Cabin Fever – Kritik

Bewertung: 6.5

Nun, ich kann leider nicht behaupten, dass mir das Original besser gefallen hat, als das Remake von 2016, welches ich zuerst gesehen habe. Auch hier gingen mir die Darsteller teilweise auf den Geist. Am besten haben wirklich wieder die zwei Unscheinbaren gespielt. Der gute Junge von nebenan, der unsterblich in seine Sandkastenliebe verknallt ist, die ihn aber nur als Freund ansieht. Und sie als einzig wirklich Vernünftige. Vielleicht liegt es daran, dass diese beiden Charaktere am meisten Dimension in ihrer Entwicklung aufweisen?

Alle anderen sind genauso dämlich, wie ich sie schon kenne. Wobei der Waffennarr echt ein noch größerer Vollidiot ist. Das notgeile Pärchen hingegen nimmt sich nichts. Vielleicht vom optischen her. Man hat wenigstens eine attraktive Darstellerin genommen. Aber auch hier gab es diese hirnlose Badewannenszene. Klar, mir geht’s super übel, also hock ich mich erst mal in die Wanne und rasiere mir die Beine, nachdem ich Koitus hatte. Was uns gleich zur nächsten debilen Szene bringt, in dem Listerine als „Schutz danach“ zum Einsatz kommt. Also wirklich!- Entweder hab ich Safer Sex, oder nicht. Alles andere ist einfach nur Schwachsinn. Aber okay, einen Schmunzler hat Eli Roth dafür bekommen. Dieser gibt sich übrigens auch selber in einer Rolle die Ehre (und nicht in zwei, wie ich zuerst annahm. Der Glatzkopf wird nämlich von seinem Bruder Adam J. Roth gespielt), und zwar als kiffender Hill Billy mit eigenartiger Frisur am Lagerfeuer.

Die Gore-Effekte halten sich, im Gegensatz zum Ableger ziemlich in Grenzen und das obwohl die Version von 2016 quasi ein 1 zu 1 Duplikat ist. Was dort allerdings fehlt ist dieser komische (im Sinne von seltsam) Humor von Eli Roth. So wird z.B. die Geschichte am Lagerfeuer mit Rückblenden erzählt, die mit einer lachhaften Pointe aufwartet. Gleiches gilt für diese bescheuerte Kung Fu (Karate?) Nummer des Kindes, bevor es den Typen in die Hand beißt. Unterlegt mit richtig bescheuerter Musik.

Nun habe ich ja nichts dagegen, wenn in einem Horrorfilm mal ein kleiner Joke zur Auflockerung fällt, aber hier war es irgendwie unangemessen. Auch der Gesetzeshüter Winston (im Duplikat von einer Frau gespielt) hat einen unglaublichen Schaden in der Birne. Ich weiß nicht, ob Regisseur/ Drehbuchautor Eli Roth einfach Fan von so einem Klamauk ist, oder einfach nur originell sein wollte, aber mich hat es teilweise echt genervt.
— Breaking News: Ich sehe gerade, dass der Film auch als Komödie deklariert ist, von daher nehme ich einen Teil meiner Aussagen zurück. —

Ich dachte eigentlich, dass die Kopie schlecht sei, aber wirklich mehr Punkte kann ich an den Vorgänger auch nicht vergeben. Ach komm, ein Extrapunkt für die witzigen Credits, die in Orte unterteilt sind und vor allem für den Tankstellenbesitzer, mit seiner Vorliebe für schwarze Menschen. Was für ein Ende, ha ha.

Fazit:
Eine Horror-Komödie, die man nicht zu ernst nehmen sollte, damit sie annähernd gefällt.

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