Mother of Tears: The Third Mother

Originaltitel: La Torza Madre
Regisseur: Dario Argento
Drehbuch: Jace Anderson, Dario Argento
Darsteller: Asia Argento, Cristian Solimeno, Adam James, Moran Atias
Land: Italien, USA
Genre: Horror, Thriller
Jahr: 2007
Laufzeit: ca. 102 Minuten

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Darum geht’s:
Als ein alter Sarg mit mysteriösen Zeichen gefunden wird, ist dies der Anfang vom Ende. Durch das unachtsame öffnen werden die Dämonen der dritten Hexe (Mutter der Tränen) befreit. Fortan wird Sarah Mandy von unheimlichen Ereignissen heimgesucht. Auf ihrer Flucht trifft sie auf Pater Johannes und Martha, die eine damalige Freundin ihrer verstorbenen Mutter ist und sie in dessen Geheimnis einweiht. Nur Sarah ist in der Lage sich gegen die letzte überlebende Hexe zu stellen um sämtliche Anhängerinnen zu vernichten, bevor das zweite Zeitalter der Hexen einbricht.

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Meinung:
Das war also der neue Film der Familie Argento.
Ich muss sagen, dass ich Asia Argento ganz gut finde, daher habe ich diesem Kirchenhorror überhaupt eine Chance gegeben. Als ich allerdings im Intro den Namen Udo Kier gelesen habe, wollte ich schon abschalten. Leider habe ich es nicht getan. Leider, denn der Film ist wirklich grausam,- im Sinne von schlecht.

Irgendwie kam mir beim erscheinen der Geister „Harry Potter“ in den Sinn. Läuft der nicht auch gerade im Kino? Ich glaube, ich versuche mein Glück mal wieder im Kinosaal, denn die DVDthek hat in letzter Zeit nur noch Schrott zu bieten. Wo wir gleich beim Thema sind:
Udo Kier,… urghhhh! Ich finde ihn furchtbar. Er war demnach also das Gruseligste am ganzen Film,- für mich.

Dieser schreiende Affe war vielleicht am Anfang ganz nett, weil es neu war, aber im Verlauf der Geschichte nervte er nur noch. Traurigerweise bot er die beste Darstellung im gesamten Film. Zwar war er nicht so gut wie der Affe in „The Fall“, aber,… immerhin.

Asia Argento als Alleindarstellerin finde ich allerdings nicht wirklich berauschend. In „Triple X“ und „Land of the Dead“ war sie gut, was anscheinend an ihren Rollen lag. In „Mother of Tears“ ist sie der typische Stereotype, der von einem normalen Leben in eine Extremsituation gerät und nicht weiß, wie ihr dabei geschieht.

Die Splattereffekte sind so, wie man sie von Dario Argento gewohnt ist. Nicht mehr und nicht weniger. Aber immer recht ekelhaft.

Die Umsetzung des Drehbuches ist gescheitert. Ich verstehe zudem nicht, warum alle italienischen Schauspieler englisch sprechen. Hätte man den Film nicht nachwirkend synchronisieren können? Aber das ist kein wirkliches Manko. Die Charaktere der neuen Hexen, die auf der Suche nach Sarah Mandy sind, nerven am meisten. Es sind durchgedrehte Gothics im 80iger Jahre Style und wirken, als wären sie einem Nena Video aus dieser Zeit entsprungen.

Abschließend bleibt zu sagen, dass ich kein Fan von Kirchen Thrillern bin, in denen alte Bücher gewälzt werden und an jeder Ecke Geistliche auftauchen und der obligatorische Chor im Hintergrund singt.

Das Ende ist lachhaft,- im wahrsten Sinne des Wortes.
Ich habe während der 102 Minuten meine Augen so oft verdreht, dass ich schon dachte das würde mir bleiben. Super kitschig waren auch die Bilder im Abspann, gar nicht zu sprechen von der Musik.

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Fazit:
„Mother of Tears“ ist fade Normalkost, die mit einer schlechten Story und noch schlechteren Schauspielern besetzt ist. Alles in allem kein berauschendes Erlebnis. Ich verlange Schadensersatz!

PS: Wer sehen will, wie sich Asia Argento binnen 3 Sekunden von Handtuch in ein grünes Kleid umkleidet, dem sei der Film ans Herz gelegt.

 

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