Der menschliche Tausendfüßler

Originaltitel: The Human Centipede (First Sequence)
Regisseur: Tom Six
Drehbuch: Tom Six
Darsteller: Dieter Laser, Ashley C. Williams, Ashlynn Yennie
Land: Niederlande
Jahr: 2009
Genre: Horror
Laufzeit: ca. 92 Minuten

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Darum geht’s:
Die zwei amerikanischen Freundinnen Lindsay und Jenny sind bei ihrem Europatrip in Deutschland angekommen. Zusammen wollen sie in die Disse „Bunker“ ( oh Mann!), doch unterwegs platzt der linke Vorderreifen. Nach einer unheimlichen Begegnung mit einem korpulenten, alten Perversling beschließen sie, ziellos durch den dunklen Wald zu irren um Hilfe zu holen. Kurz nach einsetzen von Regen finden sie ein abgelegenes Anwesen. Zu ihrem Pech gehört dies dem pensionierten und (Kopf)kranken Chirurgen Dr. Heiter, dessen Lebenstraum es ist, einen menschlichen Tausendfüßler zu erschaffen. Ohne zu wissen betreten sie ein Haus, dass sie nie wieder verlassen werden.

Meinung:
Warum ich mir diesen Film angesehen habe? Ich weiß es in der Tat nicht mehr. Mir wurde Horror versprochen. Hätte ich jedoch geahnt, dass dieser Film selbst japanische Splatterfilme ala Grotesque toppt,- ich hätte einen Bogen darum gemacht. – Hätte.

Die Idee ist,…. neu und krank. Ich hab so etwas noch nie gesehen,- was allerdings nicht immer etwas gutes ist. Die Frage, was in dem Kopf des Machers vorgeht würde jetzt wieder unendlich lange Diskussionen entfachen, wie es bei dieser Art Film eigentlich immer ist. Zudem wurde dies von Tom Six von vorne herein einkalkuliert. Auch die Frage, WARUM sich Schauspieler für so etwas hergeben, bleibt einmal wieder unbeantwortet.

Die Dialoge sind vorwiegend englisch, erweitern sich aber auf deutsch, japanisch und „gewimmer“. Letzteres ist wirklich sehr Nerven strapazierend. Natürlich ist es verständlich, dass die Opfer durchgehend jammern und weinen und eben wimmern, aber es ist ohne Tonspur jedoch sehr erholsam. Außerdem erspart man sich zudem das japanische Dauergeblabber.

Dieter Laser als Starchirurg Dr. Heiter hat übrigens außergewöhnlich überzeugend gespielt. Als Schauspieler ist er 1A, auch wenn ich ihn vorher nicht kannte. Seine Wutausbrüche waren das glaubhafteste, dass ich je gesehen habe. Im Gegenzug wurden ihm zwei wirklich oberflächlich, untalentierte Schauspielerinnen an die Seite gestellt, deren Darbietung schon in den ersten Minuten zum Kopfschütteln anregt. Gepaart mit dämlichen Dialogen streiten sich die beiden in nichtssagenden Szenen. Ehrlich gesagt hätte man gleich in dem Keller des Hauses starten können,….dann hätte man wenigstens gleich auf „stumm“ schalten können.

Eines gelingt dem Film jedoch: er bleibt in Erinnerung. Zudem hat er schon zahlreiche Preise gewonnen, was bedeutet, dass jeder Film sein Publikum zu haben scheint. Ist er deswegen gut? – NÖ!

Nach etwas Recherche steht fest, dass es 2011 einen zweiten Teil geben wird, der bereits vorab in England verboten wurde. Ich werde ihn mir nicht antun, denn wenn Regisseur und Drehbuchautor Tom Six schon damit wirbt, dass es der kränkste Film auf diesem Planeten sein wird, dann schau ich mir lieber High School Musical an,- kann auch nicht schlimmer sein. Allerdings finde ich es interessant, dass Ashlynn Yennie, trotz ihres Ablebens, wieder mit an Bord sein wird. Während ihre Filmfreundin Ashley C. Williams anscheinend andere Filmangebote an Land ziehen konnte. Gut für sie,….

Angesetzt ist The Human Centipede übrigens als Trilogie. Wem’s gefällt, der kann sich also freuen.

 

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