Precious – das Leben ist kostbar

Regisseur: Lee Daniels
Drehbuch: Geoffrey Fletcher
Buchvorlage: Sapphire
Darsteller: Gabourey Sidibe, Paula Patton, Lenny Kravitz, Mariah Carey
Land: USA
Jahr: 2009
Genre: Drama
Laufzeit: ca. 109 Minuten

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Darum geht’s:
Die sechzehnjährige, stark übergewichtige Clareece Jones aka Precious hat kein leichtes Leben. Stark übergewichtig, vom eigenem Vater vergewaltigt und schwanger mit dem zweiten Kind von ihm, lebt sie daheim bei ihrer gewalttätigen Mutter, die sie als eine Art Dienstmarkt ansieht. Erstaunlicherweise kann Precious in ihrem Leben doch etwas positives sehen. Sie flieht in ihre eigene Welt, in der sie berühmt und begehrt ist. Aus Eigeninitiative bewirbt sie sich bei einem Hilfsprogramme der Schule um Lesen und Schreiben zu lernen. Zuneigung und Verständnis erfährt sie nur von ihrer Lehrerin Miss Rain, die ihr sogar anbietet bei ihr zu wohnen, was Clareeces Mutter natürlich ein Dorn im Auge ist, da sie so auf das Kindergeld verzichten müsste,….

Meinung:
Wow,….
Precious ist definitiv ein Film, den man erst einmal sacken lassen muss. Dann aber entfaltet er seine gewaltige Wirkung.

1 1/2 Stunden begleitet man dieses starke Mädchen, dass einen Schicksalsschlag nach dem anderen erleiden muss und trotzdem ihren Kopf hoch hält. Und dann, wenn man denkt, es erscheint ein Licht am Ende des düsteren Tunnels, dass sich ihr Leben nennt, kommt der heftigste Schlag im ganzen Film. Den möchte ich aber nicht verraten, da es sonst die Spannung nimmt. Ich weiß nicht, woher sie die Kraft genommen hat. Man kann nicht einmal sagen, dass Precious innerlich tot und somit gefühlskalt geworden ist, denn das wichtigste in ihrem Leben sind immer ihre Kinder gewesen. Sie ist definitiv eine Superheldin im Umgang mit ihrer Situation.

Verblüfft war ich von Möchtegerndiva Mariah Carey, die hier als biedere Sozialbeamtin als graue Maus, ganz ohne Make up fungierte,- und das sogar sehr überzeugend. Auch Lenny Kravitz gibt sich als „männliche Krankenschwester“ John die Ehre. Aber auch ohne diese zwei Stars hätte der Film wunderbar funktioniert. Allein schon wegen der Mutter, die hervorragend von Mo’Nique gespielt wurde. Ich hatte keine Sekunde Zweifel daran, dass sie ein faules, selbstgerechtes Stück ist.
Erst zum Schluss hin öffnet sie sich und offenbart die unfassbare Wahrheit, die Precious seit ihrem ersten Lebensjahr begleitet, welches nebenbei gesagt wirklich heftig ist. Das allergrößte Lob geht allerdings an die Hauptdarstellerin Gabourey Sidibe (AHS: Coven), die der Figur des armen Ghettomädchens Leben eingehaucht hat.

Bleibt zu sagen:
Unbedingt ansehen! Dieser Film ist „precious“.

 

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