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Story:

Heute habe ich drei Dinge entdeckt, die ich nicht habe und die andere haben: Ich habe keine erste Liebe, kein nächstes Jahr und keine schlechten Manieren…“

Für Baseballspieler Dong Ji-sung laufen die Dinge wirklich nicht gut: erst verläßt ihn seine Freundin und dann teilt ihm der Arzt mit, daß er an Krebs erkrankt ist und nur noch drei Monate zu leben hat.
Ji-sung beschließt, daß er vor seinem Tod noch herausfinden muß, was eigentlich Liebe ist, und übersieht dabei fast, daß die Dinge oft viel näher liegen, als man glaubt.


Kommentar:

Obige Inhaltsangabe war die schwierigste, die ich jemals geschrieben haben und diejenige, in die ich die meiste Zeit investiert habe. Trotzdem bin ich in keinster Weise zufrieden mit ihr? Warum? – Weil ziemlich alles, was man zum Inhalt schreiben kann, dem Leser ein völlig falsches Bild von „Someone Special“ geben muß!
Mit Regisseur Jang Jin verhält es sich nämlich oft so, daß er seinen Filmen eigentlich ein 08/15 Thema zugrunde legt, nur um dann eben doch alles ein ganz klein wenig anders zu gestalten.

Genau das ist auch in diesem Film der Fall.
Die Handlung scheint zwar auf den ersten Blick der typische Liebesfilm / die typische romantische Komödie zu sein, jedoch unterscheidet er sich von diesen in vielem.
Das liegt vor allem, daran, daß die Charaktere einfach nicht so reagieren, wie man es von anderen Filmen kennt, sondern sich statt theatralisch gekünstelt völlig normal verhalten. So erträgt zum Beispiel Ji-sung sein Schicksal weder heroisch, noch gibt er sich rührseligen Heulszenen hin, sondern ist eigentlich den ganzen Film über schlicht und ergreifend deprimiert. Er lacht genau einmal und einmal lächelt er!
Hinzu kommt noch, daß Jang Jin ein begnadeter Geschichtenerzähler ist, der es schafft auf leicht ironische Art Situationen zu schildern, die jeder schon einmal erlebt hat.

Das wird besonders an einer Stelle deutlich, an der Ji-sung mit seiner „Bekannten“ ins Kino geht und die beiden darüber streiten, ob es sinnvoll ist, vorher zu wissen, wer den Film überlebt und wer nicht.
Herrlich ist auch die Stelle, in der Ji-sung versucht besagten Kinofilm, einen richtigen Tearjerker, zusammenzufassen, obwohl er mit dem Film gar nichts anfangen konnte! Kleine Info zu diesem Film im Film: Die Darsteller sind die gleichen wie die des Hauptfilms.

„Someone Special“ entfaltet seinen Humor durch die Dialoge, durch Wortspiele und Doppeldeutigkeiten. Leider konnte das durch die Untertiteln nicht immer wiedergegeben werden.

Gespielt wird Ji-sung von Jung Jae-young, für den diese leicht naiven Rollen zu jener Zeit schon fast Paraderollen waren und der diese Rolle auch perfekt ausfüllt.
Die weibliche Hauptrolle ging an Lee Na-young, die hier ihre Vielseitigkeit unter Beweis stellt, in dem sie zeigt, daß sie es schafft zwischen Slapstickdarstellungen, wie in Please Teach me English, und zurückhaltenderem Humor, wie das hier der Fall ist, zu variieren.

Das einzige, mit dem ich in „Someone Special“ nicht zufrieden bin, ist der Einsatz der Kameras. Viele Szenen scheinen mir mit Handkamera gefilmt zu sein, denn das Bild ist ständig am Wackeln (und das liegt nicht an meiner DVD!). Dadurch kann man den Film nur schwer auf größeren Bildschirmen angucken. Mir ist bekannt, daß Jang Jin in seinen Filmen gerne auch mit technischen Dingen herumexperimentieren läßt, aber hier wirkte das im Endeffekt eher unprofessionell.


Weiterempfehlung:

Romantische Komödie, die im Grunde eher für Liebesfilmmuffel geschrieben wurde.


Anmerkung: In diesem Artikel wurden die koreanischen Namen in der Reihenfolge «Familienname, Vorname» geschrieben.

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