Park Chan-wook

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박 찬욱
/ 朴贊彧

There are a lot of good people in the world that we live in, but I am more interested in the other side of the story. I am always curious how so many bad people come to lead a good life.”
Park Chan-wook


Biographie

Park Chan-wook (Park ist der Familienname) wurde am 23.08.1963 in Südkorea geboren. Er wuchs in Seoul auf und besuchte dort nach dem Schulabschluß die katholische Universität Sogang, auf der er den Studiengang Philosophie mit Schwerpunkt Ästhetik belegte. Während seiner Studienzeit besuchte er einen Fotografieclub und begann sich für Hitchcocks Filme zu interessieren. Er entwickelte sich zu einem obszessiven Filmliebhaber und gilt heute noch in Südkorea als der Regisseur, der die meiste Zeit mit dem Ansehen von Filmen verbringen würde.
An der Sogang Universität gründete Park Chan-wook einen Film Club, in dem er auch seine spätere Ehefrau, mit der er jetzt eine Tochter hat, kennengelernt haben soll.
Nach dem Universitätsabschluß arbeitete Park Chan-wook eine Weile als Regieassistent, bevor er sich 1992 an seinen ersten eigenen Film „The Moon is What the Sun Dreams of“ wagte. Der Film wurde weder von Kritikern, noch vom Publikum wohlwollend aufgenommen. Nach diesem Mißerfolg zog sich Park Chan-wook erst einmal vom Filmdrehen zurück und arbeitete stattdessen als Filmkritiker. Er war auf diesem Gebiet sehr erfolgreich. Sein Buch „Videodrome: The Discrete Charm of Watching Films“ wurde ein Hit unter koreanischen Cineasten und outete Park Chan-wook als filmabhängigen Fan von Low-Budget Produktionen.
1997 drehte Park Chan-wook seinen zweiten Film, jedoch erwies sich „Threesome“ erneut als Flop.
Sein Durchbruch gelang Park Chan-wook 2000 mit dem Film „Joint Security Area“. Der Film, der mit der koreanischen Teilung ein Tabuthema behandelte, wurde ein großer Hit in Südkorea und wurde ein Jahr später in Berlin für einen Goldenen Bären nominiert. Eine meiner koreanischen Freundinnen, eine begeisterte Cineastin, hat einmal über Joint Security Area gesagt, es sei der Film, den jede Koreanerin und jeder Koreaner gesehen hat. 😀
Sein fünfter Full Feature Film, Oldboy, zweiter Teil von Park Chan-wooks sogenannter Rachetrilogie (erster Teil: Sympathie for Mr. Vengeance, dritter Teil: Lady Vegeance) gewann 2004 auf dem Cannes Film Festival den großen Preis der Jury und machte den Regisseur einem größeren internationalen Publikum bekannt.
Ab dann wurden auch Angebote aus Hollywood an den Regisseur herangetragen, wurden von ihm aber lange Zeit abgelehnt, da er um die Einschränkung seiner filmischen Freiheiten fürchtete.
Erst um die 10 Jahre später, ließ er sich zu einem Hollywoodfilm überreden und so erschien 2013 Stoker in den Kinos.

Park Chan-wooks Filme zeichnen sich durch gesellschaftskritische Züge und schwarzen Humor aus. Zeitweise spiegelt sich darin auch die politisch linke Einstellung den Regisseurs wieder. Seine Vorliebe gilt Charakteren, die mit dem Schicksal hadern.

Obwohl der Regisseur immer wieder darauf hinweist, daß Filme gerade durch ihre kleinen Fehler menschlich werden, hat er selbst einen Hang zum Perfektionismus.

Park Chan-wooks Erstlingswerke gelten in der Zwischenzeit als Kultfilme. 😉


Anmerkung:
Die Biographie basiert hauptsächlich auf der in englischer und koreanischer Sprache verfaßten KOFIC-Publikation: Korean Film Director Series. PARK Chan-wook: Saviour of Violence“. Die Veröffentlichung steht auf der KOFIC-Webseite www.koreanfilm.co.kr unter Publications, Korean Film Director Series zum freien Download bereit.

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[short_tab title=“Regie“]

Filmographie

als Regisseur:

1992
Dareun… haega gguneun ggum
The Moon is What the Sun Dreams of

1997
Saminju
Threesome

1999
Shimpan
Judgement
(Kurzfilm)

2000
Gongdong Gyeongbi Guyeok JSA
Joint Security Area

2001
Boksuneun naui geot
Sympathy for Mr. Vengeance

2003
Midgeona malgeona, Chandra-ui Gyeongu
Never Ending Peace and Love
(Segment in If You Were Me / Yeoseot gaeui shiseon)

2003
Oldboy

2004
Cut
(Segment in Three Extremes)

2005
Chinjeolhan Geumja-sshi
Lady Vengeance

2006
Cyborgjiman gwaenchanha
I’m a Cyborg, But That’s OK

2009
Pakjwi
Thirst

2011
Paranmanjang
Night Fishing
(Kurzfilm)

Estland 2011
60 Seconds of Solitude in Year Zero
(Ominbus Film mit 59 anderen Regisseuren)

2012
Day Trip
(Kurzfilm)

USA 2013
Stoker

2014
A Rose Reborn
(Kurzfilm)

USA 2015
Fingersmith

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[short_tab title=“Drehbuch“]

Filmographie

als Drehbuchautor:

1992
Dareun… haega gguneun ggum
The Moon is What the Sun Dreams of

1997
Saminju
Threesome

1999
Shimpan
Judgement
(Kurzfilm)

2000
Humanist
(verfilmt von Lee Moo-young)

2000
Gongdong Gyeongbi Guyeok JSA
Joint Security Area

2000
Anarchist
Anarchists
(verfilmt von Yoo Young-shik)

2001
Boksuneun naui geot
Sympathy for Mr. Vengeance

2002
Cheol eobsneun anaewa paranmanjanghan nambyeon grigo Daegweonsonyeo
A Bizarre Love Triangle
(verfilmt von Lee Moo-young)

2003
Midgeona malgeona, Chandra-ui Gyeongu
Never Ending Peace and Love
(Segment in If You Were Me / Yeoseot gaeui shiseon)

2003
Oldboy

2004
Cut
(Segment in Three Extremes)

2005
Sonyeon Cheonguge Gada
A Boy Who Went to Heaven
(verfilmt von Yoon Tae-young)

2005
Chinjeolhan Geumja-sshi
Lady Vengeance

2006
Cyborgjiman gwaenchanha
I’m a Cyborg, But That’s OK

2008
Miss Hongdangmu
Crush & Blush
(verfilmt von Lee Kyoung-mi)

2009
Pakjwi
Thirst

2011
Paranmanjang
Night Fishing
(Kurzfilm)

2014
A Rose Reborn
(Kurzfilm)

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Keine Kommentare

  1. snowpiercer fand ich klasse… oldboy interessant, aber ganz schön krass.

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