheucht, nimmt sich Chun Li der Sache an und bekämpft den anscheinend übermächtigen Gegner, der auch für das Verschwinden ihres Vaters verantwortlich ist.

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Meinung:
Zuerst einmal, wer hatte die unsagbar bescheuerte Idee, ein chinesisches Mädchen in Kristen Kreuk umzuwandeln? Hält man den Zuschauer für so dumm, dass man den Unterschied zwischen Kanadierin und Chinesin nicht erkennt?! Ich denke die Antwort lautet JA. Wenn man die junge Chun Li zumindest gleich so, wie die zweite Schauspielerin (Pei Pei Wang), gezeigt hätte,… aber so?! Und wo ist bitte das Problem, eine Chinesin für diese Rolle einzuteilen? Egal, Hollywood liebt Hollywooder. Abgesehen davon hat Kristin Kreuk (Smallville) ihre Sache aber ganz gut gemacht.

Dann: Chris Klein. Urrghhh! Er kommt rüber wie die jüngere Version von Christian Slater (inklusive seines schwindenden Haares) und ist genauso unsympathisch. In „Ohne Worte“ war er als vertrottelter Liebhaber ja noch zu ertragen, aber als hyper-mega-cooler Cop Nash? – Um Gottes Willen! Furchtbar! Wenn man ihn in dem Film sieht, muss man unweigerlich mit dem Kopf schütteln. Sein Schauspiel scheint schon fast „zu“ übertrieben um annähernd glaubhaft zu sein.

Neal McDonough spielt im Prinzip exakt die gleiche Rolle wie in den „Desperate Housewives“. – Einen Verrückten, dem jedes Mittel recht ist um sein Ziel zu erreichen. Einziges Druckmittel: seine Familie. Buhu. Jedenfalls ist er seiner Rolle als Scheusal gerecht geworden. Also keine Einwände hier.

Die Black Eyed Peas Mitgtlieder haben sich also allesamt entschieden ins Filmbusiness zu gehen. Fergie in „Planet Terror“, Will.I.am in „X-Men origins: Wolverine“ und Taboo (Jamesy Boy) nun in diesem hier. Toll! Aus Vega, der mir im Spiel öfters mal Probleme bereitet hat ist hier allerdings nicht viel übrig geblieben. Außer einer Lachnummer, zieht man in Betracht, dass er eigentlich ein Superkämpfer sein soll.

Und Michael Clarke Duncan konnte ich noch nie sonderlich gut leiden. Hier ist er auch wieder nur der Hau-drauf-Typ, mit einer nervenden Lache,- so wie es der Balrog Charakter eben vorgeschrieben hat.

Dann die Tanzszene in der Disko, wo Chun Li die reiche Obertussi anmacht, was soll das? Naja, das war zu mindestens authentisch, was chinesische Filme angeht.

Man versucht mittels tiefgründiger Phrasen den Zuschauer zum nachdenken anzuregen und um die Trauer des Charakters aufzubauen. Ja was soll das denn jetzt? Wenn man schon nicht glaubt, dass die Kanadierin eine Chinesin darstellt, wie soll denn da jetzt der Rest überzeugen?
Ehrlich gesagt habe ich die ganze Zeit auf das Auftauchen von Riu gewartet, da dies ein Charakter war, den ich vom alten Nintendo Spiel noch kenne. Leider wurde er nur zum Schluss hin erwähnt,- dort, wo der Regisseur anscheinend wieder zu Vernunft gekommen war.

Wenn die Darsteller 96 Minuten in einem Turnier nur gekämpft hätten, wäre der Film authentischer gewesen, als dieser hier. Wenigstens ein paar Kampfszenen waren gut umgesetzt.

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Fazit:
Street Fighter: The Legend of Chun Li hat eine monotone Grundstory, die ebenso langweilig umgesetzt wurde.

 

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