Dorm

 

Thailand 2006
Genre: Horror, Drama
Regie: Songyos Sugmakanan
Kamera: Niramol Ross
DarstellerInnen: Chalee Trairut, Jintara Sukaphatana, Sirachuch Chienthaworn, Suthipongse Thatphithakkul, Nipawan Taweepornsawan, Monton Arnupabmard

 

„Mit einem guten Freund an der Seite gehen auch die schlimmsten Dinge innerhalb eines kurzen Atemzugs vorbei“

 

Inhalt:

Chatree wird mitten im Schuljahr von seinem Vater auf ein Internat geschickt. Dort hat er es nicht einfach: Nicht nur erlauben sich seine Klassenkameraden manchen Scherz mit dem „Neuen“, sondern es geht auch noch das Gerücht um, daß einer der Vorbesitzer von Chatrees Bett sich im Swimming Pool ertränkt hat und jetzt als rachsüchtiger Geist durch die Schule streift.
Die Dinge scheinen sich für Chatree erst zu bessern, als er in der Pause Vichien kennenlernt.
Leider hat auch Vichien seine Probleme und Sorgen und so muß Chatree lernen, daß Freundschaft auch Verantwortung mit sich bringt.

 

Meinung:

An dem Film „Dorm“ von Songyos Sugmakanan ist das Interessanteste und Besondere der Genremix: der Film verbindet nämlich Horror mit Coming-of-Age Drama. Ersteres überwiegt vor allem in der ersten Hälfte des Film, letzteres in der zweiten. Der Übergang erfolgt fliessend und beide Genres wurden überzeugend miteinander kombiniert.

Das Wort „Horror“ ist eigentlich etwas übertrieben, denn das Gefühl, das im ersten Teil des Filmes überwiegt, könntes man eher als leichtes, angenehmes Gruseln beschreiben. Es entsteht vor allem durch eine düstere und bedrückende Atmosphäre und nicht durch Schreck-oder Ekelszenen.

In der zweiten Hälfte wird der Film etwas heller, aber obwohl hier nun das dramatische Element vorherrscht, wird der Film nicht langweilig. Es bleibt genug Spannung vorhanden, da erstens der Hauptcharakter Chatree in diesem Teil eine ziemliche Entwicklung durchmacht: Am Anfang des Films steht er noch in einer mehr egozentrischen Phase der Entwicklung, aus der er dann aber herauswächst. Zweitens werden im ersten Teil einige Rätsel aufgeworfen, die im zweiten Teil langsam aufgelöst werden.

In Dorm wurde mit einigen Computereffekten gearbeitet, die erstaunlich gut intgriert wurden.

Der Film macht sowieso visuell einiges her, da für die Atmosphäre im ersten Teil einige düster, schöne Bilder geliefert werden mußten. Aber auch der zweite Teil ist optisch ganz gut umgesetzt worden.

Erstaunlich war auch die gute schauspielerische Leistung sämtlicher Kinder, vor allem aber von Chalee Trairut als Chatree und Sirachuch Chienthaworn als Vichien, beides doch recht ausgeprägte Charaktere. Da merkte man, daß der Regisseur bereits zuvor mit Kindern zusammngearbeitet hat. (Unter anderem auch schon mit Chalee Trairut und zwar in „My Girl“, der 2003 ein ziemlicher Kassenschlager in Thailand war.)

Bei den Erwachsenen war vor allem die Darstellerin der Hausmutter Miss Pranee, Jintara Sukaphatana, überragend . Sie hat sehr überzeugend die unheimliche als auch die tragische Seite ihrer Figur dargestellt.

Was an „Dorm“ etwas gestört hat, war das relativ lange Ende: nachdem die Haupthandlung abgeschlossen ist, wird noch einmal sehr viel Screenzeit verbraucht, um auch jede einzelne Nebenhandlung zum Ende zu bringen. Da man da aber bereits mit dem Film schon abgeschlossen hat, wirkt das Ganze eher als käme nach jedem Ende noch ein weiteres Ende. Hier wäre es eventuell besser gewesen, man hätte ein paar Handlungsstränge einfach ein klein wenig schneller abgetan oder aber die Reihenfolge der Szenen verändert.

 

Fazit:

Für Fans reinen Horrors ist „Dorm“ sicher nicht der rechte Film, aber wer „Stand By Me“ mochte und nichts gegen einen leicht mystischen Touch hat, wird mit „Dorm“ wahrscheinlich recht zufrieden sein.

 

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