6.7

Cracks

  • Kinostart: 17. Dezember 2009

Miss „G“ Gribben ist eine beliebte Sportlehrerin bei den Mädchen des Internats St. Mathildes. Durch ihre außergewöhnliche Lehrweise erobert sie die Herzen im Sturm. Di, das Ass des Schwimmteams, genießt alle Vorzüge, da sie in der Gunst vom Miss G steht. Als die neue Schülerin Fiamma aus Spanien ankommt lässt Miss G jedoch von ihrem Liebling ab und wendet sich voll und ganz der hübschen Austauschschülerin zu, die so welterfahren ist, dass sie die Tour ihrer neuen Lehrerin schon bald durchschaut. Diese wiederum beginnt, eine Obsession gegenüber Fiamma zu entwickeln. Da diese ihre Gefühle aber nicht erwidert und nach einer verhängnisvollen Nacht an die Öffentlichkeit gehen will, sieht Miss G nur noch einen Ausweg, um ihren Ruf zu wahren.


Meinung:

Cracks war ein harter Kampf für mich und zu Beginn noch viel schlimmer als Franklyn. Ich brauchte vier Anläufe, um mir den Film anzusehen. Zum Vergleich: Bei Franklyn brauchte ich drei. Das liegt aber auch daran, dass ich mich im Vorfeld nicht über die Handlung informiert hatte und ich rein nach dem Cover gegangen bin, weil ich gerade ein paar Eva Green Filme abarbeite. Ich war einfach mit einem Coming-Off Film konfrontiert, der in den Dreißigern spielt und nicht wirklich darauf vorbereitet. Das soll die Qualität des Filmes aber in keiner Weise schmälern, denn im Endeffekt hat er mir gut gefallen.

Hier spielt Frau Green eine extravagante Lehrerin, die auch nichts dagegen einzuwenden hat, wenn sie mit den sonst so hochgeschlossenen Internatsschülerinnen nachts nackt baden gehen. Ich kann mittlerweile schon nicht mehr zählen, wie oft ich sie mittlerweile schon oben ohne gesehen habe. Vielleicht ist das bei Französinnen auch einfach so? 

Aber als ich erstmal drin war, habe ich Gefallen daran gefunden. Im Prinzip ist es nichts anderes, als ein Highschool Thriller, bei denen die Mädchen Intrigen gegen den Außenseiter spinnen. Nur, dass unsere Mädels in einer vergangenen Zeit angesiedelt sind.

Eva Green hat die Rolle der angehimmelten Lehrerin überzeugend gespielt. Fast schon zu gut. Ich fand es interessant, wie absolut immun sie gegen die Abwehrhaltung ihrer Auserwählten war, die sie augenscheinlich absolut nicht an ihrer Seite haben wollte. Weder als beste Freundin und schon gar nicht als Liebhaberin. Man stelle sich einen Mann an dieser Stelle vor und ich frage mich, ob da alles andere gelaufen wäre bzw. ob Fiamma diese Annäherungen schon früher zur Anzeige gebracht hätte?

Überhaupt hätte ich gerne ein bisschen mehr über den Charakter von Miss G erfahren. Einiges konnte ich mir zwar zusammenreimen, schon allein durch ihre kleine Einkaufstour, nach der sie schon fast paranoid wieder die schützenden Mauern des Internats aufsuchte. Aber auch gerade dadurch hat man gesehen, wie sehr sie an diesen Ort gebunden ist, da sie dort die angesehene Lehrerin ist. Da aber alles an dem Thema nach einer Buchverfilmung schreit (denn so ist es auch), werde ich mir das Geschriebene Wort unter Umständen noch zu Gemüte führen. Vielleicht erfahre ich dort ja noch mehr über sie.

Die Mädels waren bunt gemischt und deren Charaktere eigentlich schon aus zahlreichen anderen Filmen bekannt, weswegen sie teilweise eindimensional wirkten. Die Anführerin und ihre folgsamen Schäfchen. Hier waren keine besonderen Überraschungen vorhanden. Allerdings ist die Umsetzung gelungen.

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Regie:

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