Haus der toten Seelen

Originaltitel: Dood Eind
Regisseur: Erwin van den Eshof
Drehbuch: Erwin van den Eshof
Idee: Nick Jongerius
Darsteller: Everon Jackson Hooi, Anniek Pheifer, Alwien Tulner
Land: Niederlande
Jahr: 2006
Genre: Horror, Mystery
Laufzeit ca.: 90 Minuten

 

Darum geht’s:
Eigentlich wollten die Freunde nur einen schönen Ausflug machen. Stattdessen werden sie bei einem Zwischenstopp im Wald von einer Horde Hunde angegriffen und müssen Zuflucht in einem alten Haus suchen. Nur blöd, dass dort der Geist einer alten Hexe haust, die voller Hass ist und sich die neuen Mitbewohner als Opfer ausgesucht hat.

Meinung:
Es beginnt mit der Einführung der Charaktere, die allesamt aus Anfang Dreißigern bestehen. Mit etwas Smalltalk am Lagerfeuer wird die anfängliche Unbeschwertheit symbolisiert, bevor der „Horror“ dann losgeht. Und den muss man wirklich in Anführungszeichen setzen, denn viel zum gruseln gibt es nicht. Außer man hat Angst vor süßen Rottweilern, die etwas bellend durch den Wald rennen.

Spätestens nach dem völlig klischeehaften Unfall war ich geistig abwesend. Ich meine, die sitzen alle sicher im Van. Ein Hund springt kurz gegen die Tür und das ist dann der ausschlaggebende Punkt, den Van mit Vollgas gegen den nächsten Baum zu setzen?! Der ist dann natürlich kaputt und es wird Zuflucht in einem alten, leerstehenden Haus gesucht. Dort spuckt es natürlich. Und jetzt bekommt man ganz großes, schauspielerisches Talent zu sehen! Allen voran Everon Jackson Hooi. Diesen Namen merke ich mir, einfach nur eine Antwort zu haben, wenn ich mal nach dem schlechtesten, holländischen Schauspieler gefragt werde. Boar, war der schlecht!!!! Allein schon, wenn der vor Angst heschelt und gleich beginnt los zu heulen ist einfach nur lachhaft. Und weil das so amüsant war, wurde die Szene gleich nochmal und nochmal und nochmal gezeigt. Zudem ist der Typ einfach zu blöd, ein Schloss aufzuschlagen. Ich meine, der hat eine Schrottflinte und hämmert trotzdem 3746324897231 Mal mit dem Griff auf das Schloss ein, anstatt es aufzuschießen. Ist ja nicht so, dass er flüchten musste,….. oh Mann!
Das hier ist er übrigens:

Neben der obligatorischen Wackelkamera gibt’s kein Strom, aber dafür Taschenlampen. Viele, große, helle Taschenlampen! Der weitere Verlauf ist in etwas dieser:
Ängstlich schauen, schwitzen, sterben. Trauermusik. Kollektives weinen der Verbliebenen, bevor das Ganze von vorne los geht. Ach halt,- zwischendurch wurde sich auch mal übergeben.

Im Prinzip würde der Film nur 10 Minuten dauern, wenn sich die Akteure nicht so langsam fortbewegen würden, dass ihnen das Efeu am Bein hoch wächst. Irgendwann habe ich nur noch auf die Vorspultaste gedrückt.

 

Zur Grundstory:
Die Idee, sich ein Baby herzu zaubern ist gleich noch eindrucksvoller als die zwanzig Sekunden Geburt in Wrong Turn 2. Davon abgesehen hat die Handlung absolut nichts neues zu bieten. Was nicht schlimm wäre, wenn die Umsetzung wenigstens überzeugt hätte.

 

Aber um auch etwas positives zu sagen:
Die Effekte waren an manchen Stellen ganz okay. Jedenfalls was die Fleischwunde am Bein angeht. Der Rest ist eher billige Computer Animation.

 
Fazit:
Richtig schlechter Hexenkrimi aus dem Land der Windmühlen.

 

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