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Dein Weg (the Way) stammt aus dem Jahr 2010. Es handelt sich um eine US amerikanische/spanische Produktion mit einer FSK 0 Freigabe.

Emilio Estevez schrieb dafür das Drehbuch und führte auch Regie. Die Hauptrolle wird von seinem Vater Martin Sheen gespielt. Emilio Estevez ist selbst in einer Nebenrolle zu sehen. Der Film hat eine Laufzeit von 121 Minuten.

Die Hauptfigur des Films ist Tom Avery (Martin Sheen). Tom lebt in den USA, ist Augenarzt und führt ein ruhiges Leben. Eines Tages erfährt er unvermittelt vom Tod seines Sohnes Daniel (Emilio Estevez).

Im Gegensatz zu Tom ist Daniel ein Weltenbummler und wollte den Jakobsweg in Spanien laufen. Dort kam er jedoch bereits am ersten Tage durch einen Unfall zu Tode. Als Tom dies erfährt, reist er sofort nach Europa, um den Leichnam in die USA zu überführen. Tom ändert jedoch spontan seine Pläne und entschließt sich nun, selbst den Jakobsweg zu laufen und die Asche seines Sohnes entlang des Weges zu verteilen.

Dabei begegnet er zunächst Joost (Yorick van Wageningen), einem Holländer, der versucht sein Übergewicht zu bekämpfen. Später trifft er noch auf Sarah (Deborah Kara Unger), eine durch und durch frustrierte Frau und auf Jack (James Nesbitt), einem Reiseautoren auf der Suche nach Inspiration. Die Gruppe hätte unterschiedlicher nicht sein können und doch ist sie vereint in ihrer Suche nach einer Veränderung und einem Sinn in ihrem Leben.

Martin Sheen überzeugt bei diesem Film auf ganzer Linie. Seine Darstellung eines trauernden Vaters ist so vielschichtig und mitreissend, daß man sich als Zuschauer dem nicht entziehen kann. Gänsehaut ist dabei garantiert.  Dennoch ist „Dein Weg“ kein trauriger Film. Es ist ein Film voller Hoffnung. Die unterschiedlichen Charaktere sorgen durch ihre Eigenarten sogar für den einen oder anderen Lacher. Kurz gesagt: Dieser Film ist emotional!

Obwohl der Jakobsweg ein christlicher Pilgerweg ist, ist dies kein religiöser Film und kommt nicht mit christlichen Botschaften daher. Glücklicherweise ist dieser Film von hollywoodtypischen Übertreibungen verschont geblieben. Der Film ist in Bezug auf den Jakobsweg absolut authentisch. Er wurde auf dem Jakobsweg gedreht und statt den üblichen Komparsen wurden echte Pilger gefilmt. Eine der emotional ergreifendsten Szenen spielt in Burgos und wurde mit dort lebenden Roma gedreht.

Wer den Jakobsweg selbst schon einmal gegangen ist, wird diesen Film lieben. Versprochen! Aber selbst, wenn man noch nie irgendwas vom Jakobsweg gehört hat, ist dieser Film eine Empfehlung wert.

Fazit: Martin Sheen liefert hier wahrscheinlich die beste Performance seiner Karriere ab. Emilio Estevez beweist, dass er nicht nur ein guter Schauspieler und Regisseur ist, sondern auch ein exzellenter Drehbuchautor mit dem richtigen Gefühl für die Darsteller.

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