Scream 4

Regisseur: Wes Craven
Drehbuch: Kevin Williamson
Darsteller: Neve Campbell, Emma Roberts, Courteney Cox
Jahr: 2011
Land: USA
Genre: Horror, Thriller
Laufzeit: ca. 111 Minuten

DON’T FUCK WITH THE ORIGINAL!

Darum geht’s :
Pünktlich zum 10jährigen Jahrestag der Woodsboro Morde kehrt das ehemalige Hauptopfer Sidney Prescott zurück in das kleine Städtchen, um ihren Bestseller „Out of Darkness“ vorzustellen. Doch wer hätte das gedacht (?!), ein neuer Mörder heißt sie willkommen und massakriert munter drauf los. Doch diesmal hat er die Rechnung ohne Sidney gemacht, die ist nämlich alles andere als leichte Beute und begibt sich mit Sheriff Riley und dessen Frau Gale „Weathers“ Riley auf die Suche nach dem Killer, der wieder einmal in ihrem unmittelbaren Bekanntenkreis agiert…

Meinung:
Jede Menge bekannte (mehr UND weniger) Jungschauspieler und eine große Portion schwarzer Humor,- so kommt der vierte Teil der Scream Reihe in gewohnter Manier daher.

Es beginnt mit dem Intro zu Stab 6, welches kurze Zeit später zu Stab 7 wechselt, in dessen Anfangsminuten Anna „Sookie“ Paquin und Kristen Bell (Burlesque) über die Logik des Films diskutieren. Hier gelingt Drehbuchautor Kevin Williamson sein erster makaberer Gag. Aus dem Film raus geht es in die Realität und somit zu den ersten Mädels, die wirklich ihr junges Leben lassen müssen.

Ich bin ja erst einmal überrascht, dass es erst Scream 4 gibt. Bei all den Fortsetzungen heutzutage, ist das echt bewundernswert. Naja, dafür dass Scream großartig als Trilogie angepriesen wurde, ist es um so erstaunlicher, dass der Originalcast noch dabei ist. Teilweise scheint es so, als müsste Neve Campbell den ganzen Film stemmen,- was sie übrigens auch schafft. Sie ist nicht mehr das verängstigte Opfer, sondern weiß sich zu wehren. Sie stellt sich dem Mörder mutig in den Weg, wann immer er wieder zu schlagen bzw. stechen will. Bis zu den letzten Minuten, wo mich ihr nichts tun wirklich aggressiv gemacht hat. Ich meine: Da steht jemand mit einem Messer und redet und redet und redet und sie wartet bis er/ sie zusticht. Hallo?! Davon abgesehen hätte der Film ohne sie nicht funktioniert.

Die Auflösung: Na-ja,… nicht unbedingt überraschend, aber doch plausibel. „?“ Wer braucht schon ein Motiv. Wie wurde so schön gesagt: In der heutigen Zeit muss man nichts mehr erreichen, es gibt ja das Internet,… Auf das Web bezog sich Drehbuchakteur Williamson mittels Verweisen auf Facebook und Twitter. Zudem ist das Apple Iphone permanent als Werbeträger zu sehen. Sei’s drum,…

In einer Scheune zum alljährlichen Stabaton Festival wird erneut der erste Teil der legendären Stab Reihe gezeigt, in dessen Anfangsminuten Heather Graham in Drew Barrymores (Roller Girl) Rolle aus Scream – Schrei zu sehen ist. Lustigerweise steht als Regisseur Robert Rodriguez (Sin City) im Vorspann.

Hayden Pannettiere sieht mit ihrer Kurzhaarfrisur einfach umwerfend aus. Davon abgesehen trägt sie nicht viel zur Dramatik bei. Ich bin bei ihr auch sehr hin und hergerissen. Einerseits finde ich sie gut, andererseits bin ich seitdem ich mal bei „Heroes“ reingesehen habe, etwas enttäuscht, da ihre Darbietung darin sehr amateurhaft war. Und hier macht sie ja im Prinzip auch nicht mehr als nett aussehen, zu trinken und zu flirten. Jedoch bleibt sich das Scream-Team treu: Es gibt keine nackten Tatsachen und das ist gut so.

Emma „Julia ist meine Tante“ Roberts (American Horror Story: Coven) hatte bei mir zuerst gar keinen Eindruck hinterlassen. Weder als Sidney Abklatsch, noch als böses Mädchen. Das hat sich aber mittlerweile geändert, da sie diese fiese Nummer echt drauf hat.
Der kleinste Culkin Bruder Rory war hier erneut mit ihr zu sehen. Zusammen spielten sie 2008 in Lymelife.

Dumm und absolut überflüssig waren die beiden Deputies Perkins und Hoss aka Adam Brody (Im Land der Frauen) und der Scary Movie Typ Anthony Anderson (Hustle and Flow). Letzterer hat mit dem dämlichsten Spruch in der ganzen Scream Historie den Vogel abgeschossen,- oder eben Bruce Willis. Gut hingegen war deren Kollegin Marley Shelton (Sin City), die mehr konnte als nur im Auto sitzen. Außerdem war der kleine Zickenkrieg zwischen ihr und Gale eine willkommene Abwechslung.

Gegen Ende wird der Film richtig spannend und überrascht mit einigen unvorhersehbaren Wendungen.

Achja, was mir auch sehr gefallen hat ist die Tatsache, dass Wes Craven tatsächlich zehn Jahre bis zum Dreh gewartet hat…. Ich bin gespannt, ob Quentin Tarantino sein Kill Bill,- 15 Jahre später Projekt auch so einhält.

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Fazit:
Als Gesamtwerk funktioniert Scream 4 richtig gut und kann somit den schlechten dritten Teil um Längen hinter sich lassen.

 

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