6.0

Love Is All You Need? 2016

    • Kinostart: 07. Dezember 2017

In einer Zeit, in der Heterosexualität verpönt ist, beginnt sich der Star-Quarterback Jude Klein in den Außenseiter Ryan zu verlieben. Ein Skandal, nicht nur in ihrer Gefühlswelt. – Ist sie doch mit der angehenden Schulballkönigin Kelly Williams zusammen. Lange können die beiden Turteltauben ihr Geheimnis nicht wahren. Sie werden vor der gesamten Highschool geoutet, was die kirchliche Gemeinde, unter der Führung von Referent Rachel, zu gar abscheulichen Gewalttaten bewegt.

Meinung:
Love is all you need? ist die längere Fassung des Kurzfilmes mit dem gleichen Titel aus dem Jahr 2011. Im Prinzip wird die gleiche Geschichte wieder erzählt. Aber um auf eine Länge von knapp zwei Stunden zu kommen, hat man die Liebesgeschichte zwischen Jude und Ryan mit rein geschrieben. Das Grundthema ist das gleiche: Schwule und Lesben leben in einer Einheit, während es Heteros, den sogenannten Ro’s, untersagt ist, sich zu lieben.

Ich sehe Briana Evigan recht gerne und ich muss sagen, dass sie hier so ziemlich ihre beste Leistung (was Drama angeht) abgeliefert hat. Obwohl es etwas komisch war, sie als Quarterback zu sehen und die Mädchen augenscheinlich die Sport Asse auf der Schule waren.

Im Gegensatz zum Original gefiel mir das Ende hier etwas besser. Zwar auch noch schockierend, aber nicht in dem Ausmasse, wie ich es kannte. Aber auch hier dürften sich die Lager wieder spalten. Kassierte doch der Kurzfilm noch jede Menge Kritik seitens homophober Gesellschaften. Aber auch Suizid als einziger Ausweg wurde scharf angeprangert, da Jugendliche leicht zu beeinflussen seien. Dennoch wird der Film auch heute noch in den amerikanischen Schulen gezeigt, um mehr Akzeptanz für schwule und lesbische Menschen zu erreichen.

Elisabeth Röhm als ekelhafte Priesterin war fast unerträglich. Sie wirkte fast so, als sei sie aus dem Film Red State rüber geschwappt,- denn den fand ich auch einfach nur schrecklich. Ich muss aber dazu sagen, dass ich dieses „Ich rechtfertige meine Taten, indem ich im Namen Gottes handel“ echt furchtbar finde. Aber da sieht man mal wieder, wohin einen dieses Lemminggetue bringt. Bloß keinen eigenen Willen haben oder Weg gehen,… was würden die Nachbarn sagen?! SCHRECKLICH!

Auch Emily Osment ist mir eher negativ aufgefallen. Damals zum großen Teenie Star in Hannah Montana aufgestiegen, fand ich sie in dieser Rolle (ohne Komik) ziemlich lahm und wenig einprägsam. Dafür kann aber die zweite Darstellerin Kyla Kenedy punkten. Neben Briana Evigan hatte sie die Dramaszenen gut umgesetzt und genau wie ihre Vorgängerin Mitgefühl für ihre Rolle entwickelt. 

Und die Musik war auch teilweise grenzwärtig und zu übertrieben.
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