Hero

Originaltitel: Ying Xiong
Regie: Zhang Yimou
Genre: Martial Arts
Land: Hongkong / China
Jahr: 2002
FSK: 12 Jahren
Länge: 95 Minuten
Cast: Jet Li, Tony Leung Chiu-wai, Maggie Cheung Man-Yuk, Ziyi Zhang, Chen Dao Ming

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Darum geht’s:
In einer Zeit, in dem das chinesische Volk unter dem Krieg der sieben Königreiche Qin, Zhao, Han, Wei, Yan, Chu und Qi leidet, sammeln sich immerwieder Attentäter an, um das Elend zu beenden. Einer von ihnen ist der namenlose Krieger aus Zhao, der mit seiner Zehn-Schritte-Technik den König von Qin ermorden will. Dieser war rücksichtsloser und tyrannischer als alle anderen. Ihm allein soll die Vorherrschaft über alle unter dem Himmel zu teil sein und obwohl er schon sechs Reiche eingenommen hat, strebt er auch noch nach dem siebten. Mit Hilfe einiger Verbündeter gelingt es ihm zum König vorzudringen um ihm seine Geschichte zu schildern. Doch dieser ist schlauer als er denkt und sein Vorhaben wird somit durchschaut.

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Meinung:
Hero wird nicht ohne Grund als Meisterwerk gehandelt. Er ist eins! Zugegeben, erst wollte ich ihn nicht sehen. Jet Li ist nicht auch gerade mein Favourit, da er mich schon in The One ziemlich enttäuscht hat, dennoch hat mich der Trailer überzeugt.
Was ich sehr fazinierend finde war die Farbenpracht, die ich bis dahin in noch keinem Film in diesem Ausmaß bewundern konnte.
Am besten gefiel mir die rote und die blaue Epoche. Der Kampf zwischen Fliegender Schnee und Leuchtender Mond stellte somit schonmal ein Sinnbild für den ganzen Film da und katapultierte den Kampf zwischen Weiter Himmel und den Namenlosen vollständig in den Schatten.
Einzig an die Namen mußte ich mich erst gewöhnen, da ich zuerst nicht gleich erkannte, wen der Namenlose mit Zerbrochenes Schwert, Weiter Himmel und Fliegender Schnee meinte.

Sehr schön auch die Art, wie die Geschichte erzählt wurde. Die erfundene, die spekulierte und die wahre Geschichte.
Auch dieses unglaublich starke Gefühl der Liebe zwischen Fliegender Schnee und Zerbrochenes Schwert war fabelhaft erzählt und wie sie ihr Ende besiegelten. Verblüffend finde ich hierbei, wie der gesamte Film somit ohne einen einzigen Kuß ausgekommen ist.
Auch die perfekte Kameraführung lässt keinen Ansatz zum rummäckern aufkommen. Besser gehts kaum.
Besonderes Highlight ist der Soundscore von Tan Dun, besonders die Titelmelodie.

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Info:
~ Mit über 30 Millionen Dollar Produktionskosten ist Hero die teuerste chinesische Produktion
~ Die „Ära der Streitenden Reiche“ wurde auch „Epoche der einhundert geistigen Schulen“ genannt, da viele Ideen und Gedanken während dieser Zeit entstanden.
~ Regisseur Zhang Yimou war schon immer Fan von Material Arts Romanen (Wuxia-Literatur) und nach drei Jahren Entwicklung stellte er die Geschichte zu Hero fertig, die gleichzeitig eine Legende des alten Chinas wiederspiegeln sollte.
~ Die Kostüme wurden eigens für den Film von der Kostümbildnerin und Oscarpreisträgerin Emi Wada hergestellt wobei über tausend Meter Stoff gefärbt und verarbeitet wurden.

 

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3 Kommentare

  1. Zitat: „Am besten gefiel mir die rote und die blaue Epoche.“

    Die rote Epoche beschreibt, wie der Namenlose (das Volk) den Kaiser sieht, die blaue dagegen, zeigt, wie der Kaiser sich selbst sieht (bzw. sie zeigt jemanden, der den Ansatz zu einem idealen Kaiser besitzt). Wie man sieht, stehen die rote und die blaue Epoche einander völlig entgegengesetzt in ihren Anschauungen! Wie kann das sein? Nicht ohne Grund ist der Namenlose, nach der Darstellung der Sicht der Ereignisse durch den Kaiser (blaue Epoche) von dessen Anschauungen überrascht. Und wie man weiter sehen wird, ändert der Namenlose schließlich seine ursprüngliche Absicht …

    Zhang Yimou wurde vorgeworfen, sich mit seinem Film dem herrschenden System untergeordnet zu haben, schaut man aber genauer hin, so appelliert Zhang an einen „gerechten Kaiser“, der es zu diesen Zeitpunkt noch nicht ist, sondern, der es nach einem Entwicklungsprozeß – nach dem Studium der Kalligraphie von Zerbrochenes Schwert —> dem Prototyp des kritischen Künstlers, der sein Schwert mit einem Pinsel – „Schreibstift“ – tauschte – noch werden muss.

    Am Ende findet sich der Kaiser (Herrscher) in seine neue Rolle und handelt nicht mehr willkürlich (wie bisher), sondern nach dem Gesetz, dem sich alle, auch der Herrscher, unterordnen zu haben.

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  2. Ohja. Das ist ein Abenteuer nach meinem Geschmack. Tolle Geschichte genial umgesetzt. Habe selten so einen guten Asia Film gesehen, der mich von Anfang bis Ende fasziniert hat.

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  3. Pingback: The Expendables 2 - Cineglobe.de

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