Hit and Run – Abstecher in die Hölle

Originaltitel: Hit and Run
Regisseur: Enda McCallion
Drehbuch: Arthur Flam, Diane Doniol-Valcroze
Darsteller: Laura Breckenridge, Christopher Shand, Kevin Corrigan
Jahr: USA
Genre: Thriller
Laufzeit: ca. 84 Minuten

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Darum geht’s:
Springbreak, Alkohol und ein tödlicher Unfall. So lässt sich die Nacht von Mary beschreiben.
Auf dem Heimweg rammt sie etwas auf der Fahrbahn. Da weit und breit aber nichts zu sehen ist, fährt sie weiter. Daheim angekommen erwartet sie eine Nachricht von ihren Eltern auf dem Anrufbeantworter, dass sie übers Wochenende sturmfrei hat, da diese die Einladung eines Bekannten angenommen haben. Erfreut geht Mary zu Bett und wird wenig später von einem Geräusch aus der Garage geweckt. Sie schaut nach und entdeckt einen Mann, der an ihrem Kühlergrill hängt.
Da es zu spät ist, die Polizei zu rufen, muss sie einen Weg finden, den ungebetenen Tramper wieder loszuwerden. Sie entschließt sich, ihn zu begraben. Als sie ihrem Freund davon berichtet, schlägt er vor, Ruhe zu bewahren und Gras darüber wachsen zu lassen. Blöd nur, dass Mary ihre Leiche im Keller in ihre eigene Decke eingewickelt hat,… und diese nicht im Untergeschoss, sondern im Wald liegt. Doch die Wiederbeschaffung läuft alles andere als geplant.

Meine Güte,- was für ein Untertitel! Da waren wiedermal Genies am Werk!

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Meinung:
Sehr interessant,….
Zu Beginn gefiel mir die Kamerafahrt überhaupt nicht, da sie an eine 08/15 Produktion erinnerte. Und auch ein bisschen an das „Smack my Bitch up“ Video von „The Prodigy“ (Mittendrin statt nur dabei). Als ich Laura Breckenridge (Amusement) erkannte, dachte ich mir, es könnte vielleicht ganz amüsant werden. ;o) Sie ist zwar nicht die mega Schauspielerin schlechthin, aber sie hat ihre Sache ganz gut gemacht. Und sie war sich auch für nichts zu schade. Erbrechen, mit Spucke waschen (obwohl es draußen regnet), im Dreck ein Grab mit bloßen Händen graben,…

Hit and Run driftet nach seinem akzeptablen Start etwas zu sehr in das Teenie-Horror-Slasher-Genre ab, wo die vollbusige, halbnackte Hauptdarstellerin durch den strömenden Regen rennt und vom einztigen Opfer, dass nun auf Rache aus ist, verfolgt wird. Es erinnerte mich unfreiwillig an „Ich weiß was du letzten Sommer getan hast“.

Was mir gefallen hat ist, dass die Verzweiflung und die Handlung von Mary relativ realistisch war, was zum Beispiel das apathische graben im Wald betrifft oder so manche Ausraster, die sie hatte. Auch die Reaktion ihres Freundes war gut in Szene gesetzt.
Zu viel des Guten waren jedoch dieses Killerklischee a la „Du kannst mich nicht töten“!, die Papageien und die Telefonanrufe.

Bis zur 53 Minute spielte der Film mit dem Zuschauer „Ich weiß was, was du nicht weißt“ und es sah so aus, als wenn sich die Handlung von den anderen „Ich hab dich aus Versehen getötet und jetzt rächst du dich“ Filmen abhebt, aber leider,….
Dennoch, ganz gut gemacht. Das sie nun gerade einen Wahnsinnigen mit dem Auto gerammt hat ist natürlich dumm gelaufen,….

Das Ende ist lachhaft, was hier keinesfalls abwertend gemeint ist. Man weiß echt nicht, ob man mit ihr lachen oder weinen soll. Da Mary aber nicht sonderlich klug war, dürfte sich das Mitleid in Grenzen halten. Ein „Oh, verdammt“ reicht daher.
Pluspunkt: Der Typ hat seine Augen zum Schluss nicht mehr geöffnet, hat ihr aber trotzdem noch eine rein gedrückt.

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Fazit:
Der Film ist pure Ironie und allein oder in Gemeinschaft recht sehenswert. Es kommt auch, wenn man es zulässt, reichlich Gänsehaut auf, denn gerade weil der Film mit dem Erwartungen des Publikums spielt, kann er des öfteren überraschen.

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Info:
An einem Song aus dem Soundtrack (der übrigens aus nur 4 Liedern besteht) wirkte Kevin Costner als Schreiber und Sänger mit.

 

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