The Last Stand

USA 2013

Regie: KIM Ji-woon 김지운
Drehbuch: Andrew Knauer, Jeffrey Nachmanoff, George Nolfi
Kamera: KIM Ji-yong 김지용
Musik: Mowg
DarstellerInnen: Arnold Schwarzenegger, Eduardo Noriega, Forest Whitaker, Genesis Rodriguez, Jaimie Alexander, Peter Stormare, Luis Guzmán, Rodrigo Santoro, Daniel Henney

Genre: Neo-Western, Action, Thriller

Story:

Die Flucht eines Drogenbarons fuehrt selbigen durch die kleine Grenzstand Sommerton Junction. Der dortige Sheriffs soll sich auf Anraten des FBI aus der Angelegenheit raushalten, beschliesst aber, nachdem die Unterlinge des Drogenbosses den Frieden des Staedtchens stoeren, den Fluechtling samt dessen Gefolge mithilfe einer Hand voll Freilwilliger zu stellen.

Kurzer Kommentar:

“The Last Stand” ist zwar nicht unbedingt eine cineastische Offenbarung, kann aber als angenehmes, unterhaltsames Fimerlebnis herhalten, wenn man sich vorher auf ein paar Dinge einstellt: bei dem Film handelt es sich eher um eine Western Hommage mit x Verweisen als um einen Actionfilm, geht eher in Richtung zahmes Tarantino Light oder eine ruhige Form von R.E.D (wobei ich R.E.D bei weitem “The Last Stand” vorziehen würde) und er beginnt, wie so viele Actionfilme koreanischer Regisseure, etwas langsamer und ballt die Actionszenen dann in der zweiten Hälfte des Films. Letzteres kann man einen Zuschauer abschrecken, mir persönlich ist es lieb, da es den Vorteil hat, daß man ein wenig Zeit für Charakterintroduktion hat. In diesem Fall geschah das dadurch, daß man von jeder Person innerste Wünsche, Ziele oder Konflikte in Kurzform präsentiert bekam. Einfach aber zweckmäßig. Vielleicht wurde hier aber auch ein wenig zuviel des Guten getan, denn manch ein Charakter schien dadurch gewichtiger als er letztendlich für den Film war. Ein ähnliches Problem tritt auch im letzten Teil des Films auf, in dem manch eine Seitencharaktergeschichte zu lange verfolgt wurde.
Die Actionszenen zeichnen sich vor allem durch ihren humoristischen Einfallsreichtum aus. Eine zum Teil recht originelle Wahl an Waffen und Schauplätzen, die dem Film einen surrealistischen Touch verleiht, der durch den Western Charakter noch verstärkt wird.
Der Humor fügt sich gut in die Gesamtheit des Films ein. Gelegentliche One Liner erscheinen an den richtigen Stellen und auch wenn man ihnen manchmal anmerkt, daß der Drehbuchautor unbedingt ein paar von ihnen unterbringen wollte, wirken sie nie gequält oder aufgesetzt.
Die Story ist sehr, sehr schlicht. Einfacher geht es eigentlich kaum noch. Dies ist jedoch nicht unbedingt störend, da es in diesem Fall die bereits beschriebene Füllung des Films ist, um die es den Machern ging, nicht das Gerüst.
Alles in allem eine inspirierte Action-Neo Western-Western Hommage-Komödie mit kleinen Schwächen, aber zum Ausgleich einigen Szenen/Ideen, die im Gedächtnis bleiben. Ich würde das Anschauen empfehlen, vermute aber, daß es nicht jedermanns Sache ist. Ich habe Euch den Film beschrieben, so gut ich es vermochte, entscheidet selbst, ob er etwas für Euch sein könnte oder nicht! – Und schreibt danach etwas über Eure Eindrücke! Würde mich sehr interessieren, wie der Film bei Anderen ankam!

P.S.: Es scheint bei den deutschen DVD und Blu Ray Fassungen geschnittene und ungeschnittene Versionen zu geben…

Deine Meinung!

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2 Kommentare

  1. Was soll ich sagen … oder schreiben ..

     

    Als Aspie fällt es mir natürlich schwer, mich von einem alten Helden abzuwenden .. 

     

    Meiner Meinung nach, könnte es ja ewig so weiter gehen, wie ich es mir gewohnt bin und wie es mir gefällt ..

     

    The Last Stand …

     

    Muss man den Film gesehen haben??

     

    Um es so zu sagen: Müssen muss man nur Atmen, Essen, Trinken und irgendwann auch sterben … 

     

    Kann man ins Grab hüpfen, ohne den Film gesehen zu haben? Kann man …das auf jeden Fall ..

     

    Macht der Film Spass?

     

    Macht er .. und wie er Spass macht …

     

    Arnie zeigt sich, wie es seinem Alter gebührt .. er ist nicht mehr der Jüngste, es fällt ihm auch nicht mehr wirklich so leicht, den übergenialen Actionhelden zu geben .. Die Gegner sind  jünger und daher schon einmal schneller und auch stärker .. aber .. er hat die Erfahrung zu bieten .. die Ruhe, die mit dem Alter kommt, auch die Weisheit und sieht so einige Schritte der Gegner natürlich voraus .. denen all das fehlt .. die alles nur schnell, schnell und schneller gemacht haben wollen …

     

    Im Gegensatz zu früher, trägt er jetzt mehr Wunden und zerrissene Kleider davon … gerät auch schneller ausser Atem .. und trotzdem … als Gegner darf man ihn nicht unterschätzen …

     

    Der Film macht mir beim Ansehen daher Spass, weil Arnie mit dem Alter umgeht, wie es sich gebührt .. er nimmt es immer mal wieder auf die Schippe und den Arm .. er versucht nicht Mr. Terminator zu geben, sondern, er ist der Alte Mann, der seinen letzten Kampf ficht und sich nicht ergeben will .. weder dem Alter noch dem Gegner .. aber auch einsehen muss .. dass er Zeit wird, den Jungen das Feld zu überlassen ..

     

    Natürlich fehlen die One-Liner nicht .. obwohl keiner dabei ist, der an ein Hasta-La-Vista-Baby herankommt oder auch nicht an ein I'll be back .. und trotzdem .. immer wieder trotzdem ..

     

    Der Film hat die Balance gefunden … 

     

    Eine Balance, die auch mir gut tut .. ist es doch ein Film, der mich nicht in ein Loch zieht .. der mich nicht noch weiter zieht, wenn ich schon in einem bin .. Ein Film, der mich aufheitert .. mir Spass macht .. bei dem ich ab und zu lachen kann .. bei dem aber auch die Action so gut ist, dass ich ab und zu den Kiefer vom Boden auflesen muss .. 

     

    Ich kann dazu also nur sagen .. Es ist ein Film, den man sich ansehen kann, ohne es zu bereuen .. Action, wie zu den guten, sehr guten alten Zeiten … 

     

    Danke Arnie … 🙂

    Antworten
  2. Wie gesagt:

    Es ist nicht nur der Film selber, der mich interessiert, ich informiere mich auch gerne darüber, wie der Film entstanden ist.

    Das Making of also.

    Wenn ich mir einen Film kaufen möchte, kommt es oft vor, dass ich checke, wie es mit dem Bonusmaterial aussieht. Immer öfter scheint es so zu sein, dass auf DVD nicht wirklich viel zu finden ist, dafür aber die Blu-Ray ab und an richtig vollgestopft wird.

    Leider lassen es sich die Macher nicht nehmen, geben dann gerne eine Limited Edition auf den Markt, auf der noch ein wenig mehr zu finden ist. Oder ein paar Monate nach dem Erstverkauf, taucht plötzlich eine neue Version auf, auf der noch das eine oder andere mehr zu finden ist.

    Wie dem auch sei: das sind Probleme, die eigentlich keine richtigen Probleme sind.

    Hier habe ich also die Blu-Ray von The Last Stand eingelegt und sehe mir die Bonus-Teile an.

    Da haben wir, wie es sich gehört, das Making-Of.

    Ich weiss nicht, woran es liegt: einerseits mag ich Making-Ofs. Auf der anderen Seite habe ich es mir inzwischen angewöhnt den Ton auf Stumm zu schalten, und lieber Musik zu hören.

    Warum?

    Wow! Eine echt gute Frage und sehr leicht zu beantworten: Es besteht durchaus die ernstgemeinte Gefahr, dass mir speiübel wird, bei so viel Selbstbeweihräucherung, so viel Lob für alle anderen. Alles und alle sind ja so perfekt: nicht einmal der Garten Eden könnte da mithalten.

    Auf der anderen Seite kann ich aber doch toll sehen, wie der Film gedreht wird, wo wer steht, wo die Kameras zu finden sind, die Mikrofone ihren Platz gefunden haben. Auch in wie viele Teile eine einzelne Szene aufgeteilt wird ist immer wieder interessant zu sehen. Von wegen ein Schauspieler läuft ein paar Kilometer am Stück oder springt aus dem Bus und hört nicht auf zu laufen. Ne, Sprung aus dem Bus, Cut, Szene ist im Kasten.

    So was sehe ich gerne. Auch bekomme ich so gut mit, wie es mit den Stunts aussieht, den Effekten und so vielem mehr.

    Auch dieses Making of bietet mir einen recht guten Einblick, sobald ich den Ton auf 0 geschaltet habe und was ich hier zu sehen bekomme, gefällt mir sehr gut.

    Damit wäre ich dann bei den Deleted Scenes. Da muss jeder für sich selber wissen, ob die etwas bringen oder nicht.

    Dann noch die Extended Scenes, wo das gleiche wie oben gilt.

    Sieh an: ein Interview mit Arnold Schwarzenegger. Was mir auch hier auf den Zeiger geht: immer nur das Gute. Immer ist alles so perfekt. Mich würde ja eher interessieren: hat es Probleme gegeben? Wenn ja, wie wurden die gelöst? Nehmen wir zum Beispiel den Regisseur: der spricht kein Wort Englisch. Und die anderen sprechen alle seine Sprache nicht. Das hat ja irgendwie nach einer Lösung geschrien. Ja, klar, Dolmetscher. Ich will ja nichts über das Zwischenmenschliche wissen. Eben: welche Probleme hat es zu lösen gegeben, wie wurden sie gelöst. Da könnte man als Zuschauer doch echt noch was lernen.

    Dann wären da noch ein paar Trailer, die ich mir angesehen habe und schon bin ich am Ende der Zusätze angelangt.

    So ganz am Schluss: Da hätte ich mehr erwartet. Das eine oder andere Bonusteil hätte ja doch noch Platz gehabt.

    Schade, schade, schade …

     

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