Into the Forest

2.95

Inhaltsangabe & Details

Nell und Eva leben zusammen mit ihrem Vater in einem abgelegenen Haus in den Wäldern. Als plötzlich der Strom ausfällt, ahnen die drei noch nicht, dass niemand im Stande ist, dieses Zustand rückgängig zu machen. Auch das Telefon und Internet ist Tod. Bei einem Besorgungstrip in die Stadt merken sie schon bald, dass es die Menschen sind, die es zu fürchten gilt. Als ihr Vater auch noch bei einem unglücklichen Unfall ums Leben kommt, sind die zwei auf sich alleine gestellt.

Meinung:
Da ist er, der zweite Ellen Page Film, der zusammen mit Tallulah auf Netflix erschienen ist. Diesmal handelt es sich aber nicht um eine Art Komödie, sondern um einen waschechten Überlebensthriller. Mit dabei: Evan Rachel Wood als Schwesterherz. Ich muss gestehen, dass die beiden hervorragend miteinander agiert haben, selbst wenn ich letztere nicht wirklich sympathisch in dieser Rolle fand. Klar, extreme Situationen machen einem zu schaffen und ich kann es auch nachvollziehen, dass man sich versucht abzulenken bzw. zu trainieren, falls die Welt sich wieder normal dreht, aber etwas rationales denken wäre angebracht gewesen. Diesen Part übernahm quasi Ellen Page. Sie recherchierte, kochte und jagte sogar ein Wildschwein, dass sie dann komplett zerlegte. Interessante Szene muss ich gestehen und irgendwo finde ich es auch gut, dass nicht sofort vom Erlegen zum Braten geschnitten wurde. Ich habe gelesen, dass sich einige wegen dieser Szene aufregen und laut Tiermissbrauch schreien. Ja, nun alle mal an einer Tour durch den Schlachthof teilnehmen, dann können wir nochmal drüber reden!
Fun Fact: Ellen ist überzeugte Veganerin.

Gut gefallen hat mir die Tatsache, dass es keine Erklärung für den abrupten Stromausfall gab. Keine Aliens, keine Untoten, einfach zack und man ist quasi zurück in die Steinzeit versetzt. Man muss Regenwasser sammeln und zum Jäger und Sammler werden, um zu überleben. Schon allein das lässt einen erkennen, wie abhängig wir von Elektrizität sind.

Zweiter Überraschungseffekt: der Tod des Vaters, der einfach so ohne Vorwarnung im Wald stattfand. Also, da wird auf jeden Fall die Schutzhose eingepackt, wenn das nächste mal ein Baum gefällt wird…

Den Freund von Nell hätte man sich meiner Meinung sparen können. Klar, es brachte etwas Abwechslung rein und einen Moment dachte (oder fürchtete) ich wirklich, dass sie Eva einfach zurück lassen. Aber da war die Geschwisterliebe dann, zum Glück, doch größer.

Was ich allerdings wirklich nicht gebraucht hätte, war diese Vergewaltigung, die mir auch etwas zu lang gezeigt wurde. Jetzt nicht im Detail, aber jeder wusste, was gerade geschieht, da hätte man sich die lange Einstellung mit dem schreienden Gesicht des Opfers sparen können. Die daraus resultierende Entscheidung kann ich gut heißen, aber etwas mehr Engagement seitens der werdenden Mutter hätte auch nicht geschadet. Sagen wir es wie es ist: ohne ihre Schwester hätte sie es nicht geschafft!

 

Im Großen und Ganzen hat mir der Film gut gefallen, auch wenn ich manche Entscheidungen nicht ganz nachvollziehen konnten. Nach dem Charakteraufbau her wurden beide nicht gerade dumm gezeichnet. Daher hätte es doch (auch ohne Internet) möglich sein müssen, dass Haus etwas in Stand zu halten. Sprich kleinere Reparaturarbeiten vorzunehmen und nicht alles Monatelang verkommen lassen, bis es nur noch eine Lösung gibt. – Welche ich auch nicht ganz nachvollziehen konnte. Aber ich gebe dem Drehbuch, oder in diesem Fall der Buchvorlage von Jean Hegland einfach mal Recht. Wenn er es in seiner Logik so erklärt hatte, dann soll es eben so sein. Nur, mit einem frischgeborenen Baby hätte ich auf jeden Fall etwas anderes versucht, als die einzige Unterkunft zu verlassen….

Und, ich muss es einfach erwähnen, wie schon in Tallulah, bekam ich hier wieder einen kleinen Stich versetzt. Während der kleinen Sexszene war Ellen Page erneut oben ohne zu sehen. Das heißt also, es hätte keinen Unterschied gemacht, welchen Film ich mir zuerst angeschaut hätte. Das Kind fiel in den Brunnen, die Sache ist durch. Schnief.
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